Gewitter treffen den Landkreis

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr setzten Pumpen ein, um den Damm eines Regenrückhaltebeckens auf dem ehemaligen Kasernengelände zu entlasten. Bild: Martin Wiemann
Am gestrigen Abend zogen zahlreiche Gewitter über den Landkreis und sorgten in Donauwörth und Asbach-Bäumenheim für mehrere überschwemmte Straßen. Die Feuerwehren und das THW Donauwörth hatten zahlreiche Einsätze abzuarbeiten.

Den ganzen Nachmittag und Abend zogen zahlreiche Gewitter aus Südosten über den Landkreis. Die Gewitter zogen über Münster und Holzheim nach Rain und weiter nach Donauwörth. Die Messstationen bei Rain-Wallerdorf zeichnete eine Regenmenge von 68 Litern auf. In Donauwörth fielen rund 70 Liter Regen. Gegen 19 Uhr gingen die ersten Meldungen bei der Integrierten Leitstelle ein. Aufgrund der zahlreichen Einsätze, rund zwanzig Stück, wurde eine Einsatzzentrale gebildet und dort die Einsätze aufgenommen. 

Der erste Schwerpunkt der Einsätze lag in der Schwemmerstraße in Donauwörth. Dort drangen die Regenmassen in die Keller von zwei Häusern ein. Diese wurden von den Einsatzkräften ausgepumpt. Derweil entwickelte sich ein neuer Einsatzschwerpunkt auf dem ehemaligen Kasernengelände. Dort war bei einem Regenrückhaltebecken ein Teil der Dammkrone abgebrochen und das Wasser lief in ein Haus. Die Feuerwehr Donauwörth pumpte das Wasser aus dem Gebäude und sicherte das Rückhaltebecken. Unterstützt wurden die Einsatzkräfte durch das THW Donauwörth. Diese schütteten den Damm weiter auf und sicherten ihn mit weiteren dreihundert Sandsäcken. Wie uns Thomas Stecker, Stadtbrandmeister, auf Nachfrage mitteilte, waren die Einsatzkräfte bis Sonntagmorgen um 6 Uhr im Einsatz und pumpten das Wasser aus dem Regenrückhaltebecken ab.

Wegen des Starkregens waren auch zahlreiche Straßen überflutet. Darunter die Zirgesheimer Straße, die Airbus-Unterführung und der Kreisverkehr an der Bahnhofsstraße. Ebenfalls betroffen war Asbach-Bäumenheim Die Feuerwehr zählt 37 Einsätze aufgrund des Unwetters. „Besonders im Bereich der Wiesenstraße war ein Einsatzschwerpunkt,“ so der Kommandant Christian Dommer. Dort konnte der Kanal die Wassermassen nicht mehr aufnehmen und lief über. „Wir hatten rund 30 Zentimeter Wasser auf der Straße und es drohte durch die Haustüren in die Häuser zu laufen,“ so der Kommandant weiter. „Wir forderten deshalb Unterstützung beim THW an, welches uns mit 200 Sandsäcken unterstützte. Außerdem pumpten wir das Wasser in Güllefässer und fuhren es in den Egelseebach.“ Der Einsatz dauerte von 19 Uhr bis um 4 Uhr. Seit Sonntagmorgen sind die Kräfte wieder unterwegs und pumpen weitere Keller aus. Unterstützung erhielten die Bäumenheimer Floriansjünger aus Mertingen und Hamlar.