18. Dezember 2020, 10:13

Plogging-Donauwörth kämpft gegen Corona-Müll

Bild: Christine Anselmi
In diesem Jahr fiel eine Zunahme an Gesichtsmasken, Einweghandschuhen und anderem Corona-Müll auf, die beim World Cleanup Day gefunden wurde.

Trotz der erschwerten Bedingungen durch die Corona-Pandemie war die Beteiligung am World Cleanup Day 2020 in Deutschland sehr groß und hat sich seit 2019 erneut mehr als verdoppelt: 400 Städte und Kommunen mit rund 83.200 Menschen beteiligten sich am World Cleanup Day. Während der mehr als 1.200 Cleanups bundesweit wurden hunderte von Tonnen Müll aus der Natur gesammelt. In diesem Jahr fiel bundesweit die massive Zunahme an gefundenen Gesichtsmasken, Einweghandschuhen und anderem Corona-Müll auf, vor allem an To-Go Bechern.

„Diese Beobachtung deckt sich auch mit Berichten aus anderen teilnehmenden Ländern”, sagt Holger Holland, Projektleiter World Cleanup Day in Deutschland, „Unser Ziel ist eine saubere, gesunde und plastikmüllfreie Welt. Die zusätzlichen Belastungen durch die Corona-Pandemie für unsere Umwelt machen unseren gemeinsamen Einsatz noch dringlicher. Denn auch wenn die kommunalen Entsorger in Deutschland hervorragende Arbeit leisten, müssen wir weiter intensiv sensibilisieren für das Ausmaß, in dem wir unsere Umwelt mit Plastik vermüllen.”

Der World Cleanup Day 2020 (WCD) ist die größte Bottom-Up-Bürgerbewegung der Welt zur Beseitigung von Umweltverschmutzung und fand in diesem Jahr am 19. September statt. Die Plogging-Gruppe Donauwörth war diesmal schon zum zweiten Mal dabei.

Der nächste WCD findet am 18. September 2021 statt, aber in der Zwischenzeit laufen bundesweit andere Aktionen, wie kürzlich die Challenge #novembermasken, eine Initiative der City Cleaners Germany (www.citycleanersgermany.de oder auf Facebook).

Die Plogging-Donauwörth Gruppe hat sich bei dieser Aktion beteiligt und 3 engagierte Mitgliederinnen, Martha Stark, Anja Beierlein und Christine Anselmi, haben 110 Masken gesammelt! In ganz Deutschland wurden 9.348 Masken gesammelt.

Die Aktion lief so gut, dass sie verlängert und nun von World Cleanup Day unterstützt wird. Die Aktion läuft noch bis zum 28. Februar 2021, nennt sich #wintermasken und alle Helfer können auf der Internetseite die Zahl der gesammelten Masken eintragen und, wenn sie wollen, auch Fotos hochladen. Den mittlerweile digitalen Counter und das Formular zum Hochladen gibt es unter www.worldcleanupday.de/masken/

Die Plogging Gruppe Donauwörth appelliert an alle, die Einweg-Masken richtig zu entsorgen (in den Restmüll), denn es dauert schätzungsweise 450 Jahre bis sie sich zersetzen. Jeder kann mithelfen und sammeln. Man braucht nur Handschuhe bzw. eine Greifzange. Es ist eine bürgerschaftliche Geste und keine Politik.

Die umweltfreundliche Alternative ist Masken aus Stoff, die sich hygienisch waschen und bügeln lassen. Man kann sie selbst nähen oder kaufen. Eine Maske aus Stoff verbraucht viel weniger Ressourcen – damit aus der Corona-Krise nicht auch noch eine Müll-Krise wird. (pm)