Fasching

Warum der Donauwörther Faschingsumzug 2026 an einem Samstag stattfindet

Bild: Mara Kutzner
Anders als in den Vorjahren findet der Donauwörther Faschingsumzug in diesem Jahr an einem Samstag statt. Warum es zu dieser Änderung kam und welche neuen Herausforderungen sich dadurch ergeben

Gerade haben wir das alte Jahr hinter uns gelassen und schon geht es im Landkreis Donau-Ries mit dem Fasching weiter.  Gefeiert wird hauptsächlich in der Faschingswoche vom 12. - 18. Februar aber auch zuvor veranstalten die Faschingsvereine aus der Region wieder ihre Bälle und Umzüge. Einer davon ist der traditionelle Faschingsumzug der Initiative Fasching Donauwörth (IFD) durch die Donauwörther Innenstadt mit anschließender Party. In diesem Jahr findet der Umzug allerdings zum ersten Mal an einem Samstag statt. Die Hintergründe erklärt IFD-Präsident Falk Freisleben: "Der Termin kann vom Faschingsverein nicht frei gewählt werden, da wir auf das Bierzelt der Schützen angewiesen sind, das für die Sebastianifeier am 18. Januar aufgestellt wird. Da das Zelt nur eine Woche vor und eine Woche nach dem Schützenfest stehen bleibt, kamen für uns zunächst nur zwei Sonntage - der 11.01. und der 25.01.2026 - in Frage." 

After-Umzugs-Veranstaltung als zentrale Einnahmequelle der IFD

In der letzten Jahreshauptversammlung der IFD wurde dem Verein dann von Seiten der Stadtverwaltung mitgeteilt, dass der 11. Januar als Option wegfalle, da der Stadtbauhof in dieser Zeit mit dem erhöhten Risiko eines Wintereinbruchs plane. In der Zwischenzeit hatten außerdem die Faschingsfreunde Mertingen verkündet, dass deren Umzug am 25. Januar stattfinden wird. Die beiden ursprünglich angedachten Termine waren also schnell vom Tisch. Das Problem aus Sicht des Donauwörther Faschings: Die After-Umzugs-Veranstaltung im Bierzelt stellt die zentrale Einnahmequelle der IFD dar und ist für den Verein wirtschaftlich unverzichtbar. "Letztendlich haben wir uns in Absprache mit dem Oberbürgermeister dazu entschieden, den Donauwörther Faschingsumzug in diesem Jahr ausnahmsweise an einem Samstag durchzuführen. Beiderseits ist bewusst, dass dies für den lokalen Einzelhandel - besonders in der Reichsstraße - eine zusätzliche Belastung darstellt. Die Alternative wäre jedoch gewesen, den Umzug in diesem Jahr vollständig ausfallen zu lassen, was wir vermeiden wollten." 

Verantwortliche rechnen mit erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen

Mittlerweile ist klar, dass der Faschingsumzug am 24.01. stattfinden wird - allerdings in leicht verändertet Form. Der Grund hierbei: Am Samstag ist eine Aufstellung für die teilnehmenden Wägen und Gruppen am Wörnitzcenter nicht möglich. Die Aufstellung findet daher in diesem Jahr auf dem Firmengelände von Bauwaren Stengel in der Nürnberger Straße statt. Von dort aus führt die "neue" Route über die Berger Allee und Berger Vorstadt, durch die Pflegstraße in die Reichsstraße und anschließend über die Kapellstraße in Richtung Weidenweg zum Festplatz an der Neuen Obermayerstraße. Wie in den Vorjahren wird die Strecke für den Verkehr gesperrt, weshalb im gesamten Umzugsbereich mit Verkehrsbeeinträchtigungen zu rechnen ist. Der Umzug beginnt in diesem Jahr zudem eine Stunde später um 14:30 Uhr. "Wir hoffen, dass insbesondere die Anwohnerinnen und Anwohner der Innenstadt faschingsbegeistert sind und die mit dem Umzug verbundenen Einschränkungen mit Verständnis mittragen", so Freisleben. 

Auf die PI Donauwörth kommen am Veranstaltungstag trotz der veränderten Parameter keine zusätzlichen Aufgaben zu. Dies bestätigte Polizeihauptkommissar Stephan Roßmanith auf Nachfrage. Demnach mache es für die zuständigen Polizeibeamten keinen Unterschied, ob die Veranstaltung an einem Samstag oder einem Sonntag stattfindet. 

Redakteur. Schreibt bei uns für Online und blättle. Ist in Donauwörth geboren und aufgewachsen und der Stadt sehr verbunden. In seiner Freizeit als Spieler und Trainer auf den Fußball - und Tennisplätzen der Region zu finden.

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