26. Februar 2019, 15:25

Regionalpavillon ist fast fertiggestellt

Die Vertreter der Landkreise haben sich bei einem gemeinsamen Termin den Regionalpavillon und die nun erreichbare Aussichtsplattform angesehen. Bild: Natur in Wassertrüdingen 2019 GmbH
Am 24. Mai 2019 beginnt die Gartenschau der Heimatschätze in Wassertrüdingen. Im Zuge dessen wurde auch nun auch dem Übergang von der Stadt in die Natur mehr Kontur gegeben. Ein neues Gebäude mit einer markanten Optik bildet nun das Gelenk zwischen Landschaft und Stadt. Jetzt wurde auch die Treppe zur oberen Etage eingebaut.

Begonnen haben die Planungen mit dem Landschaftsarchitekten Maik Böhmer. Dieser hat festgestellt, dass der Übergang von der Stadt in die Natur viel zu konturlos scheint. Wo die Stadt aufhört und die Landschaft beginnt, war nicht erkennbar. Das alte Lagerhaus, das sich an ebenjenem Standort des jetzigen Pavillons, befand, war mehr ein Fremdkörper als eine Bereicherung für das Stadtbild. Ein Bürgerentscheid sorgte schließlich für den Abriss des Lagerhauses aus der Nachkriegszeit. Der Weg war frei für einen neuen „Eingang“ in die Stadt. Inspiriert von der Vergangenheit Wassertrüdingens – hier gab es früher auch ein Stadttor in südlicher Richtung – wurde ein Gebäude vom Berliner Büro Hütten & Paläste Architekten entworfen, das den Torcharakter und die für Franken prägenden Scheunenbauten wiederspiegeln sollte.

Gelenk zwischen Landschaft und Stadt

Das markante Gebäude, mit einer Grundfläche von rund 100 Quadratmetern, das nun am Ufer der Wörnitz - das Gelenk zwischen Stadt und Landschaft bildet, bleibt den Bürgern auch langfristig erhalten. In den 108 Tagen Gartenschau teilen sich die Landkreise Ansbach, Weißenburg-Gunzenhausen und Donau-Ries die ebenerdige Etage des Pavillons für die Vorstellung der gesamten Region. „Drei, die Landkreise verbindende Themen wurden gefunden, die das Programm bestimmen werden: Kunst und Kultur, Natur und Freizeit sowie Kulinarische Genüsse.“ erklärt Stefanie Regel, vom Regionalmanagement Ansbach. „Die Menschen der Region präsentieren sich dort für die Besucher in ihren Vereinen oder Gruppen mit ihren Traditionen. Das begeistert hoffentlich nicht nur Einheimische, sondern auch die zahlreichen Besucher“, hofft Peter Schubert, Geschäftsführer der Natur in Wassertrüdingen GmbH. Auf den oberen Etagen erwartet die Gartenschau-Besucher eine Ausstellung über das Leben an und in der Wörnitz, sowie die Fischwirtschaft. Die Europäische Union fördert über den Meeres- und Fischereifonds 80% der Baukosten des Gebäudes.

Pavillon bleibt als Treffpunkt erhalten

Nach der Gartenschau bleibt der Pavillon weiterhin ein Treffpunkt für die Menschen der Landkreise. „Das Gebäude dient dann immer noch als Aussichtspavillon, kann aber zudem durch Vereine wie z.B. den Fischereiverein oder touristische Veranstaltungen genutzt werden“, erläutert Peter Schubert.

Der Einbau der Treppe zur oberen Etage wurde von den zu einem Pressetermin eingeladenen Vertretern der Landkreise sogleich genutzt, um einen umschweifenden Blick auf die Landschaft und die Stadt zu werfen. Von den Plattformen aus, die höchste ist in etwa sieben Metern Höhe, hat man einen wunderbaren Blick - auf den Oettinger Forst, das Wörnitztal, den Hesselberg bis zum Hahnenkamm, aber auch die Altstadt kann man von dort betrachten. Das rund 475.000 Euro teure Gebäude sei „ein richtiger Hingucker“ geworden, so Thomas Merkel vom Landkreis Ansbach. Nun, wo das Gebäude nahezu fertiggestellt ist, ziehen die Landkreise besonders tatkräftig an einem Strang, um den Besuchern der Gartenschau 108 Tage lang dann auch ein tolles Programm zu bieten.(dra)