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26. November 2020, 08:27

So wird nachhaltig und ökologisch gebaut

Bild: Stock.Adobe.com © Bruno
Nachhaltiges Bauen ist vielen Menschen schon beim Hausbau sehr wichtig. Hierbei gibt es viele Möglichkeiten wie man nicht nur umweltbewusster bauen, sondern auch den Garten und Grünanlagen pflegen kann.

Energiesparen fängt schon bei der Bauweise an, um etwas zur Energiewende beizutragen. Um möglichst effizient zu heizen, sollte vor allem die Dämmung der Immobilie stimmen. Dazu gehören Dämmung der Außenwände, des Daches, des Kellers sowie der Fenster. Um die neuesten Standards für ein KfW-Effizienzhaus zu erfüllen und sich Fördermittel der KfW zu sichern, müssen einige Auflagen erfüllt sein.

KfW-Förderprodukte für den Hausbau nutzen

Die KfW bietet privaten Bauherren und Unternehmungen maßgeschneiderte Fördermöglichkeiten, um unter Berücksichtigung des Umweltschutzes Energie effizient zu bauen/zu sanieren. Wer sich beispielsweise für energieeffiziente Neubauten entscheidet, kann auf verschiedene Tilgungszuschüsse im Vorderkredit in Abhängigkeit des Energiebedarfs hoffen.

Baumaßnahmen für die Energieeffizienz: das ist möglich

Die förderfähigen Maßnahmen rund um die eigene Immobilie können äußerst vielfältig sein. Dazu gehören beispielsweise hochwertige Fenster, eine effiziente Heizungsanlage, Sonnenschutz und sommerlicher Wärmeschutz, eine Fotovoltaik-Anlage oder die Dämmung der Außenwände.

Hausbau mit umweltgerechten Materialien

Wer umweltgerechte Materialien für seinen Hausbau einsetzen möchte, kann beispielsweise auf den Naturstoff Holz zurückgreifen. Es besitzt nicht nur eine enorme mechanische Festigkeit, sondern bietet auch zahlreiche weitere Vorteile:

1. Holz sorgt für gutes Raumklima

Holz ist ein Naturstoff und atmet. Das bedeutet, Holz sorgt für einen Austausch von warmer und kalter Luft, reguliert auf angenehme Weise das Raumklima. Viele schätzen auch die behagliche Atmosphäre, den Holz verströmt seinen ganz eigenen Geruch.

2. Holz ist ein nachwachsender Rohstoff

Ein wesentlicher Vorteil des Baustoffes Holz ist die Qualität als nachwachsender Rohstoffe. Vor allem im Nachbarland Österreich liefert sie künstlich 1 m³ Holz, sodass für ständigen Nachschub gesorgt ist. Wer sich für Holz aus seiner Region unterscheidet, spart zusätzlich CO2 durch unnötige Transportwege ein.

3. Holz kann Bauen preisgünstiger machen

Ein wirtschaftlicher Faktor beim Bauen mit Holz ist ebenfalls nicht außer Acht zu lassen: Das Material besitzt eine enorme Tragfähigkeit, trotz geringem Eigengewicht. Damit brauchen Bauherren bei der Verwendung von Holzbauelementen geringere Fundamente, was natürlich platz- und kostensparend ist.

Diese Materialien sollten umweltbewusste Bauherren meiden

Wer unter ökologischen Aspekten bauen möchte, sollte bei der Auswahl seiner Materialien genauer hinschauen. Viele Baustoffe, vor allem Fertigteile, enthalten häufig Lösungsmittel oder Schwermetalle, welche natürlich nicht ökologisch sind.

Auch bei der Farbgestaltung gibt es mittlerweile umweltfreundliche Alternativen. Lösungsmittelfreie Form lassen die Wände auch ohne umweltbedenkliche Inhaltsstoffe erstrahlen und bieten viel Spielraum für Gestaltungsideen.

Tipp: der Allrounder für Bauherren: Kork

Ein Baustoff, der in den letzten Jahren immer mehr Popularität erlangte, ist Kork. Das Naturprodukt bietet unzählige Möglichkeiten für umweltbewusste Bauherren: Korkböden, Dämmstoffe, Gestaltungselemente. Vor allem die Wärmedämmung ist besonders interessant. In Deutschland noch nicht weit verbreitet, aber in Portugal bereits gängig. Korkplatten werden an die Hausfassade angebracht und sorgt dort für optimale Wärmedämmung und Wasserabweisung.

Kork für die äußere Dämmung ist nicht nur effizient, sondern auch optisch ein echter Hingucker. Die Platten werden anders als andere Dämmstoffe nicht verputzt, sondern verbleiben in aufregend grau-beiger Optik an der Hausfassade.

Korkböden für den Innenbereich

Nicht nur für die Dämmung außen, sondern auch für echtes Wohlfühlgefühl im Innenbereich eignen sich Korkböden. Das Material versprüht nicht nur Wärme und eine erdverbundene Optik, sondern bietet auch ein angenehmes Gefühl beim Betreten. Es gibt bei den Schritten leicht nach und ist damit längst nicht so hart und kühl wie Laminat oder Fliesenböden.

Noch dazu bietet Kork eine enorme Schalldämmung, sodass laute Schrittgeräusche kaum hörbar sind. Durch die Elastizität der Korkböden wird auch der eigene Bewegungsapparat entlastet, denn Kork federt bei den Schritten Rücken schonend nach und schon damit die Wirbelsäule.

Kork für Dekorationen vielseitig einsetzbar

Die wohlig-warme und gemütliche Atmosphäre, die das Naturmaterial verströmt, findet sich auch in unzähligen Dekomöglichkeiten für den Innenbereich wieder. Wer möchte, kann beispielsweise eine Pinnwand aus Kork in die Küche, den Flur oder das Kinderzimmer hängen, um an ihr umweltschonend Notizen und Ideen zu sammeln.

Aus Kork gibt es mittlerweile auch kleine Tische, Hocker oder Dekoelemente aus naturbelassener Korkrinde. Wer möchte, kann sogar selbst kreativ werden und den Naturstoff verwenden. Beim nächsten Mal einfach die Korken der Weinflasche sammeln und daraus individuelle Depotobjekte für die persönliche Note im ökologischen Look zaubern.

Bild: Stock.Adobe.com © Thierry RYO

Umweltschutz rund ums Haus: So gelingt es mit Garten und Grünanlagen

Bauherren können sich nicht nur bei der Wahl der ökologischen Baumaterialien für den Umweltschutz einsetzen, sondern auch bei der Gestaltung ihrer Außenanlagen. Wer beispielsweise Regenwasser aus Zisternen nutzt oder eine Sickeranlage für das Regenwasser integriert, kann nicht nur Wasserkosten sparen, sondern auch zum natürlichen Wasserkreislauf beitragen.

Nachhaltigkeit und Naturschutz werden mittlerweile auch in vielen Gemeinden stärker gelebt und so engagieren sich Bürger für mehr Grün in ihrer Wohngegend und schützenswerte Flora und Fauna. Wer beispielsweise auf den klassischen Schottergarten verzichtet und stattdessen auf ein Grünanlagenkonzept setzt, tut viel für den Umweltschutz vor der eigenen Haustür.

Der Schottergarten sieht nicht nur leblos aus, sondern ist bei der Anlage häufig auch kostenintensiv. Insekten finden auf dem Beton und den Steinen keine Möglichkeit, um Pollen zu sammeln oder sich in der Morgensonne auszuruhen. Um etwas für die Umwelt zu tun, kann es auch das Blütenmeer vor der eigenen Haustür sein.

Blüten und Grün für Insekten

Es ist, mit der Auswahl der richtigen Pflanzen, pflegeleicht und wunderschön anzusehen. Die Kombination der richtigen Zwiebeln und Stauden sorgt dafür, dass der Garten fast ganzjährig in tollen Farbtupfern erstrahlt. Im Frühjahr strecken sich beispielsweise Krokusse, Narzissen oder Tulpen der Sonne entgegen und laden die ersten Insekten zum Verweilen ein.

Im Sommer blühen dann Rosen und andere Sträucher und im Herbst sorgen Haargebote und Sanddorn für echte farbliche Hingucker. Ein vielfältig gedeckter Tisch für Bienen, Vögel und andere Kleintiere. Wer das Laub im Herbst nicht vollständig vom Rasen entfernt, bietet beispielsweise auch Igeln eine schützende Zuflucht.

Tipp: pflegeleichte Bodendecker pflanzen

Wer mit seinem Garten nicht wie Aufwand haben möchte, kann Bodendecker pflanzen. Der Vorteil: Sie sehen nicht nur schön aus, sondern bieten auch keinen Platz für Unkraut. Besonders schön und genügsam sind: Fetthennen, Polsterdost oder Steinbrech.

Ideal sind sie auch für Plätze, an denen wenig Wasser zur Verfügung steht oder die Sonne kaum scheint. Bei der Pflege der Bodendecker ist aber, gerade im Herbst, Vorsicht geboten. Hier nisten häufig Igel und andere Kleintiere, um sich für den Winterschlaf vorzubereiten. Wer die Bodendecker ausdehnen möchte, sollte deshalb nicht mit elektrischem Gerät agieren, sondern manuell schrittweise mit einer Harke oder einer kleinen Hacke arbeiten.

Toll für Vögel sind größere Sträucher, beispielsweise Ziergräser. Sie bieten nicht nur optimalen Sichtschutz, sondern sind auch äußerst genügsam. Einmal eingepflanzt, wachsen sie ohne großes Zutun in die Höhe und bieten schon bald Heimat für Vögel und Insekten.

Kräuter selbst ziehen und Schädlingsbekämpfung biologisch vornehmen

Umweltschutz und leckere Küche, beides geht im eigenen Garten. Einige Kräuter sind besonders effektiv bei der Schädlingsbekämpfung. Dazu gehören Basilikum, Lavendel oder Salbei. Ihr starker Geruch vertreibt vor allem die Schädlinge am Gemüse. Zusätzlich sind die Kräuter auch eine tolle Ergänzung in der eigenen Küche. Ein paar Basilikumblätter auf den Tomaten versprühen beispielsweise ein italienisches Flair. Lavendel duftet nicht nur herrlich, sondern wirkt auch beruhigend und sieht als Farbtupfer in jeder wunderschön aus.