14. Januar 2017, 10:01

Was kann der Einzelne zur Energiewende beitragen?

Energiesparlampen können beim Stromsparen helfen. Bild: Pixabay
Die Energiewende ist ein Krftakt für ganz Deutschland. Dabei geht es aber nicht nur um die Umrüstung auf regenerative Energien, sondern auch um Potenzial, das wir beim Energieverbrauch einsparen können.
Das Potenzial der Energie, die im Haushalt eingespart werden kann, liegt bei etwa 20 % wenn man auf moderne Geräte umrüstet. Allein bei einem energiesparenden Kühlschrank kann der Verbraucher bis zu 75 % Energie einsparen. Nach 15 Jahren hat man nicht nur den neuen Kühlschrank abbezahlt, sondern auch noch 200 Euro Stromkosten gespart. Wie im Kleinen die Privathaushalte, arbeiten auch die Firmen daran den Energieverbrauch zu senken. Ein Beispiel ist die Firma Märker aus Harburg. Zur Produktion von Zementklinker wird eine Temperatur von rund 1450° Celsius benötigt. „Die Senkung des Energieverbrauches ist eines unserer Unternehmensziele , heißt es von der Geschä ftsleitung. „Wir haben ein zerti fiziertes Energiemanagementsystem unter dessen Leitung alle Maßnahmen koordiniert werden. Dazu gehören zum einen Brennsto ffe für den Ofen, zum anderen aber auch Maßnahmen in den Firmengebäuden. Aktuell läuft ein Projekt, dass die Heizung in den gesamten Werkstätten auf Abwärme umstellt.
Energetische Sanierung
Unter einer energetischen Sanierung versteht man die Verringerung des Energieverbrauches für Heizung und Warmwasserbereitung durch bauliche Maßnahmen. Die erzeugte Energie sollte dabei möglichst nachhaltig gewonnen werden. Ansätze, die uns Wolfgang Köster, Energieberater  des Maler- und Lackiererhandwerks und Fassadenplaner, näher erklärt hat: Erstens sollten durch Dämmmaßnahmen an der gesamten Gebäudehülle (Fassade, Dach, Fenster und Türen, Kellerdecke) Wärmeverluste reduziert werden. Die immer wieder ins Feld geführte Schimmelgefahr bei derart renovierten Häusern ist unbegründet und aus physikalischen Gründen nicht nachvollziehbar. Ein angenehmer Nebene ffekt der Sanierung ist ein behagliches Raumklima, da die Außenwände deutlich geringer auskühlen. Zweitens sollte man die Heizung optimieren und auf erneuerbare Energien, wie beispielsweise Pellets, Hackschnitzel, oder auch auf Solarthermie umstellen. Zu beachten ist, dass alle Sanierungsmaßnahmen individuell geplant und mangelfrei ausgeführt werden. Um Deutschland unabhängiger von Energieexporten zu machen ist die Verringerung des Primärenergieverbrauches ein Staatsziel und es werden energetische Sanierungsmaßnahmen durch verschiedene Förderprogramme unterstützt.
Stromspartipps
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[tie_slide] STAND-BY-VERLUSTE VERMEIDEN 
TV- und Videogeräte, Mikrowellen mit Zeitanzeige, Ladegeräte und Espressomaschinen – all diese Geräte verbrauchen auch dann Strom, wenn sie eingesteckt sind, aber nicht benutzt werden. Dadurch summiert sich der Verbrauch solcher Geräte in einem Durchschnittshaushalt auf rund 450 KW/h im Jahr. Das entspricht etwa 125 Euro. Experten empfehlen, die Geräte direkt vom Netz zu nehmen oder Steckdosenleisten mit einem Ein- und Ausschalter zu verwenden.[/tie_slide]
[tie_slide] EFFIZIENTE BELEUCHTUNG 
Auch durch den Austausch von Lampen kann man sich viel Geld sparen. Herkömmliche Glühlampen verbrauchen bei einer normalen Brenndauer von 1000 Stunden im Jahr ca. 17 Euro. LED-Lampen verbrauchen bei gleicher Brenndauer nur rund 3 Euro im Jahr.[/tie_slide]
[tie_slide] HEIZUNGSPUMPE TAUSCHEN 
Wisst ihr, was euer größter Stromverbraucher ist? Das ist in vielen Haushalten die Heizungspumpe. Sie hat eine Leistung von etwa 125 Watt und verbraucht damit bis zu 625 kW/h. Daraus ergeben sich Kosten von etwa 175 Euro im Jahr. Moderne Heizungspumpen benötigen nur ein Zehntel der Leistung und damit auch nur Kosten von etwa 20 Euro im Jahr. Mit einer Investition von 300 Euro rechnet sich der Austausch bereits nach zwei Jahren.[/tie_slide]
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Wärmespartipps
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[tie_slide] RICHTIGES LÜFTEN 
Richtiges Lüften hat gleich zwei positive Effekte. Es spart Energie und verhindert Schimmelbildung. Am besten öffnet man im Winter die Fenster zwei Mal täglich für jeweils zehn Minuten. So findet ein kompletter Luftaustausch statt, ohne dass Möbel und Wände komplett auskühlen.[/tie_slide]
[tie_slide] HEIZKÖRPER FREIHALTEN
Häufig sind Heizkörper hinter Möbeln oder Gardinen versteckt. Das bedeutet, die Wärme kann sich nicht richtig im Raum verteilen. Deshalb sollten Heizkörper freigehalten werden.[/tie_slide]
[tie_slide] ENTLÜFTEN VON HEIZKÖRPERN
Erstes Indiz dafür, dass ein Entlüften vonnöten ist, ist wenn die Heizkörper anfangen zu gluckern oder nicht mehr richtig aufheizen. Dies bedeutet nämlich, dass zu viel überschüssige Luft im Inneren ist. Idealerweise werden Heizungen einmal jährlich entlüftet, am besten, bevor die Heizperiode beginnt. Um immerhin 15 Prozent können Verbraucher ihre Heizkosten dadurch senken.[/tie_slide]
[tie_slide] FENSTER UND TÜREN ABDICHTEN 
Zieht es, nimmt die Zugluft warme Luft mit nach draußen. Die besten Fenster und Türen nutzen nichts, wenn der Rahmen undicht ist. Mit Dichtungen und Zugluftstoppern kann man hier viel gewinnen.[/tie_slide]
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Matthias Stark
Matthias Stark , Donau-Ries-Aktuell

Geschäftsführer und Gründer. Immer direkt vor Ort wenn etwas passiert, auch in der Nacht. Verantwortlich für den Anzeigenvertrieb. Bespricht dienstliches gerne bei einem Arbeitsessen. Katzenliebhaber. Hat ein Faible für antike Holzmöbel. Bringt Tochter und Hund gerne mit ins Büro.

Telefon: 0 90 80/9 23 92-10