13. Oktober 2020, 13:17

Nachhaltigkeit und Naturschutz unter bewährter Führung

Baumschneidekurs des Heimat- und Verschönerungsvereins Auhausen. Bild: R.Kaußler
„Nachhaltigkeit und Naturschutz“ ist seit einigen Jahren in aller Munde. In der Nordrieser Gemeinde Auhausen werden derartige Begriffe bereits seit über sechs Jahrzehnten „gelebt“.

Der Heimat- und Verschönerungsverein Auhausen, ein äußerst aktiver Zusammenschluss aus der „Gattung“ der Gartenbauvereine, ist nicht nur einer der mitgliederstärksten Vereine im Kreisverband Donau-Ries. Bereits seit der Gründung im Jahr 1959 werden vielfältige Projekte im Ehrenamt betreut, wie beispielsweise Rasen- und Heckenpflege auf Gemeindeflächen, Baumschneideaktionen, Aus- und Fortbildungen für die Gemeindebürger und Denkmalpflege; aber auch Flurumgänge und gesellige Veranstaltungen gehören zum Repertoire des Vereins.

Auf Initiative junger Vereinsmitglieder ist in den vergangenen Tagen ein weiterer Meilenstein der Vereinsgeschichte gesetzt worden: Die Belebung einer neuen Vereinssparte „Naturschutz“. Nach einer Begrüßung durch 1. Vorsitzenden Karl-Heinz Beck sowie Bürgermeister Martin Weiß ging es unter Leitung von Johannes Thum vorrangig darum, den 20 Interessierten die Wünsche und Ziele der Organisatoren vorzustellen. „Kleine Projekte mit großer Wirkung“ war hierbei das Motto. So ist für das neue Jahr ein „Kalender mit jahreszeitlich angepassten Aufgaben“ angedacht. Aus der Runde kommen bereits erste Vorschläge, wie etwa Nistkästen und Insektenhotels bauen und aufhängen, neuerliche Bauschneideaktionen, Blühflächen betreuen und an der Gestaltung des Ortsbildes mitwirken. Auch nehmen Anregungen zum „Einbinden“ der jungen Dorfbevölkerung einen breiten Raum ein sowie der Hinweis auf die Verantwortlichkeit, die aus den Aktionen entstehen: „Es muss einfach passen“. Nicht zuletzt aus der Erfahrung heraus, dass vor einigen Jahren noch Steingärten einen großen Stellenwert eingenommen haben, inzwischen jedoch fachlich kritisch bewertet werden.

Bürgermeister Weiß appelliert ausdrücklich, dass zur Nachhaltigkeit auch gehöre, „keine Hauruck-Projekte für die eine kleine Gruppe anzugehen, sondern Naturschutz im kleinen Rahmen“ auf den Weg zu bringen. Gerne solle an die Zusammenarbeit mit benachbarten Organisationen und Fachgruppen gedacht werden, die aus ihrer Erfahrung berichten und Fachreferenten bereitstellen könnten. Aber insbesondere die Zusammenarbeit aller örtlichen Vereine ist ein zentraler Aspekt für einprägende und langlebige Projekte, die unter dem „fachlichen Dach“ des alteingesessenen Heimat- und Verschönerungsvereins von Auhausen bleiben sollen. „Wenn wir einen Interessenkreis zusammenbringen, wird das Geplante anlaufen und von Anfang an mit überschaubarem Aufwand viel zu erreichen sein, aber auch für alle Altersgruppen etwas dabei sein“, so das Schlusswort. (pm)