Gastronomie

Bubs Strandbar und Starclub eröffnen gemeinsam am Alten Donauhafen

Bild: Luftbild Stadt Donauwörth / Dietz
Die Stadt Donauwörth hat entschieden: Die Betreiber von „Bubs Strandbar“ aus Harburg und des Donauwörther Starclubs dürfen ab Mai ein neues Gastrokonzept am Alten Donauhafen umsetzen.

Erst wenige Wochen sind vergangen, seit die Stadt Donauwörth mit der Suche nach einem Pächter für den Alten Donauhafen begonnen hat. Dabei betrat die Stadt auch Neuland: Noch nie zuvor wurde ein städtisches Grundstück gezielt für einen längeren Zeitraum und an eine Gastronomie verpachtet.

Bereits ab dem 1. Mai wird sich dies jedoch ändern, denn inzwischen steht fest, welches Konzept den Zuschlag erhalten hat. Den Zuschlag erhielt ein Trio bestehend aus dem Starclub Donauwörth mit Stefano Messina und Tom Höpfner, der Bubs Strandbar aus Harburg mit Pierre Proschek sowie dem DanuBIO Donau-Resort mit Michael Öhlhorn. Im Rahmen dieser Kooperation ist vorgesehen, dass die Hauptgeschäftsführung sowie der operative Betrieb federführend von den Teams des Starclubs und der Bubs Strandbar übernommen werden. Beide Partner bringen ihre langjährige Erfahrung in Gastronomie, Eventbetrieb und saisonalen Konzepten ein. DanuBIO wird eher im Hintergrund agieren und – sofern möglich – die Bereiche Events, Übernachtung, Wassersport und Sauna im Team unterstützen.

Für Messina ist das Projekt die Fortsetzung einer länger gereiften Idee: „Als wir den Starclub im vergangenen Jahr eröffnet haben, war bereits in meinem Kopf, dass wir uns in Zukunft auch erweitern könnten – zumindest dann, wenn sich etwas Passendes ergibt“, sagt er. Ursprünglich sei diese Idee allerdings „weit in die Zukunft gedacht“ gewesen. Mit der Ausschreibung für den Donauhafen habe sich das schlagartig konkretisiert: „Sofort war die Vision da: eine kleine Bar, eine Ape, vielleicht ein Hutkonzert – und Menschen, die am Wasser flanieren.“

Konzept zwischen Improvisation und Ausbau

Viel Zeit blieb für die Ausarbeitung dieser Idee nicht. Innerhalb von nur sieben Tagen musste ein vollständiges Konzept inklusive Businessplan vorgelegt werden. Schnell sei klar gewesen, dass das Projekt am besten gemeinsam funktionieren würde. „Ich kenne Pierre von der Bubs Strandbar ganz gut – da habe ich mir gedacht: Das müsste man doch zusammen machen“, erklärt Messina. Die unterschiedlichen Stärken zu bündeln und als Team anzutreten, sei der logische Schritt gewesen. „Die Bewerbung war dann schnell fertig und abgeschickt.“

Noch ist das Gelände am Alten Donauhafen allerdings weitgehend unerschlossen. Die Stadt übernimmt in den kommenden Wochen zunächst die grundlegende Infrastruktur wie Strom-, Wasser- und Abwasseranschlüsse. Alles Weitere liegt in der Hand der neuen Pächter. Diese setzen auf ein bewusst flexibles und schrittweise wachsendes Konzept. „Wir fangen klein an“, erklärt Messina. Geplant sei „auf keinen Fall ein reiner Kiosk“, sondern „eine Art Strandbar – ein Ort am Wasser, an dem man auch länger verweilen möchte“. Holzterrassen, Lichterketten und eine lockere Gestaltung sollen eine einladende Atmosphäre schaffen. Zum Start ist ein modularer Aufbau vorgesehen: „Wir werden wahrscheinlich mit einem verkleideten Gastraumcontainer – ähnlich wie in Harburg – starten, später kommt dann ein Toilettenwagen dazu“, so Messina. Klar ist aber auch: Viele konzeptionelle, organisatorische und strukturelle Details befinden sich aufgrund des engen Zeitfensters aktuell noch in der internen Abstimmung zwischen allen Beteiligten. 

Ambitioniertes Startdatum

Inhaltlich wollen die Betreiber auf eine Mischung aus Strandbar und unkomplizierter Gastronomie setzen. So soll es Bier, Spritz, Wein, Longdrinks und Softdrinks geben. Ergänzt werden soll das Angebot durch Snacks und – auf längere Sicht – auch durch ein nachmittägliches Angebot mit Kaffee und Kuchen. „Vieles davon soll selbst gemacht sein – so ein bisschen wie bei der Großmutter“, sind sich die neuen Pächter einig. Auch ein stärkerer Fokus auf regionale und biologische Produkte sei geplant. Perspektivisch seien zudem Frühstücksangebote und Antipasti denkbar.

Viele Ideen also – und nur wenig Zeit. Schließlich könnte laut Ausschreibung bereits ab dem 1. Mai gestartet werden. Die neuen Betreiber hoffen deshalb auch auf das Verständnis der Gäste in den ersten Wochen. „Unser Zeitplan ist schon sehr sportlich, da kommen die Feiertage um Ostern eher ungelegen“, erklärt Messina. Trotzdem sei die Vorfreude groß, hier „etwas zu schaffen, das sich auf Sicht zu einem lebendigen Treffpunkt in Donauwörth entwickelt“. Parallel zu den aktuellen Planungen finden derzeit die ersten Gespräche und Abstimmungsprozesse mit der Stadt statt, um die Rahmenbedingungen, Anforderungen und Entwicklungsmöglichkeiten des Projekts gemeinsam zu konkretisieren. Michael Öhlhorn erklärt dazu: "Ziel der Kooperation ist es, ein abgestimmtes und nachhaltiges Gesamtkonzept zu entwickeln, das sowohl die Stärken der einzelnen Partner bündelt als auch die lokalen Gegebenheiten optimal berücksichtigt."

 

Redakteur. Schreibt bei uns für Online und blättle. Ist in Donauwörth geboren und aufgewachsen und der Stadt sehr verbunden. In seiner Freizeit als Spieler und Trainer auf den Fußball - und Tennisplätzen der Region zu finden.

Telefon: 0906 / 977 598 - 25

toesterer@donau-ries-aktuell.de