In einer Partie, in der die Hausherren ein deutliches Chancenplus verzeichneten, avancierte Michael Knötzinger per Foulelfmeter zum Matchwinner.
Rains Cheftrainer Dominik Bobinger veränderte seine Startformation im Vergleich zum spektakulären 4:3-Erfolg in Manching lediglich auf einer Position: Für sich selbst beorderte er Fabian Ott in die erste Elf.
Die Tillystädter dominieren das Spiel
Nach einer kurzen Abtastphase übernahm der TSV Rain das Kommando. In der 18. Minute hatte Eric Adam die Führung auf dem Fuß, scheiterte jedoch im Eins-gegen-Eins am glänzend reagierenden Gästekeeper und Ex-Rainer Kevin Schmidt. Die Gäste aus Aindling kamen nur sporadisch vor das Gehäuse von Sandro Scherl. Die größte Chance zur Führung für den TSV Aindling vergab Leon Göttinger (24.), dessen Schuss aus kurzer Distanz von Scherl mit einem Reflex zur Ecke abgewehrt wurde. Die Antwort der Tillystädter folgte prompt: Erst zwang Fatlum Talla (28.) Kevin Schmidt mit einem Fernschuss zu einer Parade, wenig später war Talla nur noch durch ein Foul zu stoppen. Nico Gastl brachte den Rainer Offensivmann im Strafraum unsanft zu Fall. Schiedsrichter Luca Schultze zögerte keine Sekunde und zeigte auf den Punkt. Michael Knötzinger übernahm die Verantwortung und verwandelte den fälligen Elfmeter in der 35. Minute souverän flach ins rechte Eck zum 1:0. Kurz vor dem Pausenpfiff entwickelte sich ein offener Schlagabtausch: Zunächst parierte Scherl (44.) gegen den frei durchgebrochenen Laurin Völlmerk, im direkten Gegenzug scheiterte Dennis Lechner nach einem Solo am Fuß von Kevin Schmidt. Mit einer 1:0-Führung für die Hausherren ging es in die Halbzeitpause.
Auch in der zweiten Halbzeit können die Gäste nicht überzeugen
Auch nach dem Seitenwechsel blieb Rain die spielbestimmende Mannschaft. Fatlum Talla aus 10 Meter verpasste es jedoch, den Sack vorzeitig zuzumachen. Während Aindling zwar um einen geordneten Spielaufbau bemüht war, fehlte im letzten Drittel die nötige Durchschlagskraft gegen eine sattelfest stehende Rainer Defensive. In der Schlussphase konterte der TSV Rain die nun aufrückenden Gäste mehrfach klassisch aus, doch sowohl der eingewechselte Robin Böhm als auch Dennis Lechner ließen beste Gelegenheiten ungenutzt. Dass sich der Chancenwucher am Ende nicht rächte, lag an der Harmlosigkeit der Gäste-Offensive, die bis zum Schlusspfiff keine zwingende Ausgleichschance mehr kreieren konnte. Der Sieg für den TSV Rain geht aufgrund der Spielanteile und der Qualität der Torchancen absolut in Ordnung. Während Rain den Blick in der Tabelle weiter nach oben richten kann, mangelte es Aindling heute an offensiver Inspiration.
Trotz Sieg zieht Rains Trainer keine rein positive Bilanz
Rains Cheftrainer Dominik Bobinger zog nach der Partie ein gemischtes Fazit. Zwar freue er sich über die „sehr verdienten drei Punkte im Derby“ und die Tatsache, dass die Defensive stabil stand, doch die Anzahl der vergebenen Torchancen ärgerte den Coach: „Wir haben das Spiel unnötig lange offen gehalten. Die Art und Weise, wie wir beste Möglichkeiten vergeben haben, war teilweise kläglich“, so Bobinger kritisch. Trotz der mangelnden Effizienz blickt er positiv nach vorne: „Wir bereiten uns jetzt konzentriert auf Niedersonthofen vor, um auch dort wieder ohne Gegentor die volle Punktausbeute einzufahren.“
Für die Vereine spielten:
TSV Rain: Sandro Scherl, Jannik Schuster, Paul Schmidt, Fabian Ott, Michael Knötzinger, Fatlum Talla (64. Tino Joerss), Eric Adam (80. Robin Böhm), Lukas Müller, Laurin Bischofberger, Maximilian Schmidt, Dennis Lechner (90. Dominik Bobinger) - Spielertrainer: Dominik Bobinger
TSV Aindling: Kevin Schmidt, Patrick Stoll, David Burghart, Marco Ruppenstein, Anton Schöttl, Moritz Wagner, Nico Gastl (61. Ibrahim Neziri), Jonas Müller, Leon Göttinger (75. Nico Baumeister), Laurin Völlmerk, Markus Kugler (85. Luca Gießer) - Trainer: Florian Fischer
Schiedsrichter: Luca Schultze (München)
Zuschauer: 300
Tore: 1:0 Michael Knötzinger (35. Foulelfmeter)