In der konstituierenden Sitzung des Oettinger Stadtrats gab es am Dienstag eine Neuerung. In der Legislaturperiode 2026 bis 2032 gibt es neben dem Ersten Bürgermeister Thomas Heydecker (SPD) zwei Stellvertreter. Als Zweiter Bürgermeister fungiert Markus Eisenbarth (CSU/FW), mit Rebecca Heller stellt die SPD nun die Dritte Bürgermeisterin. Während Markus Eisenbarth ohne Gegenkandidaten einstimmig gewählt wurde, setzte sich Rebecca Heller mit 13:6 Stimmen gegen Peter Bauer (PWG) durch.
Thomas Heydecker warb vor der Wahl bereits dafür, dass der Stadtrat sich ebenfalls für einen weiteren Stellvertreter ausspricht. „Mein Stellvertreter und ich können nicht alle Termine wahrnehmen, zu denen wir eingeladen sind. Ich fände es jedoch schön, wenn jeweils ein Vertreter der Stadt Oettingen anwesend wäre.“
Reaktion der Fraktionen auf einen 3. Bürgermeister
Zuspruch bekam er dabei von den Fraktionen der CSU/FW, der SLO und der SPD.
- Fabian Schäff (CSU/FW): „Ursprünglich war unsere Fraktion der Meinung, dass wir keine zwei Stellvertreter benötigen. Nach Gesprächen mit anderen Fraktionen können wir das aber so mitgehen.“
- Bernhard Raab (SLO): „Unsere Fraktion kann dem zustimmen. Wir haben es oft in den Stadtteilen erlebt. Wenn kein Bürgermeister oder Stellvertreter anwesend ist, werden die Anliegen oft nicht entsprechend weitergetragen.“
- Robin Bhattacharyya (SPD): „Mit den steigenden Veranstaltungen und den daraus entstehenden Verpflichtungen halten wir es für durchaus sinnvoll, einen dritten Bürgermeister zu installieren.“
Nicht überzeugt von der Idee eines weiteren Stellvertreters waren die PWG und die Grünen.
- Katharina Kaufmann (PWG): „Das kommt zu einem schlechten Zeitpunkt. Wir haben den Haushalt verabschiedet und da heißt es sparen, sparen, sparen. Da wäre es ein schlechtes Zeichen, nun einen dritten Bürgermeister zu benennen.“
- Natalie Guthy-Reuter (Grüne): „Es geht gar nicht darum, wie viel das kostet. Vielmehr geht es um das Signal nach außen, dass wir eigentlich auf einen dritten Bürgermeister verzichtet haben.“
Die Teilnehmer der Ausschüsse
Später wurden die Ausschüsse besetzt. Wie bisher gibt es wieder sechs Ausschüsse mit sechs Mitgliedern. Während die CSU/FW jeweils zwei Stadträte in die Ausschüsse entsendet, sind die anderen Fraktionen mit jeweils einem Vertreter repräsentiert.
- Hauptausschuss: Fabian Schäff und Klaus Winter (CSU/FW), Georg Wiedemann (SPD), Bernhard Raab (SLO), Rudolf Oesterle (PWG), Natalie Guthy-Reuter (Grüne)
- Finanzausschuss: Fabian Schäff und Erwin Taglieber (CSU/FW), Robin Bhattacharyya (SPD), Helmut Schmidt (SLO), Rudolf Oesterle (PWG), Stefan Ott (Grüne)
- Ausschuss für Bau, Verkehr und Umweltangelegenheiten: Günther Lämmermeier und Klaus Winter (CSU/FW), Thomas Obel (SPD), Martin Löffler (SLO), Katharina Kaufmann (PWG), Natalie Guthy-Reuter (Grüne)
- Ausschuss für Kultur, Tourismus, Veranstaltungen und Innenstadtentwicklung: Markus Eisenbarth und Armin Sailer (CSU/FW), Martina Krommrei (SPD), Kevin Gerstberger (SLO), Peter Bauer (PWG), Natalie Guthy-Reuter (Grüne)
- Ausschuss für Kinder, Jugendliche, Familien und Senioren: Markus Eisenbarth und Armin Sailer (CSU/FW), Rebecca Heller (SPD), Kevin Gerstberger (SLO), Katharina Kaufmann (PWG), Stefan Ott (Grüne)
- Rechnungsprüfungsausschuss: Markus Eisenbarth und Günther Lämmermeier (CSU/FW), Thomas Obel (SPD), Kevin Gerstberger (SLO), Peter Bauer (PWG), Stefan Ott (Grüne)