Wie prägt unsere Kultur unser Handeln? Welche Erwartungen werden in unserer Gesellschaft an verschiedene Rollen formuliert? Wie wirken kulturelle Codes auf unseren Alltag? Und warum sind tradierte Rollenbilder wirklich hartnäckig? Mit diesen und noch viel mehr Fragen beschäftigte die Kulturwissenschaftlerin Theresa Ulbricht die Schülerinnen und Schüler der 12. Jahrgangsstufe des Theodor-Heuss-Gymnasiums Nördlingen.
Im Rahmen des Fachs Politik und Gesellschaft hielt sie einen Vortrag mit dem Titel „Codebreaking Culture“, in dem sie nicht nur theoretische Grundlagen zu den Rollenbildern darlegte, sondern auch die jungen Erwachsenen mit ihrer mitreißenden Art zum Mitdenken anregte. Theresa Ulbricht machte dabei deutlich, dass aufgrund von Prägung jeder Mensch die Realität anders wahrnimmt und dass die Sozialisation bei jedem ein anderes Verhältnis von Natur und Kultur hervorruft.
Ziel: Über Rollenbilder nachdenken
Dabei wird jeder Mensch in seinem Handeln von kulturellen Codes geleitet, auch in Bezug auf die verschiedenen Rollenbilder, die in alle Lebensbereiche hinein wirken. Ziel des Vortrags war es dabei, die Schülerinnen und Schüler dazu anzuregen, über Rollenbilder und die damit verknüpften Erwartungen nachzudenken, starres Kategorisieren im Denken aufzubrechen und Verständnis für neue Rollenbilder zu entwickeln.
Mit ihrer lebendigen Art und einer lebensnahen Sprache fesselte die Referentin die gesamte Jahrgangsstufe, die höchst aufmerksam den Worten folgte und am Ende mit verschiedenen Fragen zu Zukunftsprognosen oder regionalen Ausprägungen zum Wandel der Rollenbilder das Wissen noch vertiefen wollte. (dra)