Veranstaltung

Den Wald fit für die Zukunft machen

Die Abgabe der Astholzlose im Stiftungswald erfolgt heuer direkt im Freihandverkauf. Bild: pixabay
Welche Maßnahmen sichern den Wald von morgen? Dieser Frage gingen Mitglieder der WBV Nordschwaben gemeinsam mit Fachleuten des AELF nach. Was dabei schnell klar wurde.

Wie kann man Waldbestände zukunftssicher in die nächste Baum-Generation überführen? Mit dieser Frage haben sich knapp 30 Mitglieder der Ortsgruppe der Waldbauernvereinigung (WBV) Nordschwaben gemeinsam mit WBV-Förster Phillip Gutmann und der Revierleiterin des Forstreviers Nördlingen, Pia Mayer, beschäftigt.

„Welche Verfahren gibt es?“, „Welches wird wann angewendet?“ sowie die jeweiligen Vor- und Nachteile – diese Fragestellungen beleuchtete die Revierleiterin am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF). Die Waldbesitzer sollten davor aber keine Angst haben, „denn nichts zu machen ist der schlechteste Weg“. Wichtig sei, dass der Waldbesitzer sich ein Ziel formuliere. Dies könne sehr individuell sein und hänge von vielen Faktoren ab: vor allem dem Standort, dem Altbestand und der jagdlichen Situation.

Tipps von den WBV-Förstern

Nahe von Lohe, einem Stadtteil von Oettingen, durften die Waldbesitzer eine waldbauliche Zeitreise machen: Vom geschlossenen Altbestand bis hin zum jungen Mischwald bestehend aus fünf Baumarten, die hauptsächlich aus Naturverjüngung stammten. Die Steuerung des Lichtes sowie die Jagd seien hier essenziell für die erfolgreiche Verjüngung. 

Die beiden Förster appellierten: „Nutzen Sie, wenn möglich, die Naturverjüngung. Diese wurzelt ungestört und kostet kein Geld.“ Zur Erweiterung der Baumartenpalette könne die Naturverjüngung mit Mischbaumarten ergänzt werden. Sei die Hauptbaumart im Altbestand nicht standortsgerecht oder zukunftssicher, könne man mit sogenannten Voranbauten eine andere Baumart etablieren. Hierbei wächst die neue Waldgeneration mehrere Jahre im Schutz des Altbestands heran, bevor dieser geerntet wird. WBV-Förster Gutmann wies hier auf eine sinnvolle Erschließung des Waldes hin sowie die Planung der sogenannten Voranbauten, sonst sei eine bestandsschonende Holzernte nicht möglich.

Nach zweieinhalb lehrreichen Stunden waren sich die WBV-Mitglieder einig, dass man nicht allzu lange warten wolle bis zur nächsten Informationsveranstaltung mit „ihren“ Förstern. (dra)