Mit der aktuellen Förderrunde erhalten zwölf Kommunen aus allen Regierungsbezirken über 6,2 Mio. Euro. „Der Glasfaserausbau wird durch Fördergelder nach der Bayerischen Kofinanzierungs-Gigabitrichtlinie 2.0 weiter vorangebracht,“ informiert Staatsminister Dr. Fabian Mehring. Die Gemeinde Deiningen erhält für den Ausbau 203.943 Euro.
„Glasfaser ist die Lebensader der digitalen Zukunft. Früher entschied die Nähe zur Autobahn über die Entwicklungschancen einer Region. Heute ist es die Anbindung an die Datenautobahnen. Mit dem Ausbau in Deiningen verlegen wir deshalb nicht nur Kabel unter die Erde, sondern bauen die digitale Infrastruktur für Wohlstand, Innovation und gleichwertige Lebensverhältnisse im ländlichen Raum,“ so Dr. Mehring.
Füracker betont Notwendigkeit einer modernen Infrastruktur
Die Notwendigkeit des Gigabit-Ausbaus hebt auch Finanz- und Heimatminister Albert Füracker hervor. „Eine moderne digitale Infrastruktur ist heute unerlässlich für wirtschaftlichen Fortschritt, gesellschaftliches Miteinander und die Entwicklung zukunftsfähiger Kommunen. Nur mit Gigabit können unsere Kommunen zukunftsfähig bleiben und Bürgerinnen und Bürger von den Chancen der Digitalisierung profitieren. Bayern investiert deshalb seit Jahren freiwillig und mit großem Engagement in den Glasfaserausbau. Mit Unterstützung des Bundes und bayerischen Fördermitteln entstehen über 150.000 Kilometer Glasfaserleitungen – das entspricht fast viermal dem Umfang der Erde – und mehr als 500.000 direkte Glasfaseranschlüsse.
Unser Ziel ist klar: Gigabit-Internet für jeden Haushalt in Bayern. Heute erhalten 12 Kommunen aus allen sieben Regierungsbezirken insgesamt über 6,2 Millionen Euro Förderung nach der Bayerischen Kofinanzierungs-Gigabitrichtlinie 2.0“, freut sich Finanz- und Heimatminister Albert Füracker.
Aktuell verfügen bayernweit bereits mehr als 99 Prozent der Haushalte über schnelles Internet nach EU-Definition (über 30 Mbit/s). 76 Prozent der Haushalte sind gigabitfähig erschlossen, bei weiteren 7 Prozent ist ein entsprechender Anschluss aktuell im Bau. Im Zuge der bayerischen Breitbandförderung hat der Freistaat Bayern seit 2014 schon über 2,7 Milliarden Euro investiert. Mit seiner Kofinanzierung zum Bundesprogramm unterstützt der Freistaat die Kommunen und hebt die niedrigen Fördersätze des Bundes (meist 50 Prozent) auf ein attraktives Niveau (vielfach 90 Prozent).
Mit der damit einhergehenden Senkung des Eigenanteils für Kommunen (auf meist 10 Prozent) wird das Bundesprogramm für viele bayerische Kommunen oftmals überhaupt erst finanziell attraktiv und nutzbar. Die Kommunen entscheiden im Rahmen ihrer kommunalen Planungshoheit selbst über die Inanspruchnahme eines Förderverfahrens und über den Umfang der Fördergebiete. (dra)
Folgende Kommunen erhalten einen Förderbescheid
| Landkreis | Kommune | Fördersumme in € |
| Altötting | Gemeinde Garching a.d.Alz | 397.564 |
| Altötting | Gemeinde Burgkirchen a.d.Alz | 115.684 |
| Amberg-Sulzbach | Gemeinde Freudenberg | 118.145 |
| Amberg-Sulzbach | Stadt Sulzbach-Rosenberg | 392.414 |
| Bad Kissingen | Stadt Münnerstadt | 2.624.985 |
| Bayreuth | Gemeinde Ahorntal | 344.000 |
| Donau-Ries | Gemeinde Deiningen | 203.943 |
| Haßberge | Stadt Eltmann | 418.292 |
| Mühldorf a.Inn | Stadt Waldkraiburg | 237.614 |
| Neustadt a.d.Waldnaab | Gemeinde Schwarzenbach | 124.952 |
| Nürnberger Land | Stadt Hersbruck | 151.600 |
| Straubing-Bogen | Gemeinde Perasdorf | 1.137.547 |