DTU-Jugendcup

Saisonfinale unter Extrembedingungen für Harburger Triathleten

Nina Mayer vom TSV Harburg Bild: Guntram Rudolph
Für Harburgs Nachwuchs-Triathleten stand am Wochenende das Saisonfinale im DTU-Jugendcup an. Die hohen Temperaturen sorgten für extreme Bedingungen. Giulia Göttler durfte sich dabei über einen Titel freuen.

Mit dem Paradiestriathlon in Jena ist die DTU-Jugendcup-Saison 2026 unter extremen Bedingungen zu Ende gegangen. Bei Temperaturen von nahezu 40 Grad Celsius stellten sich auch drei Athleten vom TSV Harburg der nationalen Konkurrenz. Gleichzeitig wurden – als Ersatz für das abgebrochene Rennen in Lübeck – die Deutschen Meisterschaften der Juniorinnen sowie der weiblichen Jugend A ausgetragen.

Angesichts der Hitze reagierte der Veranstalter kurzfristig mit zusätzlichen Maßnahmen: Die Zahl der Wasserstationen wurde verdoppelt, Duschen und Schwämme bereitgestellt sowie Wassertonnen zum Abkühlen eingerichtet. Zudem verlegte man Teile der Laufstrecke vom Kunstrasen auf Naturrasen, um die Belastung für die Athleten zu reduzieren.

Im Rennen der Juniorinnen und der weiblichen Jugend A gingen Giulia Göttler und Nina Mayer für Harburg an den Start. Nach einem um wenige Minuten verzögerten Beginn um 8.10 Uhr wurde eine verkürzte Sprintdistanz von 600 Metern Schwimmen, 16 Kilometern Radfahren und 4 Kilometern Laufen absolviert.

Mannschaftstitel für Giulia Göttler

Bereits im Wasser kam es zu intensiven Positionskämpfen, sodass beide Athletinnen im hinteren Mittelfeld aus dem Wasser stiegen. Beim Wechsel aufs Rad verpassten sie die Spitzengruppe und fanden sich in der Verfolgergruppe wieder. Gemeinsam mit bayerischen Teamkolleginnen übernahmen sie dort die Führungsarbeit, was jedoch viel Kraft kostete. Dank starker Radleistungen – den dritt- und fünftschnellsten Zeiten – gelang es schließlich, zu einer rund 30-köpfigen Spitzengruppe aufzuschließen.

Im abschließenden Lauf konnte sich Giulia Göttler noch weiter nach vorne arbeiten und belegte im Juniorinnenrennen einen starken zehnten Platz. Gemeinsam mit Carlotta Bülck und Magdalena Mayer sicherte sie sich zudem den Titel der Deutschen Mannschaftsmeisterin.

Für Nina Mayer verlief der Lauf hingegen nicht nach Plan. Den hohen Temperaturen musste sie Tribut zollen und beendete das Rennen in der weiblichen Jugend A auf Rang 15. „Insgesamt ein enttäuschendes Rennen für mich“, resümierte sie im Anschluss – ihr Ziel war eine Platzierung unter den besten sechs gewesen.

Joel Westphal trotzt der Hitze

Auch Joel Westphal war in Jena am Start. In der männlichen Jugend A absolvierte er 400 Meter Schwimmen, 10 Kilometer Radfahren und 2,5 Kilometer Laufen. Das Rennen begann pünktlich um 9.00 Uhr. Mit einer sehr starken Schwimmleistung kam er als 13. aus dem Wasser und verpasste die erste Radgruppe nur knapp. Im weiteren Rennverlauf schloss jedoch die große Verfolgergruppe auf, in der er bis zur Wechselzone verblieb. Trotz der extremen Hitze zeigte er einen soliden Lauf und erreichte als 32. das Ziel. Mit seiner Leistung zeigte er sich insgesamt sehr zufrieden.

Verletzungsbedingt verzichten musste hingegen Luca Schreitmüller auf einen Start.

Giulia Göttler startet für Bayern II

Am Nachmittag stand zudem die Deutsche Meisterschaft in der Mixed-Team-Relay auf dem Programm. Aufgrund ihres guten Einzelergebnisses qualifizierte sich Giulia Göttler für das Team Bayern II. In der Staffel, bei der jeweils zwei Athletinnen und Athleten nacheinander kurze Distanzen absolvieren, übernahm sie die Startposition.

Nach einem nicht optimalen Schwimmen behauptete sich Göttler in der Verfolgergruppe auf dem Rad und überzeugte anschließend mit einer starken Laufleistung. Auf Rang neun übergab sie an ihren Teamkollegen. Diese Position verteidigte die zweite bayerische Staffel bis ins Ziel und belegte unter 21 Teams einen sehr guten neunten Platz.

Mit dem Wettkampf in Jena endet die DTU-Jugendcup-Saison 2026. Für die Harburger Athleten richtet sich der Fokus nun auf die anstehenden Starts in den verschiedenen Ligen. (dra)