Silber für Joel Westphal in Roth
Joel Westphal überzeugte beim Challenge-Sprint in Roth (Männliche Jugend A) bestehend aus 800 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und einer 5 Kilometer langen Laufstrecke. Der Startschuss fiel am Freitag erst um 18:05 Uhr abends – für den jungen Athleten eine ungewohnte Uhrzeit.
Das Schwimmen erfolgte im Jagdstart, bei dem die Athleten mit kurzen Zeitabständen ins Wasser geschickt wurden. Joel ging dabei von Position 6 aus ins Rennen. Im Wasser setzte er sich mit jedem Zug weiter nach vorne und ließ die Konkurrenz hinter sich. Er stieg schließlich als Erster des gesamten Feldes aus dem Wasser. Mit einer Zeit von 10:57 Minuten sicherte er sich damit die Bestzeit des Tages auf der Schwimmstrecke.
Nach einem schnellen ersten Wechsel spielte er seine Stärke weiter aus und absolvierte die Radstrecke in 34:15 Minuten. Nach dem zweiten Wechsel verteidigte er seinen Spitzenplatz mit einer engagierten Laufleistung auf den abschließenden Kilometern. Mit einer Gesamtzeit von 1:07:08 Stunden belegte er Rang 2. Für Joel ist Roth ohnehin ein erfolgreiches Pflaster: Er startet dort bereits seit 2019 bei der Challenge, landete seitdem jedes Jahr in den Top 5 und feierte mit dem diesjährigen Erfolg bereits seinen fünften Podestplatz beim Nachwuchsrennen im „Home of Triathlon“.
Internationaler Einsatz in Europa und Afrika
Zeitgleich stand für Chiara Göttler beim Europe Triathlon Cup im niederländischen Holten der nächste internationale Wettkampf auf dem Programm. Im Gegensatz zum letzten Rennen wurde dieses Mal wieder die klassische Sprintdistanz absolviert: 750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und 5 Kilometer Laufen. Eine Besonderheit des Rennens waren die zwei Wechselzonen. Geschwommen wurde im Domelaarsee, bevor die Athletinnen nach dem ersten Wechsel auf die Radstrecke gingen, die von dort bis in die Innenstadt von Holten führte. Dort befanden sich die zweite Wechselzone sowie das Ziel.
Insgesamt gingen 39 Frauen an den Start. Um 10:50 Uhr fiel der Startschuss. Nach kleinen Problemen direkt nach dem Start im Wasser musste Chiara zunächst einige Positionen einbüßen. Im weiteren Verlauf des Schwimmens konnte sie jedoch viele Plätze gutmachen und verließ das Wasser auf Position 23. An der Spitze setzte sich früh eine Gruppe von acht Athletinnen ab, die ihren Vorsprung im weiteren Rennverlauf kontinuierlich ausbaute. Chiara befand sich in der großen Verfolgergruppe mit rund 25 Athletinnen.
Die Radstrecke erwies sich als besonders anspruchsvoll: Starker Wind und ein kleiner, aber kräftezehrender Anstieg machten das Rennen deutlich härter als erwartet. Beim zweiten Wechsel merkte Chiara sofort, dass die Beine nicht mehr so frisch waren wie gewohnt. Der anschließende 5-Kilometer-Lauf entwickelte sich zu einem sehr fordernden Kampf. Nach einem zähen, aber kämpferischen Lauf erreichte Chiara als 18. das Ziel und sicherte sich damit ein solides Ergebnis in einem stark besetzten internationalen Teilnehmerfeld.
Für Luis Rühl ging es derweil auf den afrikanischen Kontinent. Beim Africacup im marokkanischen Larache stellte er sich ebenfalls starker internationaler Konkurrenz. Sein Rennen über die Sprintdistanz begann mit einer soliden Leistung im Schwimmen. Auf der Radstrecke war er jedoch sofort gefordert, da an der Spitze von Beginn an Druck gemacht wurde. Er musste viele Körner lassen, um die Lücke zur ersten Radgruppe zu schließen. Rühl fühlte sich anschließend aber stark und investierte vielleicht sogar ein bisschen zu viel Arbeit im Wind.
Um Stürze auf dem anspruchsvollen Kurs zu vermeiden ging er die Berge und technischen Passagen stets von einer vorderen Position aus an. Nach einem ordentlichen abschließenden Lauf überquerte er nach 56:07 Minuten als 13. von 43 Athleten die Ziellinie, blieb mit dem Ergebnis letztlich jedoch hinter den eigenen Erwartungen zurück und zeigte sich im Ziel dementsprechend etwas unzufrieden.
Starke TSV-Präsenz beim Nördlinger Stadtlauf
Auch beim Nördlinger Stadtlauf war der TSV Harburg mit insgesamt 17 Athleten erfolgreich am Start. In den verschiedenen Altersklassen holten Jonas Bauer (Schülerlauf 1), Tobias Ullrich (Hauptlauf) und Rainer Stahl (Hauptlauf) jeweils den verdienten Sieg in ihrer jeweiligen Altersklasse.
Hervorragende Talent- und Kaderarbeit
Diese Erfolge auf allen Ebenen unterstreichen einmal mehr die hervorragende Nachwuchs- und Breitensportarbeit des TSV Harburg. Dass zahlreiche Top-Athleten mittlerweile dem Landeskader Bayern angehören, ist das beste Zeugnis für die nachhaltige Struktur des Vereins. Mit diesem soliden Fundament sichern sich die Harburger Talente regelmäßig Spitzenplätze auf regionaler, nationaler und internationaler Bühne. (dra)