Chiara Göttler: Konstanz auf höchstem Niveau
Im Rennen der Elite-Frauen (47 Starterinnen) zeigte Chiara Göttler eine durchweg solide und taktisch kluge Leistung. Nach einem kontrollierten Schwimmen in 10:27 Minuten erwischte sie auf dem Rad eine gute Gruppe und hielt das Tempo über die 19,4 km (30:15 Min.) hoch.
Ihre Klasse bewies sie einmal mehr in der abschließenden Disziplin: Mit einer hervorragenden Laufzeit von 18:17 Minuten behauptete sie sich in der hektischen Schlussphase des Rennens und überquerte als 19. der Gesamtwertung die Ziellinie und war somit drittbeste deutsche Starterin.
Luis Rühl: Aufholjagd mit einer der besten Radzeiten
Für Luis Rühl begann der Wettkampf in der Adria zunächst mit einer Herausforderung. Bei starkem Wellengang fand er beim Schwimmen (750 m) nicht optimal ins Rennen und stieg nach 11:39 Minuten mit einer ungünstigen Position aus dem Wasser.
Doch was dann folgte, war eine beeindruckende Demonstration von Stärke auf dem Rad: Auf der 19,4 km langen Strecke brannte Rühl die drittbeste Radzeit des gesamten Feldes (26:31 Min.) in den Asphalt. Mit enormem Druck auf dem Pedal schloss er die Lücke zur zweiten Radgruppe und verschaffte sich so eine glänzende Ausgangslage für das Finale. Auch beim abschließenden 4,8-km-Lauf ließ er nichts anbrennen und sicherte sich mit einer starken Zeit von 16:01 Minuten den 19. Gesamtrang unter 64 Startern. Damit war er auch der drittbeste Deutsche im Ziel.
Nächster Halt: Polen
Viel Zeit zum Verschnaufen bleibt den beiden TSV-Assen nicht. Nach der erfolgreichen Hitzeschlacht von Caorle richtet sich der Blick bereits nach Osten: Am 23. Mai 2026 steht der nächste Europacup im polnischen Olsztyn auf dem Programm, wo Göttler und Rühl erneut angreifen wollen. (dra)