Nominierung

Noah Berber aus Wemding für Motivationspreis 2026 nominiert

Noah Berber aus Wemding ist für den Motivationspreis 2026 der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe nominiert Bild: Noah Berber/privat
Feuerwehr, Kolpingjugend, Paraclimbing, ein Job im Landratsamt: Noah Berber ist ein Tausendsassa. Trotz der Folgen eines Schlaganfalls bei seiner Geburt engagiert sich der 25-Jährige unermüdlich in seiner Heimat. Dieses außergewöhnliche Engagement hat auch den Bundestagsabgeordneten Ulrich Lange beeindruckt, der den Wemdinger für den Motivationspreis 2026 der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe nominiert hat.

Noah Berber ist jemand, der selten stillsteht. „Stillstand oder Feierabend gibt es in meinem Wortschatz nicht“, sagt er lachend. Kaum ist ein Projekt abgeschlossen, entstehen in seinem Kopf schon wieder neue Ideen. Bei der Freiwilligen Feuerwehr Wemding macht er trotz seines Handicaps regulären Übungs- und Einsatzdienst. Er leitet die Kinderfeuerwehr mit und organisierte als Hauptprojektleiter die „Stickerstars-Aktion“. Dabei entstand ein Stickeralbum über die Freiwillige Feuerwehr Wemding mit Mitgliedern, Einsatzfahrzeugen, Ausrüstung und Geschichte. „Es war viel Arbeit und ich war ein ganzes Jahr gut damit beschäftigt, aber es hat sich gelohnt“, sagt Berber.

Damit nicht genug: Er ist Gruppenleiter in der Kolpingjugend, spielt seit über elf Jahren mit einer Hand in der Trommlergruppe der Stadtkapelle Wemding und arbeitet im Landratsamt. Dort engagiert er sich in der Schwerbehindertenvertretung für seine Kolleginnen und Kollegen. Sportlichen Ausgleich zum vollen Alltag findet er beim Paraclimbing an der Kletterwand. „Das Klettern ist ein toller Ausgleich“, erklärt er.

„Das mach ich doch mit links!“

Noah Berber ist rechts halbseitig gelähmt, die Folge des Schlaganfalls bei seiner Geburt. „Manche Dinge müssen anders bewältigt werden. So ist das einfach, wenn man gefühlt nur einen Arm zur Verfügung hat“, sagt er selbstbewusst. Für ihn gehört das zum Leben dazu. Er hat von Anfang an gelernt, damit umzugehen und sich mit Tricks zu helfen. Sein passendes Lebensmotto: „Das mach ich doch mit links!“

Aufgefallen ist diese Lebenseinstellung auch dem Bundestagsabgeordneten Ulrich Lange. Er lernte den heute 25-Jährigen 2022 bei einer politischen Praxiswoche der Kolpingjugend in seinem Berliner Büro kennen. Für den Abgeordneten ist der Wemdinger ein „faszinierender junger Mann“ und ein Paradebeispiel für Zusammenhalt und Engagement – weshalb er ihn für den Preis vorschlug.

Mit seiner Geschichte ist Noah Berber jetzt im Rennen um den Motivationspreis 2026 der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe. Die Gütersloher Stiftung verleiht den Preis alle zwei Jahre an Menschen, die sich als Betroffene, Ehrenamtliche oder Fachleute in herausragender Weise für das Thema Schlaganfall engagieren. Die Nominierten sind Vorbilder und motivieren Betroffene, nach einem Schlaganfall ihren Weg zurück ins Leben zu finden. Die Preisverleihung wird im Dezember stattfinden. (dra)