Der Sportliche Leiter Bernd Taglieber, der den privat verhinderten Cheftrainer Dominik Bobinger an der Seitenlinie vertrat, veränderte die Startelf gegenüber dem 2:1-Erfolg beim VfR Neuburg auf zwei Positionen. Für den verletzten Etienne Perfetto und den gelb-rot-gesperrten Lukas Müller rückten Dennis Lechner und Lucas Möller in die Anfangsformation.
Bei sommerlichen Temperaturen taten sich beide Mannschaften zunächst schwer, spielerische Akzente zu setzen. Die erste nennenswerte Szene gehörte den Gästen: In der 8. Minute wurde ein Abschluss von Lechner im letzten Moment geblockt. Kurz darauf hatte auf der Gegenseite Mattis Junker aus spitzem Winkel die Möglichkeit, scheiterte jedoch an Rains Schlussmann Niklas Gordy. Auch ein Distanzschuss von Jost Rittner (20.) landete sicher in den Armen von Bobingens Torhüter Janne Fennell. Die größte Gelegenheit der ersten Hälfte vergab wenig später erneut Lechner, der eine Flanke per Kopf nur knapp am Pfosten vorbeisetzte. Danach verlor sich das Spiel zunehmend im Mittelfeld. Folgerichtig ging es torlos in die Kabinen.
Nach dem Wiederanpfiff nahm die Partie deutlich an Fahrt auf. Rittner scheiterte in der 49. Minute frei vor Fennell, der mit vollem Einsatz klären konnte. Es folgte eine Phase mit Distanzversuchen von Michael Knötzinger (50.) und Fatlum Talla (52.) auf Rainer Seite sowie von Nicolas Prestel für die Hausherren – ohne Erfolg. In der letzten halben Stunde nahm die Intensität weiter zu. Beide Mannschaften kämpften um jeden Ball, doch die Hintermannschaften standen weiterhin sicher. Nennenswerte Strafraumszenen blieben deshalb Mangelware. Schiedsrichter Michael Hagl pfiff die faire Begegnung schließlich beim Stand von 0:0 ab.
Rains Sportlicher Leiter Bernd Taglieber zeigte sich im Anschluss zufrieden: „Wir haben gewusst, dass es intensiv wird – und das war es dann auch. Wir haben auch gewusst, dass der Aufsteiger gerade zu Hause stark ist, und das haben sie auch bestätigt. Ich glaube, es war insgesamt ein ausgeglichenes Spiel, wobei die etwas klareren Chancen, gerade in der ersten Halbzeit, bei uns lagen. Es wäre nicht unverdient gewesen, wenn wir da in Führung gegangen wären, aber es hätte genauso gut in die andere Richtung kippen können.“
Den Punkt habe sich die Mannschaft über eine geschlossene, kollektive Leistung erarbeitet, in die sich auch die Einwechselspieler nahtlos eingefügt hätten. „Wir haben jetzt innerhalb von vier Tagen vier Auswärtspunkte geholt, damit können wir absolut leben. Jetzt gilt es, nächste Woche zu Hause gegen Weißenburg nachzulegen und dort die drei Punkte einzufahren.“ (dra)
TSV Bobingen: Janne Fennell, Hüseyin Tomakin, Matteo Ligorati, Sandro Burghard, Finn Schmutterer (72. Niklas Berger), Lasse Junker, Nicolas Prestel (81. Mattis Junker), Paul Simler, John Aßbeck (75. Mauritz Di Santo), Janne Hartmann (56. Janick Piller), Marcel Leib - Trainer: Christopher Detke - Trainer: Manuel Britsch
TSV Rain/Lech: Niklas Gordy, Jannik Schuster, Jost Rittner, Paul Schmidt, Ben Zinsmeister, Michael Knötzinger, Fatlum Talla (84. Jonas Veh), Tino Joerss, Lucas Möller (66. Marco Herde), Dennis Lechner, Timo Zausinger (66. Kaan Dogan) - Spielertrainer: Dominik Bobinger
Schiedsrichter: Michael Hagl (Bergen) - Zuschauer: 250
Tore: keine Tore