Schulstart

Lehrkräftemangel: MdL Eva Lettenbauer fordert klaren Kurswechsel

Eva Lettenbauer ist seit 2018 für die Grünen im bayerischen Landtag. Bild: Andreas Gregor
Der Lehrkräftemangel bleibt auch im Landkreis Donau-Ries ein Thema. Die Landtagsabgeordnete Eva Lettenbauer fordert deshalb mehr Stellen und kritisiert gleichzeitig die Personalpolitik der Staatsregierung.

Egal ob für Eltern, Schulkinder oder Lehrkräfte: Der erste Schultag ist immer ein besonderer Moment. Doch für viele Schulen im Landkreis Donau-Ries beginnt das neue Schuljahr erneut mit einem altbekannten Problem: zu wenig Lehrkräfte. Zum Schuljahresbeginn kritisiert die schwäbische Landtagsabgeordnete Eva Lettenbauer das Festhalten der Bayerischen Staatsregierung am Stellenmoratorium. Zu Beginn des Jahres hatten die Regierungsfraktionen den Antrag der Landtags-Grünen für dringend benötigte 3.000 zusätzliche Lehrkräftestellen im Haushalt abgelehnt. Gleichzeitig warnen Lehrerverbände, dass die Unterrichtsversorgung vielerorts nur durch Mehrarbeit, Vertretungsunterricht und den hohen Einsatz der Lehrkräfte aufrechterhalten werden kann.

"Lehrermangel längst Realität"

„Der Lehrkräftemangel ist an unseren Schulen längst Realität”, so MdL Lettenbauer. „Auch hier im Donau-Ries zeigt er sich in Unterrichtsausfällen und steigender Belastung für alle Beteiligten. Statt hier endlich entgegenzusteuern, verschlimmert die Staatsregierung durch den Einstellungsstopp die Situation zusätzlich." Das Stellenmoratorium bedeutet, dass frei werdende Stellen nicht nachbesetzt und dringend benötigte Stellen nicht im notwendigen Umfang neu geschaffen werden. Obwohl Schulen seit Jahren auf den steigenden Personalbedarf hinweisen, fehlt damit vielen Schulleitungen die Planungssicherheit, um Unterricht und Förderung verlässlich zu organisieren. Die Folge sind größere Belastungen für die Kollegien, weniger individuelle Förderung und immer weniger Spielraum für Angebote, die über den Pflichtunterricht hinausgehen. Besonders hart trifft der Lehrkräftemangel die Mittelschulen. 

Schulstart darf nicht von Personalmangel und Notlösungen geprägt sein

Deshalb wollen die Grünen 500 zusätzliche Stellen speziell für die Mittelschulen. Gleichzeitig brauche es mehr Entlastung für Schulleitungen: Mit 100 neuen Stellen für Grund-, Mittel- und Förderschulen plant die Abgeordnete die Unterrichtsverpflichtung von Schulleiterinnen und Schulleitern zu senken, damit wieder mehr Zeit für pädagogische Führung, Schulentwicklung und die Begleitung von Lehrkräften bleibt. „Eine gute Unterrichtsversorgung ist die Grundlage für Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit“, betont Lettenbauer. „Gerade die Kinder, die auf besondere Förderung angewiesen sind, dürfen nicht die Leidtragenden einer verfehlten Personalpolitik sein. Unsere Schulen brauchen ausreichend Lehrkräfte und Planungssicherheit – kein Stellenmoratorium.“ Für die Abgeordnete ist klar: Der Schulstart darf nicht jedes Jahr von Personalmangel und Notlösungen geprägt sein. Wer Bayerns Kindern die besten Chancen ermöglichen will, muss jetzt konsequent in Lehrkräfte und starke Schulen investieren. (dra)