Der große Neujahrsempfang des CSU-Stadtverbandes Wemding lockte in der vergangenen Woche über 150 Gäste aus nah und fern in den voll besetzten Saal im Gasthaus „Zur Wallfahrt“. Dabei erlebten die Gäste einen kurzweiligen Nachmittag, der durch Kommunalpolitik, die Vorstellung zahlreicher Kandidatinnen und Kandidaten sowie schwungvolle Musik gekennzeichnet war.
Gleichzeitig war es die erste Veranstaltung der Wemdinger Christsozialen ohne ihren langjährigen Ortsvorsitzenden Gottfried Hänsel, an den jedoch im Laufe des Abends öfters erinnert wurde. Zahlreiche Ehrengäste fanden sich zum Neujahrsempfang ein. Neben Landratskandidatin Claudia Marb, waren Landtagsabgeordneter Wolfgang Fackler, Bezirkstagsvizepräsident Peter Schiele sowie Bürgermeister Dr. Martin Drexler vor Ort. Durch den Abend führten der stellvertretende CSU-Ortsvorsitzende Nicolas Bumba sowie Stadtrat und Baureferent Hans-Ludwig Held.
CSU priorisiert Generalsanierung der Leonhart-Fuchs-Mittelschule Wemding
Der stellvertretende Ortsvorsitzende Nicolas Bumba bekräftigte in seiner Begrüßung den Anspruch des CSU Stadtverbandes, in einem fortschreibenden Prozess weiterhin Wemding miteinander gestalten zu wollen. Zentrale Punkte des Wahlprogramms erläuterte Hans-Ludwig Held, der nun auf dem ersten Platz der CSU-Liste für eine weitere Amtszeit kandidiert. Damit für die Schüler der Stadt bestmögliche Lehr- und Lernvoraussetzungen geschaffen werden, habe die Generalsanierung der Leonhart-Fuchs-Mittelschule Wemding eine besonders hohe Priorität für die örtliche CSU.
Auch wenn es sich dabei um eine Megainvestition handeln werde, müsse die Maßnahme zeitnah angegangen werden. Zudem befürwortet Held die baldige Erschließung des Baugebiets Birket IV. Nachdem vor mehreren Jahren die erworbenen Grundstücke von der Stadt vorfinanziert wurden, könne der städtische Haushalt durch den baldigen Verkauf der Grundstücke entlastet werden. Die Wemdinger Altstadt verdiene stets eine besondere Betrachtung.
Die von der CSU angeregten Förderprogramme für die Altstadt (Wohn- und Gewerbeförderung) sollen auch zukünftig als Anreiz für Investitionen dienen. Die Christsozialen fordern zudem einen weiteren Ausbau der barrierefreien Gehwege sowie ein Planungskonzept für den Schlosshof.
Claudia Marb erläutert Vision für den Landkreis
Landratskandidatin Claudia Marb erläuterte in ihrer Vorstellung ihre Ziele und zentralen Handlungsfelder. Dabei sollen im Bereich Bildung und Fachkräfte weiterhin in den Bau und die Ausstattung der landkreiseigenen Schulen investiert werden.
Auch soll die Vorstellung von Ausbildungsberufen zusammen mit den Berufsverbänden in den Schulen erfolgen, damit Werbung für die Ausbildung vor Ort gemacht werde. Im Bereich Verwaltung und Bürgernähe möchte die Kandidatin neben der Digitalisierung von Verwaltungsleistungen auch den Heimatschutz als übertragene Aufgabe gemeinsam mit den Blaulichtorganisationen im Landkreis aufbauen. Gesundheit und Pflege stellen für Claudia Marb besondere Themenfelder dar. Das gemeinsame Kommunalunternehmen gKU sieht Marb für die Zukunft stabil aufgestellt.
Durch die Spezialisierung der drei Krankenhäuser sei der Landkreis von der Klinikreform nicht spürbar betroffen. Besonders einsetzen möchte sich Claudia Marb für Haus- und Facharzt-Angebote im gesamten Landkreis. „Die medizinische Versorgung müsse auch auf dem Land sichergestellt sein und nicht nur in den großen Städten“, stellte Marb fest. Schließlich soll der flächendeckende Ausbau des DoRies-Mobil Angebotes angegangen und eine gute Kreisstraßen-Infrastruktur realisiert werden.
In seinem Grußwort hob Wemdings Bürgermeister Dr. Martin Drexler die Stärken Wemdings und die gemeinsam realisierten Projekte der vergangenen Jahre hervor. Drexler betonte, dass er sich auch weiterhin mit Tatkraft und Verantwortung für die Anliegen der Wemdinger Bürgerschaft einsetzen und diese in den Mittelpunkt seiner Arbeit stellen werde.
Besonders die Ansiedlung von neuen Ärzten und die damit verbundene Sicherstellung der ärztlichen Versorgung in Wemding bewertete Drexler besonders positiv. Ferner konnten mit dem neuen Feuerwehrhaus und dem Kindergarten St. Marien zwei Großprojekte realisiert werden. Die Ausweisung von neuen Baugebieten in Amerbach und Wemding sowie die Realisierung des Gewerbegebiets Wemding-West verdeutlichen die Zukunftsaufgaben. Ein klares Bekenntnis gab der Bürgermeister auch für ein künftiges Dorfzentrum in Amerbach ab. Weitere Grußworte von Landtagsabgeordneten Wolfgang Fackler sowie Bezirkstagsvizepräsient Peter Schiele rundeten den Neujahresempfang ab.
"The Swinging Jangos" sorgen für musikalische Unterhaltung
Zwischen den einzelnen Beiträgen sorgte die Jazzband „The Swinging Jangos“ aus Nördlingen für beste Unterhaltung und kurzweilige Stimmung. Die lebendige Vorstellung der 20 Stadtratskandidaten sorgte für Kurzweil unter den Gästen. Ferner stellen sich elf Kreistagskandidaten aus der Wemdinger Umgebung vor, die auf den Listen der CSU sowie der Aktiven Liste / Junge Bürger kandidieren. Die Wemdinger CSU stellte mit ihrem zukunftsorientierten Wahlprogramm einmal mehr unter Beweis, dass sie mit kreativen Vorschlägen und nachhaltigen Konzepten für Wemding Verantwortung trägt.
Überzeugend präsentierte sich das Stadtratsteam, dass sie dem Gemeinwohl zu dienen, als gelebten Bürgerauftrag verstehen. Nicolas Bumba fasste am Ende zusammen: „Wir schauen konkret hin, wir hören genau zu und wir werden uns tatkräftig kümmern.“ (dra)