Der demografische Wandel ist auch in der Stadt Nördlingen deutlich spürbar. Mit zunehmendem Alter verändern sich Lebenssituationen ebenso wie Informationsbedarfe. Viele Seniorinnen und Senioren sind heute aktiv und selbstständig, benötigen jedoch eine verlässliche, übersichtliche und barrierearme Informationsstruktur, um bestehende Angebote wahrnehmen und nutzen zu können.
Vor diesem Hintergrund wurde der neue Wegweiser „Leben in Nördlingen – Informationen für Seniorinnen und Senioren“ umfassend neu erarbeitet. Er bietet einen gebündelten Überblick über Beratungsangebote, Unterstützungsleistungen, Bildungs- und Freizeitmöglichkeiten sowie weitere relevante Anlaufstellen. Die Vielzahl der Angebote ist auf unterschiedliche Träger verteilt und damit nicht immer bekannt. Der neue Wegweiser schafft Transparenz und Orientierung und stärkt damit Selbstständigkeit, soziale Teilhabe und Lebensqualität im Alter.
Die inhaltliche Struktur des neuen Wegweisers basiert auf einem breit angelegten Beteiligungsprozess. Ehrenamtliche Initiativen, Vereine, kirchliche Einrichtungen, Wohlfahrtsverbände, Multiplikatoren, städtische Einheiten sowie Akteure auf Landkreis-Ebene, die in Nördlingen mit und für Seniorinnen und Senioren arbeiten, wurden einbezogen und befragt. Die Rückmeldungen bildeten die Grundlage für die Themengruppen, die zugleich die Kapitelstruktur des Wegweisers darstellen und eine klare Orientierung ermöglichen.
Nicht nur der Wegweiser ist neu
Gestalterisch wurde ein gut lesbares Magazinformat gewählt. Eine übersichtliche Struktur, angemessene Schriftgrößen sowie eine ansprechende visuelle Gestaltung sorgen für Barrierearmut und Nutzerfreundlichkeit. Die Umsetzung erfolgte im Nördlinger Corporate Design und gewährleistet einen konsistenten Auftritt im Rahmen der städtischen Öffentlichkeitsarbeit.
Ergänzend zum Wegweiser wurde gemeinsam mit der Rieser Volkshochschule Nördlingen die Kampagne „‚Alter‘ – was geht?“ entwickelt. Für jede Themengruppe des Wegweisers entstand ein eigenes Kampagnenmotiv. Die Poster kombinieren eine farbige Bildsprache mit zugänglichen und motivierenden Slogans und nennen jeweils die in diesem Bereich aktiven Gruppen und Einrichtungen namentlich. Ziel ist es, ehrenamtliche Leistungen sichtbar zu machen, öffentlich anzuerkennen und die Vernetzung zwischen den Akteuren weiter zu stärken.
Die Motive werden im Stadtgebiet – insbesondere in der Innenstadt sowie an für die Zielgruppe relevanten Orten – ausgehängt. Zusätzlich werden Postkarten ausgelegt, um eine niedrigschwellige Mitnahme und Weitergabe zu ermöglichen.
OB David Wittner zeigt Dankbarkeit für Broschüre und Kampagne
Oberbürgermeister David Wittner betont: „Mit dem neuen Wegweiser und der Kampagne ‚‚Alter‘ – was geht?‘ schaffen wir in Nördlingen mehr Transparenz, bessere Orientierung und zugleich eine stärkere Sichtbarkeit für das vielfältige ehrenamtliche Engagement in der Seniorenarbeit. Beide Bausteine greifen ineinander und tragen dazu bei, Teilhabe, Vernetzung und Selbstständigkeit im Alter zu fördern. Mein besonderer Dank gilt allen Akteurinnen und Akteuren, die an der Erarbeitung mitgewirkt haben und sich Tag für Tag mit großem Engagement für unsere Seniorinnen und Senioren einsetzen, Angebote schaffen und wertvolle Unterstützung leisten.“
Mit dem neuen Wegweiser und der Kampagne „‚Alter‘ – was geht?“ leisten die Stadt Nördlingen und die Rieser Volkshochschule Nördlingen einen strukturierten Beitrag zur Weiterentwicklung der Senioren- und Generationenarbeit. Die Maßnahmen erhöhen Transparenz, fördern Vernetzung, stärken das ehrenamtliche Engagement und unterstreichen das Profil Nördlingens als generationenfreundliche Kommune.
Der neue Wegweiser sowie die begleitende Kampagne werden Anfang März veröffentlicht. (dra)