In Donauwörth hat seit Sonntag ein neuer Imbiss eröffnet: „Miro’s Gemüsekebab | Smashburger“. Betreiber ist Caner Karabatak, der gemeinsam mit seiner Frau den Schritt in die Selbstständigkeit wagt. Die Idee dazu entstand im vergangenen Herbst. Seitdem wurde geplant, organisiert und vorbereitet – nun ist der neue Laden in der Dillinger Straße geöffnet, und die ersten Tage zeigen bereits: Das Konzept unterscheidet sich deutlich von einer klassischen Dönerbude.
Karabatak selbst ist erst seit knapp vier Jahren in Deutschland. Kennengelernt hat sich das Paar in der Türkei, anschließend zog er nach Donauwörth. Mit dem neuen Laden kehren die beiden nun auch beruflich zurück.
Döner – aber anders als gewohnt
Zwar steht auch hier der Döner im Mittelpunkt – doch das Konzept unterscheidet sich bewusst von vielen klassischen Dönerbuden in der Region. Statt nur eines Spießes gibt es gleich drei Varianten: Hähnchen, Kalb und einen sogenannten Steak-Döner aus Rindfleisch. Besonders im Fokus steht der Berliner Gemüsedöner. Anders als der klassische Döner wird er mit angebratenem Gemüse zubereitet – meist etwa Zucchini, Karotten oder Paprika – und mit frischen Zutaten kombiniert. Auch Granatapfelkerne gehören hier zur Mischung. Das Ergebnis: ein deutlich aromatischerer, etwas süßlich-frischer Geschmack.
„Viele sagen, dass der Döner ganz anders schmeckt als die klassischen hier“, erzählt Karabataks Frau nach den ersten Tagen. Der Geschmack sei intensiver und abwechslungsreicher – die Resonanz bislang überwiegend positiv. Ein weiterer Unterschied: Neben Döner und vegetarischen Alternativen mit Halloumi oder Falafel stehen auch Smashburger auf der Karte. Dabei wird das Burgerfleisch auf der heißen Grillplatte flach gedrückt, wodurch eine besonders knusprige Kruste entsteht. Auch die Burger kommen bislang gut an. In den ersten Tagen hielten sich Döner und Burger bei den Bestellungen ungefähr die Waage. Auch bei den Saucen gibt es Auswahl: Gäste können zwischen Kräuter-, Knoblauch- und scharfer Sauce wählen.
Großer Andrang zum Start
Um Gäste aus Donauwörth und Umgebung schnell von ihrem Konzept überzeugen zu können, startete „Miro’s“ zunächst mit einem unschlagbaren Angebot: Von Sonntag bis Dienstag gab es Döner und Burger für nur drei Euro. Das Ergebnis: lange Schlangen und vor allem leere Spieße. Zeitweise war die Filiale bereits am frühen Abend ausverkauft. Die Kundschaft war dabei bislang bunt gemischt. Neben Familien und Berufstätigen kommen auch viele Schülerinnen und Schüler vorbei – manche sogar mehrmals am Tag.
Um diesem Ansturm gerecht zu werden, unterstützten Mitarbeitende aus anderen Filialen des Geschäftspartners das Team vor Ort. Denn ganz neu ist die Marke nicht: Hinter dem Konzept steht ein Partner, der bereits mehrere Dönerläden betreibt – u. a. in Ulm, Augsburg und Sontheim. Geöffnet ist der Imbiss täglich von 11:00 bis 21:00 Uhr, montags bleibt er geschlossen.
Bewusste Abgrenzung zu anderen Dönerläden
Dass es in Donauwörth bereits mehrere Dönerläden gibt, war für die Betreiber hingegen kein Hindernis. Ein weiterer klassischer Dönerimbiss hätte aus ihrer Sicht allerdings wenig Sinn ergeben. Stattdessen setzt „Miro’s Gemüsekebab | Smashburger“ auf ein anderes Konzept: Berliner Gemüsedöner, mehrere Fleischvarianten und Smashburger als zusätzliche Spezialität. Oder wie Caner Karabatak es selbst formuliert: Wenn die Nachfrage da ist, sei er bereit, auch sehr lange zu arbeiten. „Wenn 20 Stunden Kundschaft da ist, arbeite ich auch 20 Stunden.“