Bereits vor der Kommunalwahl (alles dazu hier zum Nachlesen) hat Megesheim mit einem Kuriosum auf sich aufmerksam gemacht. Als eine von nur drei Gemeinden in ganz Bayern stand kein Bürgermeisterkandidat auf dem Wahlzettel. Erst nach Ablauf der Bewerbungsfrist hatten sich der bisherige Zweite Bürgermeister Ulrich Lechner und Peter Förch bereiterklärt, für das Amt zu kandidieren.
Am Ende hat sich Ulrich Lechner mit 65 Prozent der Stimmen durchgesetzt, was ihn selbst in dieser Deutlichkeit durchaus überrascht hat, wie er im Gespräch mit unserer Redaktion zugab.
Wie bewerten Sie das Ergebnis?
Ulrich Lechner: Ich freue mich, dass ich so ein stolzes Ergebnis bekommen habe. 65 Prozent waren in diesem Fall nicht zu erwarten. Ich hatte schon die Hoffnung, dass ich mehr als 50 Prozent bekomme, aber mit 65 Prozent hätte ich nicht gerechnet.
Was sagen Sie zu Ihrem Gegenkandidaten?
Ulrich Lechner: Er hatte auf ein besseres Ergebnis gehofft. Wir werden weiterhin gut zusammenarbeiten. Da sind keine Probleme.
Was sind nun die wichtigsten Themen für Sie als Bürgermeister?
Ulrich Lechner: Für mich gibt es vier wichtige Themen, die müssen wir weiterführen: neuer Kindergarten, Breitbandausbau, Nahwärmenetz und Windräder. Das sind Aufgaben, die man die ersten Jahre sicher begleiten muss. Und dann kommt noch das Alltagsgeschäft dazu.
Waren sie als Zweiter Bürgermeister bereits in diese Themen involviert?
Ulrich Lechner: Es gibt immer Sachen, die nur der Erste Bürgermeister macht. Aber ich war bei den meisten Entscheidungen involviert und hatte mit Herrn Kolb ein gutes Verhältnis. Das will ich auch mit meinem Zweiten Bürgermeister so halten.
Marc Müller gewinnt Bürgermeisterwahl in Ehingen am Ries
Auch Ehingen am Ries hat einen neuen Bürgermeister bekommen. Mit knapp über 60 Prozent setzte sich Marc Müller gegen Amtsinhaber Thomas Meyer durch. Dabei fällt vor allem die hohe Wahlbeteiligung von über 90 Prozent auf. Eine Tatsache, die auch den neuen Bürgermeister sehr positiv stimmt.
Wie haben Sie auf das Ergebnis reagiert?
Marc Müller: Ich habe mich natürlich riesig gefreut und war auch erleichtert, als das Ergebnis feststand. Durch die vielen persönlichen Gespräche im Wahlkampf hatte ich zwar immer ein gutes Gefühl, aber man weiß natürlich nie, wie die Menschen am Ende tatsächlich wählen. Gleichzeitig ist mir bewusst, dass mit diesem Vertrauen auch viel Verantwortung verbunden ist. Dieses Vertrauen gilt es jetzt zurückzuzahlen!
Wie bewerten Sie das Ergebnis von 60,2 Prozent der Stimmen für Sie?
Marc Müller: Das ist natürlich aus dem Stand ein überragendes Ergebnis. Als es feststand, war ich doch überrascht, aber auch ein bisschen stolz. Es zeigt mir, dass viele Bürgerinnen und Bürger Vertrauen in mich setzen. Das ist für mich ein großer Ansporn, mich in den kommenden Jahren mit voller Kraft für unsere Gemeinde einzusetzen.
Die Wahlbeteiligung ist mit 90,3 Prozent sehr hoch ausgefallen. Wie bewerten Sie dies?
Marc Müller: Die sehr hohe Wahlbeteiligung freut mich wirklich sehr. Sie zeigt, dass den Menschen unsere Gemeinde am Herzen liegt und viele mitentscheiden wollten, wie es weitergeht. Dieses große Interesse habe ich auch bei den vielen Haustürgesprächen im Wahlkampf gespürt. Umso mehr freue ich mich jetzt darauf, gemeinsam anzupacken und die anstehenden Aufgaben anzugehen.