14. November 2018, 14:26

Die Marke wird weitergetragen

Bild: Landratsamt Donau-Ries
Mit einem beeindruckenden Votum hat der Kreistag am heutigen Mittwoch die weitere Fortführung der Regionalmarke Donauries beschlossen. Wie es nun weitergehen soll. 
Landkreis - Die Marke DONAURIES wird vom Kreistag weiter gefördert. Das Gremium genehmigte für die nächsten Jahre jeweils einen Zuschuss bis zu 250.000€. Um die Personal- und Raumkosten abzudecken, subventioniert der Landkreis das Projekt. Für jeden Euro Mitgliedsbeitrag legt der Landkreis maximal einen Euro darauf.
Damit wird unter anderem der positiven Bürgerbefragung Rechenschaft getragen. So kennen mittlerweile 60% der Menschen die Marke und die Botschaft. Dazu stünde die Marke für ein positives Image. „Der Landkreis ist wirtschaftlich stark und zeitgleich naturnah,“ so Dr. Celine Schulz, Mitarbeiterin der Wirtschaftsförderung der Marke Donauries. Bei der Befragung 2016 seien noch 25% gegen die Marke gewesen, bei der aktuellen Befragung empfanden nur noch 10% diese als unnötig und überflüssig. „Das Ergebnis der Befragung zeigt, dass auch die Bevölkerung hinter der Marke steht. Ebenso wie die Firmen,“ so Schulz.
Bei der Befragung der Firmen zeigte sich, dass für die Firmen vor allem eine bessere Breitbandversorgung, die Verfügbarkeit von Arbeitskräften und das Wohnumfeld wichtig sei und hier Verbesserungsbedarf bestünde.
FORSA-Befragung zeigt positives Bild
Die Bekanntheit der Marke Donauries wurde auch von FORSA untersucht. Von ca. 1.000 Befragten waren 73% noch nie im Landkreis. 57% der Befragten kennen den Landkreis nicht. Insgesamt ist die Stadt Nördlingen 20% der Menschen, und Donauwörth 17% der Menschen bekannt. Bei den Besucherzahlen zeigt sich, dass vor allem berufliche Besuche massiv zugenommen haben, aber auch private Ausflüge in den Landkreis Donau-Ries haben zugenommen. 71% der Besucher haben ihren Besuch im Landkreis positiv in Erinnerung. Laut der FORSA-Befragung empfanden Menschen, die den Landkreis besucht haben, diesen, als traditionsbewusst, sympathisch und einzigartig. Auch die Natur und die Familienfreundlichkeit wurde in der FORSA-Umfrage dargestellt.
"Natürlich Donauries"
In der Markenanalyse wird der Landkreis als wirtschaftlich starke Region thematisiert. „Der Landkreis hat eine absolut einzigartige Landschaft und zieht neben Wanderer auch Fotografen an.,“ so Veit Meggle. „Mit dem Begriff Natur wollen wir nun verstärkt arbeiten. Beispielsweise "Natürlich Donauries". Und damit umschiffen wir auch regionale Differenzen.“
Ab 2019 möchte die Marke die Fachkräfte noch stärker sichern. Außerdem soll die Attraktivität auch im Bereich Arbeiten im Landkreis erhöht werden. Desweiteren gehört die langfristige Optimierung der Standortqualität und die Erzeugung eines positiven Images in der Öffentlichkeit dazu.
Kurze Diskussion
Landrat Rößle sprach sich im Anschluss an den Vortrag für die Fortführung aus und übergab das Wort an Ulrich Lange. „Wir können festhalten, dass aus dem drohenden Fachkräftemangel 2015 ist ein Fachkräftemangel geworden und unsere Region ist kein Selbstläufer. Ich finde es wichtig, dass wir den Markenprozess überwachen und uns nicht auf zehn Jahre festlegen. Die ersten drei Jahre waren ein Start und gewisse erste Erfolge sind zu sehen. Die Wirtschaft steht dahinter und ist dabei. Nüchtern festgestellt ist die überregionale Bekanntheit jedoch nicht groß gewachsen. Hier müssen wir nochmal nachjustieren. Ich denke mit der Natur zu werben ist nicht ausreichend. Der Ansatz ist aber richtig und wir führen die nächsten drei Jahre weiter.“
Ursula Straka stimmte Lange im Großen und Ganzen zu. „Während die Integration im Inneren erfolgreich war, ist die Wirkung nach außen eher mau, “ so Straka.  Sie stellte weiter fest, dass der Begriff Natur sehr schwammig sei. „Das ist kein Alleinstellungsmerkmal. Hier müssen wir in der Kommunikation klar sein. In meinen Augen ist es Natur & Wirtschaft.“ Straka lobte auch den Zeitraum von 3 Jahren.
Helmut Beyschlag lobte den eindrucksvollen Vortrag: „Es geht hier nicht um das Dahinplätschern, sondern um viel Einsatz und Herzblut. Dass die Wirtschaft die Marke Donauries so stark unterstützt, ist für uns ein großer Auftrag. Zudem hat die Bevölkerung die Wichtigkeit der Marke erkannt. Wir sehen Natur mit Umwelt und Nachhaltigkeit in einer Symbiose als unser Steckenpferd"
Regina Thum-Ziegler freute sich über die kritische Auseinandersetzung mit der Marke. „Wir machen am Markenprozess mit, wollen aber nicht nur an der Verpackung arbeiten. Wir als Politiker und als Unternehmer müssen den Markenkern auch füllen.“
„Nach der FORSA-Umfrage zeigt sich, dass der Landkreis nicht bekannt ist. Mit der Natur sehen wir aber das Potenzial in der Marke und werden zustimmen,“ so Andrea Eireiner.
Am Ende stimmt der Kreistag dem Beschlussvorschlag einstimmig zu.