11. Januar 2019, 12:06

Für ein gleichberechtigtes Kabinett

Bild: Amy Berent
Mehr Frauen in Führungspositionen – diese Forderung an die Wirtschaft und den öffentlichen Dienst wollen die Landtags-Grünen jetzt auch in der Landesregierung umgesetzt wissen. Frauenpolitische Sprecherin der Fraktion, Eva Lettenbauer, bringt hierfür einen Verfassungszusatz ins Gespräch.

Eva Lettenbauer, frauenpolitische Sprecherin der Fraktion, regt deshalb eine verbindliche Quote von 50 Prozent für das bayerische Kabinett an und bringt hierfür sogar einen Verfassungszusatz ins Gespräch. Sie unterstützt weiterhin auch alle wirksamen Vorstöße für eine geschlechtergerechte Wahlrechtsreform („Parité-Gesetz“).

„Wir haben bei der Regierungsbildung erneut erlebt, wie der Frauenanteil im Kabinett durch die Koalition der CSU mit den männerdominierten Freien Wählern auf niedrigem Niveau stagniert“, so Eva Lettenbauer. „Alle Appelle, Frauen auch in der bayerischen Politik ihrem gesellschaftlichen Anteil entsprechende in einflussreiche Führungspositionen zu bringen, fruchteten bei den bisherigen, konservativen Regierungen nicht.“

Mehr Frauen in verantwortlichen Regierungspositionen könnten auch positive Effekte auf das politische Engagement von Frauen haben. Eva Lettenbauer: „Frauen mit Macht entfalten auch eine Sogwirkung und können sich Männerseilschaften entgegenstellen. Sie sind Vorbild und Vorkämpferinnen für mehr Frauen auf allen politischen Ebenen.“ Eva Lettenbauer regt an, den Verfassungszusatz für ein gleichberechtigt besetztes bayerisches Kabinett parallel zur Debatte über eine geschlechtergerechte Wahlrechtsreform im Landtag zu diskutieren. (pm)