Als Referenten waren Reiner Erben, Grüner Stadtrat aus Augsburg, sowie Dr. Frank Molder, Landschaftsplaner und Sprecher der ARGE Flora Nordschwaben aus Oettingen, geladen.
In ihrer Einführung stellte Sigrun Wagner, Sprecherin der Grünen Nördlingen, den aktuellen Status quo der Stadt vor. Sie machte deutlich, dass Nördlingen in Sachen Stadtgrün noch viel Potenzial habe und nannte konkrete Handlungsfelder, etwa im Bereich der Stadtmauer. Dort könnten gezielte Begrünungsmaßnahmen, für die zahlreiche öffentliche Förderprogramme existieren, nicht nur das Stadtbild aufwerten, sondern auch das Mikroklima verbessern.
Reiner Erben berichtete aus der Praxis über erfolgreiche Begrünungsprojekte in Augsburg. Mit Nachdruck betonte er, dass es für jede Kommune ein Muss sei, grüne Inseln zu schaffen und vorhandenes Stadtgrün konsequent zu erhalten. Angesichts zunehmender Hitzeperioden seien Bäume und Grünflächen unverzichtbar für Lebensqualität, Artenschutz und Klimaanpassung. Gleichzeitig verwies er auf typische Probleme wie begrenzten Platz, Leitungen im Untergrund und die Sicherstellung ausreichender Wasserversorgung.
Dr. Frank Molder ergänzte die Ausführungen aus fachlicher Sicht und ging auf ökologische Aspekte der Stadtbegrünung ein. In der anschließenden regen Diskussion wurden Themen wie der Einsatz von Streusalz, nachhaltige Bewirtschaftung von Grünflächen, Baumschutz sowie die Auswahl klimatauglicher Baumarten intensiv erörtert. Die Teilnehmenden waren sich einig: Stadtbegrünung ist kein Luxus, sondern eine zentrale Zukunftsaufgabe für Nördlingen und die gesamte Region. (dra)