Was hat Sie motiviert, für das Amt des Bürgermeisters in Rain zu kandidieren?
Sich auch hauptberuflich in den Dienst der Gesellschaft stellen zu dürfen, ist ein Privileg. Daher ergab sich für mich vielmehr die Frage: "Warum nicht kandidieren?" Ich bin hier aufgewachsen, zur Schule gegangen, habe hier meine Jugend verbracht. Meine wundervolle Familie steht vollkommen hinter mir. Die fachlichen Kompetenzen für das Amt durfte ich mir über viele Jahre im öffentlichen Dienst aneignen und u.a. als CSU-Fraktionsvorsitzender im Rainer Stadtrat unter Beweis stellen. Mit Mut und Charakter möchte ich unsere geliebte Heimat weiter nach vorne bringen. Aber auch im Allgemeinen möchte ich einen Beitrag für eine Politik leisten, die den Menschen aufrichtig begegnet.
Was ist Ihnen eine Herzensangelegenheit, die Sie als Bürgermeister sehr zeitnah umsetzen möchten?
Bürokratie lässt sich an vielen Stellen ohne großen Aufwand reduzieren. Beginnen würde ich bei der Unterstützung von Ehrenamtlichen. Zum einen möchte ich das Spektrum der Vereinsförderung erweitern. Zum anderen beabsichtigte ich ein Angebot, das Ehrenamtlichen durch den Formulardschungel hilft. Was muss wann, wo und in welcher Form beantragt werden? Was darf ohne gesonderte Genehmigung geschehen? Eine Gesamtübersicht oder gar ein durchdachtes Portal an zentraler Stelle kann hier Abhilfe schaffen. Derartige Lösungen lassen sich mit relativ geringem Kostenaufwand sehr zeitnah umsetzen und erleichtern zugleich den Alltag.
In welchen Bereichen sehen Sie dringenden Handlungsbedarf? Gibt es Themen, die in den vergangenen Jahren zu stiefmütterlich behandelt wurden?
Die Aufrechterhaltung unserer Versorgungssicherheit wird in den kommenden Jahren eine noch stärkere Rolle einnehmen. Feuerwehr, Wasserversorgung, Bauhof. In all diesen Bereichen müssen wir möglichst rasch vorankommen, um gute Arbeitsbedingungen nach innen sowie Stabilität nach außen zu gewährleisten.
Der desolate Zustand der Mittelstetter Straße spitzt sich immer weiter zu. Ebenso die dort herrschende Parksituation. Mit dem Wegfall von Krippen- und Familiengeld muss genau überblickt werden, mit welchen Schritten wir von städtischer Seite den Familien entgegenkommen können. Das wird sich zeigen, sobald klar ist, inwieweit der Freistaat Bayern die einbehaltenen Mittel tatsächlich an die Kommunen weitergibt.
Es gibt viel zu tun: Sanierung von Straßen, weiterer Ausbau des Radwegenetzes, Sanierung von Gehwegen, Verkehrssicherheit, Optimierung der Schülerbeförderung, Kommunale Jugend- und Seniorenarbeit, Wärmeplanung, Dreifachturnhalle, Maßnahmen in den Ortsteilen u.v.m.
Wie sieht Ihr weiteres Vorgehen bis zum Wahltag aus? Welche Möglichkeiten haben die Bürgerinnen und Bürger, Ihre politischen Auffassungen noch etwas näher kennen zu lernen?
Derzeit laufen unsere Wahlversammlungen in den jeweiligen Ortsteilen. Dabei stellen wir unser Team sowie einige unserer Schwerpunkte persönlich vor. Zudem bieten wir am 21. Februar einen Infostand in der Rainer Hauptstraße an. Unser Themen- und Kandidatenflyer wird im Laufe der nächsten Wochen im Briefkasten zu finden sein. Außerdem führen wir auch Hausbesuche durch und möchten damit möglichst viele Bürgerinnen und Bürger persönlich kennenlernen. Per social media werden regelmäßig Positionen und Inhalte auf verschiedenste Weise vermittelt. Letztendlich ist das persönliche Gespräch immernoch am schönsten. Daher kann man sich auch jederzeit direkt an mich wenden.