Kommunalwahl 2026

Landtagspräsidentin Ilse Aigner: "Claudia Marb ist ein Prachtexemplar"

Bild: Jennifer Wagner
Claudia Marb darf sich über hochkarätige Unterstützung freuen: Landtagspräsidentin Ilse Aigner war am vergangenen Dienstagabend zu Gast im Landkreis, genauer gesagt im Restaurant "M60" des Bauaufzugherstellers Geda. Die CSU Donau-Ries stimmte sich gemeinsam auf die heiße Phase des Wahlkampfs ein.

Beim Wahlkampfauftakt der CSU Donau-Ries gab sich das Who’s who der regionalen Partei die Klinke in die Hand. Neben Bundestagsabgeordnetem Ulrich Lange waren auch Landtagsabgeordneter Wolfgang Fackler, Landrat Stefan Rößle, zahlreiche Donau-Rieser Bürgermeister und Bürgermeisterkandidaten sowie die Landratskandidatin Claudia Marb anwesend. Letztere hat ein klares Ziel: Am 8. März 2026 – passend zum Weltfrauentag – möchte sie als erste Frau das Amt der Landrätin im Donau-Ries übernehmen.

Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesministerium für Verkehr Ulrich Lange blickte mit Zuversicht auf das Kommunalwahljahr 2026. Man starte in ein Jahr mit großen Aufgaben, gehe diese jedoch optimistisch an. Gleichzeitig nehme man Herausforderungen aus dem Jahr 2025 mit, an deren Lösung auf Bundesebene bereits Schritt für Schritt gearbeitet werde. An Landratskandidatin Claudia Marb richtete Lange deutliche Worte der Unterstützung. Man freue sich darauf, gemeinsam mit ihr in den Landratswahlkampf zu gehen. Marb sei präsent, nahbar und kenne das Amt durch ihre sechsjährige Tätigkeit als stellvertretende Landrätin bestens. Zudem stehe sie mitten im Leben und bringe die nötige Erfahrung mit. 

Wirtschaft und Politik im Landkreis eng miteinander verzahnt

Landratskandidatin Claudia Marb dankte zunächst Hans Sailer und seiner Familie für die Einladung in das betriebseigene Restaurant "M60" und die Offenheit gegenüber der Politik. Es sei keine Selbstverständlichkeit mehr, dass ein weltweit erfolgreiches Familienunternehmen wie Geda seine Türen für politische Veranstaltungen öffne. Sie betonte: "Wirtschaft und Politik gehören zusammen – im Dialog, auf Augenhöhe mit gegenseitigem Respekt." Die 52-Jährige machte deutlich, dass sie Politik als Aufgabe verstehe, die nah bei den Menschen stattfinden müsse. Ein modernes Landratsamt bedeute für sie nicht nur digitale und technische Stärke, sondern ebenso Zeit für persönliche Gespräche, Zuhören und das Erklären von Entscheidungen. Sie wolle regelmäßig Kommunen im Landkreis besuchen, den Austausch mit den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern suchen und vor Ort Bürgersprechstunden anbieten. Nahbarkeit dürfe nicht nur ein Slogan auf einem Wahlplakat sein, sondern müsse im Alltag spürbar werden. Ihre Motivation: Sie kandidiere für das Amt der Landrätin, weil sie diesen Landkreis schätzen und lieben gelernt habe.

Ehrenamt, Außenwirtschaft & Co.

In ihrer rund einstündigen Rede sprach Landtagspräsidentin Ilse Aigner zahlreiche Themen an. Ein Schwerpunkt lag dabei auf der Bedeutung des Ehrenamts in Bayern. Dieses Engagement sei eine Kraft, die der Staat weder organisieren noch finanzieren könne. Gerade auch in der Kommunalpolitik spiele ehrenamtliche Arbeit eine zentrale Rolle. Kommunalpolitik bestehe nicht nur aus hauptamtlichen Strukturen, sondern in hohem Maße aus freiwilligem Engagement, betonte Aigner. Deutlich positionierte sich Aigner auch zu aktuellen außenpolitischen Themen. Mit Blick auf die jüngsten Äußerungen von US-Präsident Donald Trump, unter anderem zu einer möglichen Annektierung Grönlands und neuen Zollandrohungen, fand sie klare Worte. Sie verglich Trumps Auftreten mit dem eines Kindes in der Trotzphase und sprach von teils abenteuerlichen Aussagen. 

Aigner fordert mehr Frauen an der Spitze der Landratsämter

Die bayerische Landtagspräsident ging auch auf den geringen Frauenanteil an der Spitze der Landratsämter ein. Trotz großer Wertschätzung für alle Mandatsträger sei ein Anteil von rund zehn Prozent Landrätinnen noch ausbaufähig. Umso mehr freue sie sich über Kandidatinnen wie Claudia Marb, die sich zur Wahl stellten. Sie bringe nicht nur ihre Erfahrung als stellvertretende Landrätin und Unternehmerin mit, sondern habe sich auch in verschiedenen Ämtern, unter anderem als stellvertretende Bürgermeisterin, bewährt. Zudem kenne sie das Donau-Ries wie "ihre eigene Westentasche". Mit Blick auf diese Qualifikationen bezeichnete Aigner Marb als ein „wirkliches Prachtexemplar“, das erstmals für das Amt der Landrätin kandidiere.

Dank an Ilse Aigner und Unterstützung für Claudia Marb

Landtagsabgeordneter Wolfgang Fackler dankte Landtagspräsidentin Ilse Aigner für ihr Kommen und würdigte ihren Politikstil. Sie verbinde Pragmatismus mit Präsenz sowie Verlässlichkeit mit Vertrauen. Besonders schätze man, dass Aigner im Bayerischen Landtag klare Akzente setze. "Ich weiß immer zu schätzen, wenn du bei uns im Bayerischen Landtag Blumen sprechen lässt, wie beispielsweise am Valentinstag, aber wenn es sein muss, auch das Lichtschwert herausholst." So scheue sie sich nicht, anderen Parteien Paroli zu bieten. Gerade diese Mischung mache sie zu einer wichtigen Stütze der bayerischen Demokratie.

Darüber hinaus richtete er seinen Dank an alle Kandidatinnen und Kandidaten, die sich bei den Kommunalwahlen am 8. März in den Gemeinden engagieren. Ihr Einsatz sei von zentraler Bedeutung. 

 

Redakteurin. Recherchiert und schreibt für online und im blättle. Immer unterwegs, ob bei einer politischen Diskussion, einem Unfall oder im Eins-zu-eins Gespräch mit ihren Interviewpartnern. Zimmerpflanzenbeauftragte im Redaktionsbüro. Steht in ihrer Freizeit auf dem Tennisplatz.
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