Zum Thema „Wie stellt sich die Bundesregierung angesichts der zunehmenden Öffnung der Agrarmärkte die Zukunft der deutschen und insbesondere der bayerischen Landwirtschaft im internationalen Wettbewerb vor?“ zeigt Götz gleich zu Beginn dieses Gesprächs die derzeitige dramatische wirtschaftliche Lage der Landwirtschaft auf. In nahezu allen Produktionsbereichen, wie Getreide, Kartoffel, Zuckerrüben, Milch, Rinder- und in besonderer Weise der Schweinehaltung ist aktuell die Wirtschaftlichkeit nicht mehr gegeben.
Schlechte Markterlöse bringen Landwirte in Schwierigkeiten
Die mangelnde Erlössituation bringt viele Betriebe in extreme Liquidationsschwierigkeiten. Besonders frustrierend ist es in der Schweinehaltung. Hier wurden die Betriebe vom Handel zunehmend gezwungen, in mehr Tierwohlställe zu investieren und steigen nun nach drei Jahren aus dem Programm aus, weil die Nachfragen den Erwartungen deutlich hinterherhinken. So kann man keine nachhaltige Landwirtschaft betreiben, klagt Kreisbäuerin Susanne Löfflad.
Hohe Kosten verursachen Stimmung auf Tiefstand
Neben den aktuell schlechten Markterlösen steigen die Kosten für Energie, Düngemittel und Sozialkosten für Krankenkasse, Alterskasse und Berufsgenossenschaft stark an. Die Stimmung in der Landwirtschaft ist auf einem absoluten Tiefstand, bringt es Friedrich Weng, stellv. Kreisobmann, auf den Punkt. Lange zeigte Verständnis für die Anliegen der Landwirte und zeigt kurz auf, was die neue Bundesregierung für die Landwirtschaft bereits auf den Weg gebracht hat, wie die Wiedereinführung der Rückerstattung der Agrardieselsteuer.
Steuerfreie Risikoausgleichsrücklage und ein praxistaugliches Düngerecht weiterhin Ziel
Des Weiteren ging es um die China-Reise von Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer. Hier versucht der Bundeslandwirtschaftsminister, die infolge der ASP-Fälle in Deutschland weggebrochenen Märkte für Schweinefleisch durch entsprechende Handelsabkommen wieder zu öffnen. Lange betonte, dass er sich auch weiterhin für eine steuerfreie Risikoausgleichsrücklage und ein praxistaugliches Düngerecht einsetzen werde. Die Landwirtschaft braucht Zukunftsperspektiven, Entlastung und vor allem Planungssicherheit. Dafür werde täglich gearbeitet, auch wenn dafür viele kleine und größere Schritte notwendig seien. Entscheidend sei jedoch, dass die Entwicklung in die richtige Richtung gehe. Für den konstruktiven Austausch dankte Lange allen Beteiligten. (dra)