11. Mai 2020, 12:46

Über 5000 Kita-Kinder werden derzeit zu Hause betreut

Das Foto zeigt das Fenster der Luftgruppe des Rainer Kindergartens "Bei der Klause" Bild: Markus Erdt
489 Kinder besuchen zur Zeit die sogenannte Notbetreuung in den Einrichtungen im Landkreis. Landtagsabgeordneter Wolfgang Fackler macht deutlich: "An oberste Stelle steht der Gesundheitsschutz." Ab 25. Mai könnte ein eingeschränkter Regelbetrieb beginnen.

„Bleibt gesund – wir vermissen Euch“ – so lautet eine von zahlreichen Botschaften, die derzeit an den Fenstern des Städtischen Kindergartens „Bei der Klause“ in Rain am Lech in großen Buchstaben zu sehen sind. Seit Mitte März ruht hier wie in allen 97 Einrichtungen im Landkreis Donau-Ries aufgrund der Corona-Pandemie der Regelbetrieb. Nun setzen die Betreiber, Eltern und Kinder darauf, dass in den kommenden Wochen wieder das gewohnte Leben in den Einrichtungen einzieht. „Das Sozialministerium hat einen stufenweisen Prozess hin zum Regelbetrieb auf den Weg gebracht, der vier Phasen vorsieht. Seit heute befinden wir uns im Übergang zu Phase zwei“, erklärt der CSU-Stimmkreisabgeordnete Wolfgang Fackler.

Eigentlich hatte der Abgeordnete am heutigen offiziellen Tag der Kinderbetreuung den Besuch einer Einrichtung geplant, nun aber aufgrund der derzeitigen Situation aus Rücksicht darauf verzichtet. „Ich wollte mich mit diesem Besuch stellvertretend bei den Hunderten Erzieherinnen und Erziehern für ihren großen Einsatz im Sinne unserer Kinder bedanken. Das kann ich nun leider nicht persönlich, sondern nur auf diesem Weg tun“, bedauert MdL Wolfgang Fackler.  

Laut Zahlen des Landratsamtes Donau-Ries befinden sich derzeit insgesamt 489 Kinder in den Einrichtungen im Landkreis Donau-Ries in der so genannten Notbetreuung. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass 5331 angemeldete KiTa-Kinder derzeit zu Hause betreut werden. „Ich weiß, dass viele Familien derzeit stark belastet sind und sehnlichst die Wiedereröffnung herbei sehnen. Die Ankündigungen aus dem Sozialministerium sollten uns deshalb hoffnungsvoll stimmen“, so MdL Fackler. Trotz der angespannten Lage bittet der Abgeordnete aber um Geduld und unterstützt das vorgelegte vierphasige Konzept. „Auch wenn sich die Infektions-Zahlen im Landkreis positiv entwickeln, muss uns allen klar sein: An oberster Stelle steht nach wie vor der Gesundheitsschutz. Deshalb müssen wir gerade in diesem Bereich umsichtig und vernünftig vorgehen“, erklärt MdL Fackler.

Sollte sich die heute eingeleitete flexible und stufenweise Erweiterung der Notbetreuung bewähren, ist für 25. Mai der eingeschränkte Regelbetrieb geplant. Dann können zum Beispiel die Vorschulkinder zurückkehren und die Waldkindergärten geöffnet werden. Wann der vollständige Regelbetrieb wieder aufgenommen wird, dafür gibt es seitens des Sozialministeriums noch kein Datum. „Ich glaube, dass wir mit diesem Fahrplan für die nächsten Wochen gut gewappnet sind – sowohl im Hinblick auf den Infektionsschutz als auch auf die Bedürfnisse der Kinder und Eltern“, so MdL Fackler. (pm)