Basketball

Johanna Klug kehrt von Marburg zu den Angels zurück

Bild: BG Donau-Ries
„Nördlingen ist meine Heimat. Den Gedanken Basketball und Familie an einem Ort zu haben, hat die Entscheidung leicht gemacht,“ sagt Johanna Klug, die nach vier Jahren im Trikot des BC pharmaserv Marburg ins Ries zu ihrem Heimatverein zurückkehrt.

Nach Abschluss ihres Bachelor-Studiums zieht es die mittlerweile 24-Jährige wieder zurück aus Hessen nach Bayern, zum einzig verbliebenen bayerischen Erstligisten, zu dem Club, bei dem ihre Basketball-Karriere begann. Im zarten Alter von 14, damals hieß das Team der BG Donau-Ries für eine Saison Friendsfactory Baskets, betrat Johanna zum ersten Mal das Erstliga-Parkett. Schon früh war das Talent für den Sport mit dem roten Ball bei der Tochter der Erstliga-Spielerin Karin Klug und des Centerspielers des TSV Nördlingen Alex Klug unverkennbar. Unter der Regie des damaligen Trainers Pat Bär entwickelte sich „Joey“, wie sie allenthalben gerufen wird, in drei Jahren im Trikot der TH Wohnbau Angels zu einer gestandenen Bundesligaspielerin, die auch in diverse Jugend-Nationalmannschaften zu internationalen Einsätzen berufen wurde. Nach dem Abitur zog es die 1,91m große Centerspielerin über den großen Teich an ein US-College nahe New York, von wo sie dann dem Ruf an die Universitätsstadt Marburg folgte. Vier Jahre lang lief die gebürtige Nördlingerin für die Hessinnen auf, stieg dort auch zur A-Nationalspielerin auf, als der Marburger Coach Paddy Unger in Personalunion Bundestrainer war und kann immerhin sechs Einsätze mit dem Adler auf der Brust vorweisen.

Der Kontakt zur sportlichen Leitung der Angels riss dabei nie ab und Jahr für Jahr erkundigte man sich, ob eine Rückkehr ins Ries denkbar wäre. Eine große, deutsche Centerspielerin im Angels-Trikot, noch dazu eine echte Rieserin mit Potential zum „Local Hero“ – ein Traum für den neuen Sportlichen Leiter Martin Fürleger. „Mit der Verpflichtung von Johanna Klug geht tatsächlich ein langjähriges Transferziel in Erfüllung. Wir können uns vorstellen, dass Joey zur Integrationsfigur unserer Angels wird, bei den Fans und bei den Sponsoren.“ Was das Sportliche angeht, konstatiert Angels-Coach Ajtonij Imreh eine gewisse Stagnation in den letzten Jahren. „Johanna hat immenses Potential und ist trotz ihrer acht Jahre Bundesliga-Erfahrung immer noch eine junge Spielerin. Sie braucht meiner Meinung nach einen neuen Impuls um ihre Anlagen besser zu nutzen und dominanter aufzutreten. Ich möchte sie in meiner Starting Line-Up einsetzen und ich kann mir durchaus vorstellen, dass sie konstant 10 Punkte und jede Menge Rebounds abliefert.“

Der ungarische Coach der Eigner-Mädels hält also große Stücke auf seinen aktuellsten Neuzugang und wird den Sommer über mit ihr arbeiten, vor allem im athletischen Bereich. Klug selbst hat sich auch einiges vorgenommen. An erster Stelle steht für sie in der kommenden Saison das Erreichen einer Playoff-Platzierung um dann zu sehen, was alles möglich ist. „Dann können wir weiterschauen, was noch möglich ist. Natürlich möchte ich auch an meinen individuellen Skills arbeiten, um eine zuverlässige Stütze im Team zu sein. Aber zuerst einmal bin ich froh, wieder zu Hause zu sein.“ (pm)