18. August 2020, 09:42

Aufstieg zur "Nördlinger Hütte"

Auf dem Foto vor der Nördlinger Hütte vorne von links: Helmut Kaumeier, Sandra Dollmann, Maria Dotzauer, Elke Senz unf Hans Niederhuber, zweite Reihe von links Oliver Kemmesies, Patrycja Weng und Simone Müller, dahinter von links Tobias Müller, Martina Domhöfer und Henning Breuer. Bild: Hans Niederhuber
Bereits vor "Corona" hatten die Teilnehmer der Laufkurse von 2018 und 2019 die Wanderung zur Nördlinger Hütte vorgesehen und diesen Termin aus dem damals noch fast vollen Terminkalender ausgewählt.

Bereits um 7 Uhr trafen sich die 10 Teilnehmer am Sportpark um mit einem Kleinbus und einem Privat PKW über Augsburg, Landsberg und Garmisch-Patenkirchen nach Seefeld in Tirol zu fahren.

An der Talstation der Bergbahnen in Seefeld erklärte der erfahrene Tourenführer Helmut Kaumeier die vorgesehene Route zur Nördlinger Hütte, der höchstgelegenen Schutzhütte im Karwendel. Da alle Teilnehmer aktive Läuferinnen und Läufer waren ging Kaumeier davon aus, das die etwas längere und anspruchsvollere Strecke bewältigt wird. Er verglich die Strecke mit einem Marathon, den einige damit zum ersten Mal vor sich hatten und später auch geschafft haben. Der fast fünfstündige Aufstieg führte in gemächlichem Tempo über eine Skipiste, vorbei an der Rosshütte zum ersten Gipfelkreuz am Seefelder Joch auf 2074 m. Von da aus konnte man schon das Gipfelkreuz des nächsten Zwischenziel, der Seefelder Spitze auf 2221 m sehen. Der Karwendelhöhenweg führte weiter über einen Krat und quer über einen Felshang zur letzten Rast vor dem schwersten alpinen Aufstieg zur Reither Spitze auf 2374 m. Zur Erleichterung waren Stahlseile und sogar eine Leiter fest montiert. Am höchsten Punkt der Tour angekommen war das Gipfelfoto und der Eintrag ins Gipfelbuch pflicht. Kaum wurde der Gipfel verlassen war auch der Sonnenschein weg und Wolken umhüllten das Kreuz und das Ziel, die "Nördlinger Hütte" auf 2238 m. Wenn Engel reisen lässt die Sonne jedoch nicht lange auf sich warten und kam auf die Terrasse der Hütte bei der ersten wohlverdienten Stärkung zurück.

Nach der hervorragenden und ausgiebigen Verpflegung mit Speis und Trank durch den Hüttenwirt Tobias Müller mit seinem Team fielen alle erschöpft aber zufrieden in ihre Betten. Ab 7 Uhr stand das reichhaltige und gut sortierte Frühstück als Stärkung für den Abstieg bereit. Das Abschiedsfoto mit dem Hüttenwirt Tobias vor der Nördlinger Hütte war zugleich der Start zum Rückweg.

Helmut Kaumeier wählte dafür eine andere, kürzere und nicht ganz so anspruchsvolle Route aus. Über die Bergstation der Härmelekopfbahn ging es über eine Skipiste vorbei an der Reither Jochalm zum Ausgangspunkt bei Seefeld. Auf Grund der sicheren, routinierten und hilfreichen Führung mit Tipps und Erläuterung verschiedener Dinge über die Nördlinger Hütte und die herrliche Aussicht bis in die Stubaier Alpen und zur Zugspitze wird es im nächsten Jahr ein Wiedersehen geben. Vielen herzlichen Dank an Helmut Kaumeier und seiner Partnerin Sandra Dollmann für die Organisation des wunderschönen Wochenendes. (pm)