12. Oktober 2020, 09:08

Deutliche Niederlage gegen starke Straubenhardter

Norik Friedel vom TSV Monheim überzeugte am Reck mit einer souveränen Vorstellung. Bild: Eva Huber
Monheim gibt im ersten Wettkampf vier Neulingen eine Chance, leistet sich aber bei der 19:62-Niederlage gegen Straubenhardt II zu viele Fehler.

Vor leeren Rängen mussten die Turner des TSV Monheim ihren Auftaktwettkampf in diese außergewöhnliche Saison bestreiten. Da die Ligarunde coronabedingt verkürzt ist, machte Trainer Mario Reichert schon beim ersten Wettkampf seine Ankündigung wahr, auch den unerfahrenen Turner im Team Einsatzchancen zu geben. So feierten mit Bastian Bonack am Boden und Sprung, Simon Meyer am Seitpferd, Kai Meister am Barren und Julian Graf am Reck gleich vier Turner ihren Einstand in der 2. Bundesliga für den TSV Monheim. Obwohl keiner der Neulinge sein Duell gewinnen konnte, ließen alle vier ihr Potenzial erkennen und konnten ihren Einsatz als wertvolle Erfahrung verbuchen.

Bereits am Boden zeigte sich, dass es für die TSV-Turner ein schwieriger Wettkampf werden würde. Straubenhardt turnte stabil, während die Monheimer mit einigen Fehlern zu kämpfen hatten. Schließlich gingen alle vier Duelle und die Bodenwertung mit 13:0 an die Gastgeber. Noch gravierender verlief das Seitpferdturnen. Nur Jan Lederer kam wie gewünscht durch sein Programm, gab aber dennoch einen Punkt an seinen starken Kontrahenten ab. Auch alle anderen Monheimer konnten keine Punkte erturnen, so dass es nach zwei Geräten 27:0 für Straubenhardt stand. Erst an den Ringen sorgte Tim Leibiger mit einer gelungenen Übung für die ersten drei Scorepoints auf Monheimer Seite. Danach punkteten wieder ausschließlich die Gastgeber, die somit ihre Führung zur Pause auf 41:3 ausbauten.

Der Sprung verlief danach relativ ausgeglichen. Sascha Wilhelm holte im ersten Duell vier Punkte für Monheim, konnte aber nicht verhindern, dass Straubenhardt auch das vierte Gerät knapp gewann. Am Barren präsentierten die Gastgeber erneut sehr stabile Übungen, welche der Garant für den deutlichen Gerätesieg waren. Tim Leibiger konnte als einziger mit einer sehr gelungenen Übung Punkte für Monheim erzielen. Obwohl der Wettkampf vor dem Reckturnen bereits entschieden war, riefen die Gäste am letzten Gerät eine sehr solide Leistung ab. Alle vier Turner kamen flüssig durch ihr Programm und entschieden mit 11:4 doch noch eine Gerätewertung für sich.

Sieben der 19 Monheimer Punkte gingen auf das Konto von Sascha Wilhelm, der damit bester Scorer für die TSV-Riege an diesem Tag war.
In zwei Wochen steht dann der erste Heimwettkampf gegen die KTV Koblenz auf dem Programm. Bis dahin werden die Monheimer weiter intensiv an der Stabilität der Übungen feilen müssen, um die Fehlerquote zu reduzieren. Hoffnung und Motivation dafür gibt allemal die Leistung am Reck. (pm)