16. September 2019, 09:27

Saisoneinstand mit Potential nach oben

Starke Vorstellung an den Ringen: der jüngste Monheimer Moritz Rese
(17) holte hier 4 Scorepunkte für Monheim. Bild: Kevin Reile
Der TSV Monheim verliert das Derby gegen den TSV Buttenwiesen mit 45:20.

Der Saisonstart war für die Monheimer die erste Standortbestimmung in der Südstaffel der 2. Kunstturnbundesliga seit 5 Jahren. Und nachdem man sich seitens des Trainerstabes dazu entschieden hatte, ohne ausländische Verstärkung in die Saison zu gehen und dagegen die Jugend zu fordern, waren auch nicht allzu große Sprünge im ersten Wettkampf erwartet worden – ist der TSV Buttenwiesen doch in voller Ausstattung mit zwei Ukrainern im Team angetreten. Abgesehen von dieser Konstellation, lief auf Monheimer Seite aber leider auch noch nicht alles rund, und man musste einige Stürze hinnehmen.
Am Boden, bekanntermaßen ein starkes Gerät der Buttenwiesener, gingen daher direkt 4 und 3 Punkte in den ersten Duellen an die Gastgeber. Allenfalls David-Alexander Dao konnte mit der besten E-Note am Gerät (E für Execution = Ausführung) seinem ukrainischen Kontrahenten 1 Scorepunkt abnehmen, was zum 7:1 nach dem ersten Durchgang führte.
Auch am Pferd konnten die Jurastädter nicht viel entgegensetzen und hatten nur durch einen der wenigen Fehler auf Buttenwiesener Seite den Vorteil, 5 Punkte mitzunehmen (Lukas Schlotterer). Allerdings stach hier der 19-jährige Jan Lederer hervor, die mit dem höchsten Ausgangswert und dem höchsten Endwert auf Monheimer Seite glänzte, auch wenn er sein Duell gegen den stärksten Gegner dennoch knapp abgeben musste.
Die Jugend zeigte auch an den Ringen, was in ihnen steckt: Moritz Rese, mit erst 17 Jahren der jüngste im Team, zeigte hier die sauberste Übung des Gerätedurchgangs, wurde mit der mit Abstand höchsten Wertung aller deutschen Turner am Gerät belohnt, und brachte dem TSV Monheim 4 Scorepunkte aufs Konto. Die weiteren Duelle mussten leider abgegeben werden und somit stand es zur Pause bereits 25:10.

Auch die zweite Hälfte startete am Sprung direkt wieder mit der Gewissheit, dass diese Saison mit den Youngsters zu rechnen sein wird: Sascha Wilhelm (18 Jahre) zeigte einen sehr schönen Sprung, für den er mit der höchsten E-Note des gesamten Wettkampfes belohnt wurde (9,10) und 3 Punkte nach Monheim holte. Leider war gegen die Sprungmacht aus Buttenwiesen sonst nichts zu holen.

Am Barren holte Norik Friedel (18) den einzigen Scorepunkt auf Monheimer Seite. Sowohl die höchste E-Note als auch Endnote am Gerät zeigte allerdings Artjem Weimer mit einer sehr schönen Übung, womit er seinem ukrainischen Gegenspieler zumindest ein Unentschieden entlocken konnte. Den zweiten Fehler der Gastgeber konnte am Reck Norik Friedel ausnutzen, um mit der besten Wertung aller deutschen Turner am Gerät 5 Scorepunkte nach Monheim zu holen. Die weiteren Paarungen liefen insgesamt allerdings zu Gunsten der Buttenwiesener, wodurch leider auch dieses Gerät nur mit einem Unentschieden endete. Am Ende standen 45:20 Punkte zu Buche und die Monheimer holten zumindest einen Gerätepunkt (11:1). Zusammenfassend kann man aber ganz klar die jungen Turner im Team hervorheben. Mehr als die Hälfte der Duelle (13 von 24) wurden von U20-Turnern ausgetragen und damit sogar auch mehr als die Hälfte der Scorepunkte eingefahren (13 von 20), womit Monheims Wille, die Jugend zu fordern, mehr als erfüllt wurde. „Die Jugend hat ihre Leistung gebracht“, so Cheftrainer Mario Reichert kurz, knapp und prägnant. Nach diesem sehr frühen Saisonstart gilt es nun aber beim gesamten Team, an der Stabilität der Übungen zu arbeiten, um die leider noch relativ hohe Fehlerquote drastisch zu senken.

Nächstes Wochenende geht es zu Hause gegen den TV Bühl, der als Aufsteiger am ersten Wettkampftag bereits eine herbe Niederlage wegstecken musste. (pm)