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Für die Forschung 4.0 ist das TTZ verantwortlich. In der Robotikhalle, werden dann auch schon mal Produktionsabläufe simuliert. (Bild: Diana Hahn)
Für die Forschung 4.0 ist das TTZ verantwortlich. In der Robotikhalle, werden dann auch schon mal Produktionsabläufe simuliert. (Bild: Diana Hahn)

Technologietransferzentrum (TTZ): Forschung 4.0

Die virtuelle und die reale Welt sind dabei, zur Industrie 4.0 zusammenzuwachsen. Genau mit diesem Zusammenwachsen beschäftigt sich das TTZ am „Hochschulstandort“ in Nördlingen. In Zusammenarbeit mit Unternehmen aus der Region realisiert das TTZ Projekte zum Forschungs- und Wissenstransfer in den Schwerpunkten IT-Sicherheit, Automatisierung der Produktion, Prozessentwicklung sowie die Mensch-Roboter- Kollaboration und bildgeführte Robotik.

Insgesamt ist die Forschung des TTZ geprägt durch die Begriffe „Produktion 2020″ und „Industrie 4.0″. „Wir sehen es als unsere primäre Aufgabe an, die regionale Industrie, überwiegend mittelständisch geprägt, auf die Herausforderungen der Industrie 4.0 vorzubereiten“, erklärt Klaus Spiessberger, Projektmanager Forschung und Entwicklung am TTZ. Bisher geht es meist um große Unternehmen, wenn von der Umsetzung von Industrie 4.0 die Rede ist. Die vorhandenen Lösungen sind dann allerdings nur bedingt auf mittelständische Unternehmen übertragbar. „Die Unternehmen aus der Region können auch mit Forschungsideen zu uns kommen. Wenn ein Unternehmen zum Beispiel vor einem Problem steht, bei dem wir es mit unserem Wissen und unserer Forschung unterstützen können, arbeiten wir zusammen an einer Lösung“, so Klaus Spiessberger.

Die Mitarbeiter des TTZ erarbeiten neue Wege zur Digitalisierung von Produktionsprozessen und leisten so einen wichtigen Beitrag zur Standort- und Fachkräfteentwicklung. „In der Region gibt es schon lange sehr renommierte Unternehmen. Aber es fehlte immer die Schnittstelle zur angewandten Forschung“, erläutert Spiessberger die Notwendigkeit des TTZ. Bereits 2008, so der Projektleiter weiter, gab es eine erste Initiative zur Gründung des TTZ. Aber es dauerte noch bis 2014, ehe 1,5 Stiftungsprofessuren in Nördlingen ins Leben gerufen werden konnten. „Gelingen konnte das nur durch eine Initiative von Förderern aus Wirtschaft und Gesellschaft“, so Spiessberger.

Seit 2014 sind Prof. Dr. Florian Kerber, Experte für Mechatronik und Regelungstechnik, und Prof. Dr. Claudia Ehinger, Expertin für Robotik, in Nördlingen tätig. Erst Anfang Februar 2017 erhielt das TTZ die Zusage vom Freistaat, dass die Basisfinanzierung für weitere drei Jahre gesichert ist. 300 000 Euro pro Jahr erhält das TTZ in den nächsten drei Jahren. Ein wichtiger Schritt für das TTZ und die Region.

Über Diana Hahn

Redakteurin für online und blättle. Ob Wirtschaft, neue Technologien oder Historisches aus dem Landkreis – sie fühlt sich in allen Themen zu Hause und mittlerweile auch in unserem Landkreis, als „Zugreiste“ aus dem Raum Dillingen. Hinterfragt gründlich und bringt Dinge auf den Punkt.
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