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Die Schattenseite des schönen Wetters ist der fehlende Regen und die damit verbundene Trockenheit. (Bild: Matthias Stark)

Trockenheit sorgt für hohe Waldbrandgefahr

Der Wetterbericht für die nächste Woche zeigt sich von seiner besten Seite. Fast täglich ist wolkenklarer Himmel und damit Sonnenschein angekündigt. Dazu kommen noch Temperaturen von ca. 30°C.  Dazu gab es in den vergangenen Wochen wenig Regen. Das sorgt für eine steigende Waldbrandgefahr.

Landkreis – In Summe haben wir bis zum aktuellen Zeitpunkt ein Minus von ca. 45 l/m² (von Jahresanfang bis jetzt),“ erklärt Joachim Lang die aktuelle Trockenphase. Er betreibt seit vielen Jahren eine private Wetterstation in Donauwörth. „Was die aktuelle Trockenheit aber ausmacht ist die Tatsache, dass das Minus v.a. seit Mitte Mai aufgebaut wurde, also in einer Phase in der es aufgrund der hohen Sonneneinstrahlung und der warmen Temperaturen ein hohes Maß an Verdunstung gibt. Der Mai wie auch der Juni sind bislang waren bwz. sind zu warm, was die Lage noch verschärft. Seit dem 09. Mai hat es nur 32 l/m² geregnet. Normal wären ca. 90l/m². Es hat also nur ca. ein Drittel des Normalwerts geregnet, und das in einer warmen Wetterphase mit viel Sonne.“

Die Folge der Trockenheit: Die Waldbrandgefahr in der Region ist sehr hoch. An den Messpunkten in Reimlingen, Harburg und Donauwörth hat es momentan Gefahrenstufe 3. Ab morgen gelten in Reimlingen und Harburg Stufe 4, in Donauwörth wird sogar Warnstufe 5 erreicht. Auch in den folgenden Tagen bleibt die Waldbrandgefahr hoch.

Die Regierung von Schwaben hat wegen der mittlerweile vorherrschenden allgemeinen Trockenheit und damit akut bestehenden Waldbrandgefahr im Einvernehmen mit dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Pfaffenhofen ab 20.06.2017, für den Bereich der Landkreise Donau-Ries, Dillingen, Augsburg, Aichach-Friedberg, Günzburg, Neu-Ulm und Unterallgäu Luftbeobachtung als Maßnahme der vorbeugenden Waldbrandbekämpfung angeordnet. Speziell ausgebildete Luftbeobachter und Piloten der Luftrettungsstaffel Bayern und der Regierung von Schwaben halten über den Wäldern nach Brandherden Ausschau.

Bei der vorbeugenden Waldbrandbeobachtung aus der Luft konnten in den letzten Jahren in Schwaben einige Waldbrände frühzeitig entdeckt und schnell gelöscht werden. Dabei wurden auch Brandstellen, die bereits gelöscht waren, weiter überwacht um zu verhindern, dass sich Glutnester neu entzünden.

Gestern kam es aufgrund der Trockenheit bereits zu einem Böschungsbrand entlang der Bahnlinie Donauwörth-Nördlingen bei Möttingen. Hier konnte der Brand schnell gelöscht werden.

Die Trockenheit macht sich auch bei den Landwirten bemerkbar. Karlheinz Götz, Kreisobmann des Bauernverbands Donau-Ries, ist im Moment noch nicht besorgt, was die Trockenheit angeht. „Aufgrund der Trockenheit im Frühling, haben die Pflanzen tiefe Wurzeln gebildet und haben so eine ausreichende Versorgung mit Wasser. Lediglich beim Winterweizen macht sich die Trockenheit bemerkbar. Hier wächst normal jetzt das Korn, da wäre ausreichend Wasser sehr wichtig.“

 

Über Matthias Stark

Geschäftsführer. Gründer von Donau-Ries-Aktuell. Immer direkt vor Ort wenn etwas passiert, auch in der Nacht. Verantwortlich für den Anzeigenvertrieb. Bespricht dienstliches gerne bei einem Arbeitsessen. Katzenliebhaber. Hat ein Faible für antike Holzmöbel.