8. Januar 2020, 08:48

Bauern brauchen Bienen und faire Preise

Bild: pixabay
Die BDM Teams Augsburg, Aichach und Donauries-Dillingen trafen sich mit Johann Häusler, MdL zu einem Informationsaustausch.

Die Handelsbeschränkungen und Auflagen wegen der Blauzungenkrankheit haben zu einen nie dagewesenen Preisverfall bis zur Unverkäuflichkeit der Kälber geführt. Bei tausenden in Bayern untersuchten Kälbern hat es keinen einzigen positiven Blauzungenkrankheitsbefund gegeben. Häusler sagt: Um zukünftig wieder längere Kälberexporte durchführen zu können werden jetzt die Viehtransporter mit Milchtränkevorrichtungen ausgestattet.

Ein weiterer Brennpunkt war die Düngeverordnung in den roten Gebieten. Ein Landwirt trug vor, dass bei der Ausweisung der roten Gebiete zu wenig Grundwassermessstellen herangezogen wurden und hiervon auch nur Messstellen mit hohen Nitratwerten. Gute Messergebnisse von Privatbrunnen seien nicht verwendet worden. Häusler erklärt, dass im bayrischen Landtag auf Antrag der Freien Wähler zu den bisher 600 bayrischen Messstellen weitere 900 neue Messstellen geschaffen werden sollen, um eine sachbezogene Binnendifferenzierung gewährleisten zu können. Hierfür hat der Landtag 20 Millionen Euro bereitgestellt. Zusätzlich werden bisherige kritische Messstellen überprüft. 

Gefragt wurde der Abgeordnete Häusler, was aus dem in 2017 beschlossenen fraktionsübergreifenden Beschluss „Milchmengenreduzierung in Krisenzeiten“ geworden sei. Häusler will sich diesbezüglich informieren und versprach beim nächsten Gespräch darüber zu berichten.

Zum Gesprächsabschluss gaben die Bauern den Abgeordneten mit auf den Weg, sich für die Belange der bäuerlichen Landwirtschaft auch in Sachen faire Handelspraktiken einzusetzen. (pm)