1. April 2019, 14:08

Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt

Bild: Bundesagentur für Arbeit
​​​​​​Die Arbeitslosigkeit ist im März erheblich zurückgegangen. Die Arbeitslosenquote liegt aktuell im Landkreis Donau-Ries bei 1,5 Prozent.

Die Arbeitslosigkeit ist im März um 0,3 Prozent erheblich zurückgegangen. Die Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 1,5 Prozent, vor einem Jahr lag sie bei 1,9 Prozent. Derzeit sind im Landkreis Donau-Ries 1.161 Menschen arbeitslos gemeldet, 225 weniger als im vorigen Monat und 271 weniger als vor einem Jahr. „Die stabile konjunkturelle Lage und die saisonübliche Belebung des Arbeitsmarktes sorgten für die guten Rahmenbedingungen bei der Arbeitssuche. Von der Frühjahrsbelebung konnten vor allem die Männer profitieren, da diese verstärkt in Außenberufen tätig sind und ihre Arbeit wieder aufgenommen haben. Dennoch gibt es einiges zu tun, denn Arbeitslosigkeit ist kein fester Block, sondern es gibt viel Bewegung auf dem Arbeitsmarkt. Wir verzeichneten im Berichtsmonat 540 neue Arbeitslosmeldungen und 751 Personen konnten sich aus der Arbeitslosigkeit abmelden“, berichtet Werner Möritz, operativer Geschäftsführer der Donauwörther Arbeitsagentur.

Wie sieht die Arbeitsmarktsituation bei den besonderen Personengruppen aus?

Bei den älteren Arbeitnehmern ab 50 Jahren beträgt die Arbeitslosenquote 1,8 Prozent. Das entspricht 475 Personen. Die Arbeitslosenquote der Jugendlichen zwischen 15 und 25 Jahren liegt bei 1,1 Prozent (99 Personen). 257 ausländische Arbeitslose und 137 Menschen mit Behinderung suchen eine Beschäftigung.

Soziale Grundsicherung

Von den 1.161 arbeitslos gemeldeten Menschen waren 736 bei der Agentur für Arbeit (minus 199 zum Vormonat) und 425 Personen beim Jobcenter Donau-Ries (minus 26 zum Vormonat) gemeldet.

Unterbeschäftigungsquote

In der Unterbeschäftigung werden zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Personen abgebildet, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie z. B. eine berufliche Weiterbildung besuchen, kurzfristig arbeitsunfähig oder einen Existenzgründungszuschuss erhalten. Insgesamt sind dies 1.700 Personen. Die Unterbeschäftigungsquote beträgt 2,2 Prozent (Vormonat 2,4 Prozent; Vorjahr 2,6 Prozent).

Viele Ausbildungsstellen sind noch nicht besetzt

Im Berufsberatungsjahr 2018/2019 ist Halbzeit. Aktuell sind noch 746 offene Ausbildungsstellen gemeldet. 331 Bewerber für eine Berufsausbildungsstelle sind noch auf der Suche nach einem Lehrplatz oder haben sich noch nicht entschieden. Rein rechnerisch standen damit im März 2019 jedem Ausbildungssuchenden 2,25 Ausbildungsplätze zur Verfügung. „In der Praxis stimmen aber oftmals Angebot und Nachfrage nicht überein. Die Ausbildungsplätze müssen für die Jugendlichen verkehrstechnisch erreichbar sein und die Eignung und Neigung der jungen Leute muss den Anforderungen der Arbeitgeber entsprechen“, führt Möritz aus. „Gerade deshalb wird es für die Unternehmen der Region, die ihre Ausbildungsplätze noch nicht besetzen konnten, nun zunehmend wichtiger, auch vermeintlich schwächeren Jugendlichen eine Chance zu geben. Noten alleine sagen oft nichts über die Eignung der jungen Leute für einen Beruf aus. An die Jugendlichen richte ich den Appell – soweit noch nicht geschehen – unsere Berufsberater zu kontaktieren und sich über verschiedene Ausbildungsberufe zu informieren. Auch junge Erwachsene, die keinen Berufsabschluss haben, sollen sich überlegen, eine Ausbildung zu beginnen. Die Chancen einen Ausbildungsplatz zu finden, waren selten so gut wie jetzt und eine duale Ausbildung liefert beste Startchancen für eine erfolgreiche Berufslaufbahn“, so Werner Möritz weiter. (pm)