4. April 2017, 12:20

Von Sydney nach Thierhaupten: Why not?

Männer in der Unterzahl: Vorstandssprecher Michael Kruck, Vorstand Franz Miller (links
und rechts außen) mit den Referentinnen (v.l.) Sasha Rossmann, Dr. Jutta Krienke und
Moderatorin Barbara Stempfle, Privatkundenberaterin. Bild: DRA
Für Dr. Jutta Krienke war es ein Besuch in der alten Heimat. Die Versicherungsmathematikerin aus München ging eine Zeit lang in Donauwörth zur Schule, nun kam sie nach vielen Jahren für einen besonderen Abend zurück: zur Veranstaltung der Raiffeisen-Volksbank Donauwörth eG unter dem Motto „Starke Frauen – für Frauen.“
Donauwörth - Vor rund 450 weiblichen Gästen sprach Krienke über die moderne Altersvorsorge. Und die sei vor allem für Frauen wichtig, sagte die Expertin der Versicherungskammer Bayern: Frauen leben statistisch gesehen länger als Männer, bekommen aber deutlich weniger Rente. Um nicht in die Altersarmut zu rutschen, empfahl Krienke einen Drei-Stufen-Plan: Zunächst sollten Frauen ihre genauen Ziele und Wünsche für die Zeit nach dem Berufsleben festlegen und anschließend den finanziellen Nettobedarf ermitteln. Je nach Ergebnis und Laufzeit gebe es verschiedene Möglichkeiten, in die private Altersvorsorge zu investieren. Wichtig sei, konsequent zu sparen – ohne Pause.
Einen kürzeren Anfahrtsweg zur Veranstaltung im Donauwörther Tanzhaus hatte Referentin Sasha Rossmann. Dass die Innenarchitektin aus Mertingen jedoch schon mehrmals um die halbe Welt gereist ist, schilderte sie eindrucksvoll und lebendig auf der Bühne. Für ihren Ehemann zog die gebürtige Australierin vor 15 Jahren von Sydney nach Thierhaupten. Ein Seufzen ging durchs Publikum, als sie davon erzählte, wie sie ihre alte Heimat verließ und von der australischen Millionen-Metropole in die deutsche Marktgemeinde kam. Doch es sollte kein Abschied auf Dauer sein: Gemeinsam mit ihrem Ehemann gründete sie die deutsch-australische Firma „pad“, ein englischer Begriff für die eigenen vier Wände.
Sasha Rossmann designt Kissen, Decken und Wohnaccessoires und pendelte immer wieder zwischen den Kontinenten hin und her. Ihre Deko-Artikel verschönern auch zahlreiche Wohnzimmer in der Region, denn Sasha Rossmann verkaufte sie unter anderem der Kuschelecke in Donauwörth, ihrem ehemaligen Geschäft. Während einer Fachmesse wurde sie schließlich im September 2015 zufällig von einer TV-Produktionsfirma entdeckt. In der Fernsehsendung „Traumhaus oder raus“ auf Kabel eins renovierte sie alte Immobilien und machte aus ihnen wahre Schmuckstücke. Einfache Tipps gab sie den Frauen mit auf den Weg: Bei ruhigen Grundfarben einzelne Akzente setzen, zum Beispiel mit Tönen in Senffarben, der Trend 2017. Außerdem wirken Naturmaterialien wie Holz besonders harmonisch. Aber auch Experimente sind erlaubt, zum Beispiel ausgefallene Muster, sagte die Expertin. Ganz nach ihrem Lebensmotto: Why not – warum nicht?  (pm)