21. März 2017, 11:46

Was Bauherren in Oettingen erwartet

m Sportheim des TSV Oettingen referierten (von links) Michael Schubert (Baufinanzierung RVB Ries), Dipl.-Ing. Joost Godts (Planer des Baugebiets) und Günther Schwab (Stadt Oettingen).
Bild: DRA
Die Bauplätze am Kelterfeld werden im Losverfahren vergeben. Welche Neuigkeiten es beim Info-Abend der Raiffeisen-Volksbank Ries noch gab
Die Bauplätze am Kelterfeld werden im Losverfahren vergeben. Welche Neuigkeiten es beim Info-Abend der Raiffeisen-Volksbank Ries noch gab
Oettingen - Wer ein Haus im neuen Oettinger Baugebiet bauen will, sollte sich einige Termine vormerken. Bei der Bauherren-Brotzeit der RVB Ries in Oettingen präsentierte Günther Schwab (Verwaltungsgemeinschaft Oettingen) den Fahrplan für das neue Baugebiet. Nachdem die Arbeit der Archäologen „ohne Spektakuläres“ zu Ende ging, kann das neue Baugebiet an der Staatsstraße nach Ehingen erschlossen werden, sagte Günther Schwab vor den Besuchern. Für jeden Bauplatz wird es einen Gasanschluss geben, und Glasfaserkabel wird gelegt. Die Stadt erstellt außerdem eine Regenwasserzisterne auf jedem Grundstück. Das sei vor allem wichtig, um den Steinerbach zu entlasten.
Was kostet ein so erschlossener Bauplatz? Diese Antwort musste Schwab den Besuchern noch schuldig bleiben. Der Quadratmeter-Preis wird derzeit kalkuliert, der Stadtrat wird voraussichtlich in seiner Sitzung Ende März einen Beschluss fassen. Im Raum steht außerdem eine mögliche „familienbezogene Bauplatzförderung“. Pro Kind, das im neuen Haus einzieht, könnte zum Beispiel ein Preisnachlass von 3000 Euro auf das gesamte Grundstück gewährt werden. „Da steht noch ein Fragezeichen dahinter“, sagte Günther Schwab. Diese Information wird es endgültig wohl erst im April geben.
Die Stadt Oettingen plant eine Bewerbungsfrist für die Bauplätze. Vom 10. bis 30. April können sich Interessenten bei der Stadt melden und ihre bevorzugten Bauplätze angeben. Bei mehreren Interessenten auf einen Bauplatz wird das Los entscheiden, und zwar am 12. Mai unter notarieller Aufsicht. Es wird keine bevorzugte Vergabe an „Einheimische“ geben. Günther Schwab wies noch auf zwei Besonderheiten hin. Wer ein Grundstück in der südlichen Reihe erwirbt, muss den dort zur Straße geplanten Erdwall zur Hälfte mit erwerben, allerdings zu einem niedrigeren Preis. Wer in der westlichen Häuserreihe einziehen will, muss die dort gepflanzten Sträucher von seiner Seite pflegen, die Arbeiten von Westen her übernimmt die Stadt Oettingen.
Joost Godts hat das Baugebiet am Kelterfeld geplant. „Die Bauherren sind sehr frei in ihren Gestaltungsmöglichkeiten“, sagte der Städteplaner. Bauherren können aus vielen verschiedenen Dachformen und Dachneigungen wählen, ein oder zwei Geschosse sind möglich. In der Mitte des neuen Baugebiets wird es eine Spielstraße geben, das Gebiet wird von der Staatsstraße her befahren, es wird keinen Durchgangsverkehr von Osten geben. Die 53 Baugrundstücke haben eine sehr schöne Südhanglage mit rund sechs Prozent Gefälle, so Godts. Die Grundstücke für Einfamilienhäuser sind 700 bis 800 Quadratmeter groß, im Süden gibt es kleinere Grundstücke mit rund 400 Quadratmetern. Hier sind Doppelhäuser möglich.
Michael Schubert, Leiter der Baufinanzierung bei der RVB Ries, bedankte sich für die ausführlichen Informationen der Referenten und wies die Bau-Interessenten auf verschiedene Förderprogramme der Kreditanstalt für Wiederaufbau (kfw) hin. (pm)