19. September 2017, 11:02

Zusammenarbeit braucht Vernetzung

Das Bild zeigt Dr. Kayode Salau und Landrat Stefan Rößle . Bild: Simon Kapfer/Landratsamt Donau-Ries
Bestandsaufnahme der entwicklungspolitischen Akteure im Landkreis Donau-Ries wird in Kooperation mit der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt von Engagement Global im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung durchgeführt.
Donauwörth - Landrat Stefan Rößle und der Kreistag des Landkreises Donau-Ries haben verschiedene Aktivitäten zu kommunaler Entwicklungszusammenarbeit angestoßen. Ein Ziel von Landrat Rößle ist z.B. der Bau von 10 Schulen in Afrika durch die Region Donau-Ries.
Die Idee hierzu wurde am 21. Februar 2017 in Wemding durch Entwicklungshilfeminister Dr. Gerd Müller vorgestellt. Vor dem Hintergrund der weltweiten Entwicklungen sollen mit diesen Engagements die Fluchtursachen vor Ort bekämpft werden und die Lebenssituation der Menschen vor Ort verbessert werden. Bereits jetzt engagieren sich immer mehr Bürgerinnen und Bürger sowie Organisationen in verschiedenster Weise zusammen mit Kommunalverwaltungen, Eine-Welt-Vereinen, migrantischen Vereinen, kirchlichen Initiativen, Unternehmen und Schulen für die Belange der Länder Afrikas, Südamerikas und Asiens. Dies gilt auch für den Landkreis Donau-Ries.
Um hier einen Überblick zu erhalten und um die Akteure vor Ort besser zu vernetzen ist eine Bestandsaufnahme geplant. Die Befragung ist Teil des bundesweiten Projekts „Migration und Entwicklung auf kommunaler Ebene“ der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt von Engagement Global, das im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung umgesetzt wird. Für die Durchführung der Interviews mit den engagierten Akteuren wurde Herr Dr. Kayode Salau beauftragt.
Herr Dr. Salau wird im Auftrag der Engagement Global im Zeitraum von Ende September bis Ende Oktober 2017 mit den zuständigen Ansprechpartnern in den Städten und Gemeinden sowie bei den Vereinen, und Initiativen und Schulen das Gespräch suchen.
Welche Vorteile bringt die Bestandaufnahme für die Bürger?
Eine wichtige Zielsetzung der Bestandsaufnahme ist es, detaillierte Informationen über entwicklungspolitischen Aktivitäten im In- und Ausland sowie über die Strukturen, Herausforderungen und Organisationsformen der einzelnen Engagements zu erhalten. Außerdem soll der Wunsch nach Unterstützung und Bedarf an Kooperation ermittelt werden. Mit diesen Erkenntnissen können der Landkreis und die Verantwortlichen im Bund ihre Unterstützungsangebote im Bereich der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit zielgerecht weiterentwickeln. Nach Abschluss der Bestandsaufnahme wird ein Vernetzungsworkshop für die befragten Akteure angeboten um Kooperationsmöglichkeiten aufzuzeigen und einen Erfahrungsaustausch zu ermöglichen.
Ein Teil der gesammelten Informationen (Wer macht was, wo und welche Vernetzungswünsche bestehen?) sollen in Form einer Broschüre kostenlos im Landkreis Donau-Ries an die breite Öffentlichkeit verteilt werden. Zudem soll ein öffentlicher Zugang zur Digitalversion der Broschüre ermöglicht werden. In dieser Informationsquelle finden so auch entwicklungspolitisch interessierte Personen Anregungen für mögliche Tätigkeitsfelder.
Der Landkreis Donau-Ries wäre Ihnen daher sehr dankbar, wenn Sie im Rahmen der Bestandsaufnahme mit dem von Global Engagement beauftragten Herrn Dr. Kayode Salau zusammenarbeiten könnten. (pm)