12. Februar 2021, 12:43

Bürgermeister wenden sich erneut an Wirtschaftsministerium

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger. Bild: StmWi
Insgesamt elf Bürgermeister aus dem Landkreis haben sich mit einem Brief an das bayerische Wirtschaftsministerium gewandt. Ziel des Schreibens ist die Rettung ihrer jeweiligen Innenstädte in Zeiten der Pandemie.

Sie sorgen sich um die Folgen der Corona-Pandemie für die Innenstädte. Deshalb hatten sich auf Initiative von Nördlingens Oberbürgermeister David Wittner zahlreiche Oberbürgermeister und Bürgermeister im Landkreis Donau-Ries bereits am 15. Januar an den bayerischen Staatsminister im Wirtschaftsministerium, Hubert Aiwanger gewandt. „Bedauerlicherweise sind bis zum heutigen Tage keine zusätzlichen Hilfen des Freistaats in Sicht,“ schreiben sie in ihrem erneuten Appell, dem sich neben den bisherigen Unterzeichnern, den Oberbürgermeistern von Nördlingen und Donauwörth sowie den Ersten Bürgermeistern von Rain, Wemding, Harburg, Oettingen, Monheim, Kaisheim, Mertingen und Wallerstein auch der Erste Bürgermeister aus Asbach-Bäumenheim angeschlossen hat.

In dem Brief heißt es: „Unsere lokalen Unternehmen berichten, dass bereits beantragte Hilfen spät oder nur teilweise ausgegeben werden.“ Viele Unternehmen seien akut in ihrer Existenz bedroht. Da deshalb zu befürchten stehe, „dass viele Geschäfte nie mehr öffnen, dass sich das, was wir in den letzten Jahren durch aktives Leerstands- und Innenstadtmanagement unter hohem Ressourceneinsatz erreicht haben, zerschlägt und unsere Innenstädte verwaisen“ fordern die 11 Unterzeichner schnelle und vor allem auskömmliche Hilfen, „beispielsweise durch eigene Programme des Freistaats Bayern“.

Darüber hinaus schlagen sie vor, den flächendeckenden Lockdown ganzer Wirtschaftszweige „durch ein intelligentes Konzept zielgenauer und regional differenzierter Einzelmaßnahmen zur wirksamen Eindämmung des Corona-Virus“ zu ersetzen. Zuwiderhandeln solle konsequent werden und spürbare Konsequenzen haben. Ein regionales Stufenmodell habe das Potential, „durch unzureichende Hilfen verloren gegangenes Vertrauen bei den Unternehmern und ihren Beschäftigten wiederherzustellen, ihre weitere Unterstützung der Maßnahmen zu sichern und den Zusammenhalt unserer Gesellschaft als Ganzes, der in diesen Zeiten wichtiger denn je ist, zu stärken“.

Der Appell aus dem Donau-Ries endet mit der erneuten und eindringlichen Bitte an den Staatsminister im Wirtschaftsministerium „sich in Bayern und auf Bundesebene schnellstmöglich für echte Perspektiven für Handel, Dienstleister und Gastronomie in unseren Innenstädten sowie ganz akut für konkrete zusätzliche Hilfen und auskömmliche Entschädigungen einzusetzen, die die heimische Geschäftswelt und damit auch die Attraktivität sowie Zukunftsfestigkeit unserer Innenstädte sicherstellen.“ (pm)