Wirtschaft

IHK Schwaben: Bessere Verkehrsanbindung, schnelle Verfahren und Fachkräfte

Symbolbild. Bild: pixabay
Mit dem Start der neuen kommunalen Amtszeit am 1. Mai rückt die IHK Schwaben die Standortbedingungen in Donau-Ries in den Fokus. Aus Sicht der regionalen Wirtschaft stehen vor allem eine bessere Anbindung an das überregionale Autobahnnetz, schnelle Verwaltungs- und Genehmigungsverfahren, stabile kommunale Belastungen sowie Bildung und Fachkräftesicherung auf der Agenda.

Die IHK-Regionalversammlung Donau-Ries setzt auf die neu gewählten kommunalen Mandatsträgerinnen und Mandatsträgern immer im konstruktiven Austausch. „Die neue Amtszeit ist eine Chance, die Standortbedingungen in Donau-Ries gezielt weiterzuentwickeln. Unsere Unternehmen brauchen verlässliche Entscheidungen, schnelle Verfahren und eine Infrastruktur, die wirtschaftliche Entwicklung ermöglicht. Das IHK-Ehrenamt steht bereit, die Perspektive der Wirtschaft konstruktiv einzubringen“, sagt Andreas Dirr, Vorsitzender der IHK-Regionalversammlung Donau-Ries.

Wirtschaftliche Bedeutung der Region

Die wirtschaftliche Bedeutung der Region ist groß: In Donau-Ries zählt die IHK Schwaben 10.461 Mitgliedsunternehmen. Die Region steht für 65.449 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, 317 Ausbildungsbetriebe und eine Exportquote im Verarbeitenden Gewerbe von 53 Prozent. Damit wirken kommunale Entscheidungen unmittelbar auf Beschäftigung, Ausbildung und Wohlstand in der Region.

Verkehrsachsen und schnelle Verfahren im Fokus

Ein zentrales Thema ist aus Sicht der regionalen Wirtschaft die Infrastruktur. Die Region soll besser an das überregionale Autobahnnetz angebunden werden. Der Ausbau der Bundesstraße 16 ist aus Sicht der Wirtschaft mit Nachdruck voranzutreiben, um die regionale Erreichbarkeit zu sichern, wirtschaftliche Potenziale zu stärken und die nachhaltige Entwicklung des Wirtschaftsraums zu unterstützen. Ebenso wichtig ist eine moderne, digitale und verlässliche Verwaltung. Unternehmen sind auf transparente Abläufe, rechtssichere Entscheidungen und zügige Verfahren angewiesen. Die IHK verweist auf eine effektive und schnelle Kommunikation zwischen allen beteiligten Stellen. Dazu gehört etwa eine zeitnahe Rückmeldung über fehlende Unterlagen oder Informationen in Genehmigungsverfahren, um Verzögerungen zu vermeiden.

„Viele Standortfragen werden nicht in Berlin oder München entschieden, sondern direkt vor Ort. Ob ein Genehmigungsverfahren zügig läuft, ob Rückmeldungen schnell erfolgen oder ob die Verkehrsanbindung leistungsfähig ist, macht für unsere Unternehmen einen konkreten Unterschied“, sagt Dirr.

Bildung, Fachkräfte und Innenstadtentwicklung

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Bildung und Fachkräftesicherung. Die personelle Ausstattung in der beruflichen Bildung und Betreuung sollte aus Sicht der Regionalversammlung bedarfsgerecht erhöht werden, damit Ausbildungsqualität, individuelle Betreuung der Auszubildenden und moderne Bildungsangebote langfristig gesichert werden können. Zudem sollen Anerkennungs- und aufenthaltsrechtliche Verfahren effizienter gestaltet und deutlich beschleunigt werden, damit qualifizierte Fachkräfte schneller in den Arbeitsmarkt integriert werden können. Auch Innenstadt- und Flächenentwicklung bleiben wichtige Themen. Die Regionalversammlung spricht sich dafür aus, die Landesgartenschau als regionales Entwicklungs- und Imageprojekt aktiv zu unterstützen. Im Zuge dessen sollte eine Verlängerung der Öffnungszeiten für den örtlichen Einzelhandel ermöglicht werden, um wirtschaftliche Potenziale der Veranstaltung zu nutzen und die Attraktivität der Innenstadt zu steigern. Zudem fordert die IHK den Radius für die Anrechnung von Ausgleichsflächen zu erweitern, um Planungs- und Genehmigungsverfahren zu beschleunigen.

IHK-Ehrenamt bietet Dialog an

In der IHK-Regionalversammlung Donau-Ries engagieren sich Unternehmerinnen und Unternehmer aus der Region ehrenamtlich für die wirtschaftliche Entwicklung vor Ort. Die Handlungsfelder und notwendige Schritte wurden zur Kommunalwahl bereits im Vorfeld der Wahl erarbeitet und den Kandidierenden zur Verfügung gestellt. Die IHK Schwaben will den Austausch mit Politik und Verwaltung nach dem Amtsantritt fortsetzen. Ziel ist es, konkrete Anliegen der Unternehmen frühzeitig in kommunale Entscheidungsprozesse einzubringen und gemeinsam an guten Rahmenbedingungen für Donau-Ries zu arbeiten. (dra)