Die SPN Schwaben Präzision Fritz Hopf GmbH hat in ein neues Dreh-Fräszentrum vom Typ INDEX R300 investiert und erweitert damit ihre Fertigungskapazitäten im Bereich Kegelradfräsen. Anlass sind langfristige Lieferverträge in der Robotik und in weiteren Branchen. Sie stellen hohe Anforderungen an eine robuste und zuverlässige Lieferkette und machten Investitionen in neue Bearbeitungs- und Verzahnungstechnologien erforderlich.
Mit der neuen Maschine profitieren Kunden künftig von höchster Präzision bei gefrästen Verzahnungsbauteilen und damit von größerer Genauigkeit und Spielfreiheit ihrer Getriebeanwendungen.
Die INDEX R300 vereint Drehen und Fräsen in einer neuen Dimension: Zwei unabhängige 5-Achs-Systeme erlauben eine vollständige Bearbeitung, inklusive Rückseite, in einer Aufspannung. Mit bis zu 140 Werkzeugplätzen können beide Frässpindeln gleichzeitig und unabhängig voneinander bestückt werden, was die Nebenzeiten spürbar verkürzt.
Die Motorfrässpindel liefert bis zu 95 Nm Drehmoment bei einer maximalen Drehzahl von 9.000 min⁻¹, die Hauptspindel erreicht bis zu 690 Nm Drehmoment und 52 kW Leistung.
Besondere Bedeutung hat die Maschine für die Verzahnungstechnik: Dank ihrer speziellen Kinematik ermöglicht die INDEX R300 die Komplettbearbeitung von Kegelrädern in einer Aufspannung, ein deutlicher Vorteil in Präzision und Durchlaufzeit gegenüber konventionellen Verfahren mit mehreren Bearbeitungsschritten.
Die hervorragenden statischen, dynamischen und thermischen Eigenschaften der Maschine sowie die effiziente Anordnung der Achsen bilden die Grundlage dafür. In Kombination mit einem speziell entwickelten Steuerungszyklus lassen sich auch anspruchsvolle, hochpräzise Verzahnungsteile fertigen.
„Wir arbeiten mit dem Closed-Loop-Verfahren: Auf unserem Verzahnungsmesszentrum werden die topologischen Abweichungen zu vorgegebenen Sollwerten erfasst. Basierend auf dem Modell werden aus den realen Abweichungen Korrekturdaten berechnet und der Prozess angepasst.
Durch die kontinuierliche Rückführung der Messdaten in den Fertigungsprozess können Fertigungsabweichungen gezielt korrigiert und der Prozess schrittweise an die vorgegebenen Solldaten herangeführt werden. Damit beschreibt der Closed Loop ein selbst optimierendes System und ist ein gutes Beispiel für Industrie 4.0.“ sagt Stefan Ohmüller, Leiter Produktionstechnologien bei SPN Schwaben Präzision.
„Mit der Investition stärkt SPN Schwaben Präzision seine technologische Kompetenz und schafft die Voraussetzungen, Wertschöpfungsanteile künftig gezielt im eigenen Haus abzubilden. Sie erweitert das technologische Leistungsspektrum des Unternehmens und trägt zur weiteren Absicherung seiner Wettbewerbsfähigkeit bei.“, so Rainer Hertle, technischer Geschäftsführer. (dra)