IHK-Regionalversammlung

Wirtschaft und Kommunalpolitik im Dialog: Zukunftsthemen für Nordschwaben im Fokus

Andreas Dirr (Vorsitzender der IHK-Regionalversammlung Donau-Ries), Michael Dinkelmeier (Landrat Donau-Ries), Alexander Merenda (Vorsitzender IHK-Regionalversammlung Dillingen), Markus Müller (Landrat Dillingen), Dr. Marc Lucassen (Hauptgeschäftsführer IHK Schwaben) Bild: Peter Fastl / IHK Schwaben
Die Regionen Donau-Ries und Dillingen haben zu einer gemeinsamen IHK-Regionalversammlung getroffen. Dabei wurde mit der Politik über Standortentwicklung, Fachkräftesicherung und moderne Verwaltungsstrukturen diskutiert.

Wie kann die Wettbewerbsfähigkeit der Region Dillingen und Donau-Ries langfristig gesichert werden? Diese Frage stand im Mittelpunkt der gemeinsamen Regionalversammlung der Regionen Dillingen und Donau-Ries bei der Alois Denzel KG in Wertingen. Gemeinsam mit den Landräten Markus Müller und Michael Dinkelmeier diskutierten Unternehmerinnen und Unternehmer über die wirtschaftlichen Herausforderungen und Chancen der Region.

Zu Beginn der Veranstaltung skizzierte Dr. Marc Lucassen, Hauptgeschäftsführer der IHK Schwaben, die aktuelle wirtschaftliche Lage. Trotz eines herausfordernden nationalen und internationalen Umfelds verfüge Nordschwaben über wichtige Standortvorteile: eine starke mittelständische Wirtschaftsstruktur, eine hohe Lebensqualität und eine attraktive Lage im süddeutschen Wirtschaftsraum. Gleichzeitig warnte Lucassen vor den Folgen zunehmender Bürokratie, hoher Kostenbelastungen und des Fachkräftemangels. Unternehmen benötigten vor allem verlässliche Rahmenbedingungen, Planungssicherheit und ausreichend Raum für Investitionen und Wachstum. 

Standortentwicklung und moderne Verwaltung als zentrale Themen

Grundlage der anschließenden Podiumsdiskussion war das kommunalpolitische Positionspapier“, das die Regionalversammlungen anlässlich der Kommunalwahlen verabschiedet hatten. Gemeinsam mit den beiden Landräten, Dr. Marc Lucassen, Gregor Ludley und Andreas Dirr diskutierten die Teilnehmer über die Zukunft der Wirtschaftsregion.

Im Mittelpunkt standen die Entwicklung von Gewerbeflächen und Innenstädten, leistungsfähige Infrastruktur, die Digitalisierung der Verwaltung sowie schnellere Genehmigungs- und Planungsverfahren. Einigkeit bestand darin, dass moderne Verwaltungsstrukturen und eine konsequente Digitalisierung wesentliche Voraussetzungen für die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen sind. Ebenso wurde die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit über Landkreisgrenzen hinweg hervorgehoben.

„Die Herausforderungen sind bekannt: Fachkräfte, Bürokratie und Digitalisierung. Entscheidend ist jetzt, dass wir gemeinsam vom Diskutieren ins Umsetzen kommen“, sagte Andreas Dirr, Vorsitzender der IHK-Regionalversammlung Donau-Ries.

Fachkräfte, Bildung und Innovation entscheidend

Ein weiterer Schwerpunkt war die Sicherung von Fachkräften. Die Diskussionsteilnehmer betonten die Bedeutung der beruflichen Bildung sowie die Chancen von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz für Unternehmen und Beschäftigte. „Gut ausgebildete Fachkräfte sind die Grundlage für eine starke Region. Deshalb müssen wir berufliche Bildung fördern und gezielt in digitale Kompetenzen investieren“, betont Gregor Ludley, stellvertretender Vorsitzender der IHK-Regionalversammlung Dillingen.

Um den wirtschaftlichen Wandel erfolgreich zu gestalten, seien Investitionen in Bildung, Innovation und digitale Kompetenzen unerlässlich. Gleichzeitig müssten Kommunen und Landkreise passende Rahmenbedingungen schaffen, damit Unternehmen neue Technologien erfolgreich einsetzen können.

Gemeinsames Ziel für die Region

In der abschließenden Diskussion brachten die Mitglieder der beiden Regionalversammlungen weitere Anregungen und Anliegen ein. Der Austausch machte deutlich, dass die Zukunftsfähigkeit Nordschwabens nur im engen Zusammenspiel von Wirtschaft, Politik und Verwaltung gesichert werden kann. Die gemeinsame Regionalversammlung setzte damit ein starkes Signal für Dialog, Zusammenarbeit und die nachhaltige Weiterentwicklung der Region Dillingen und Donau-Ries. (dra)