Abschlussfeier

13 Absolventinnen verabschiedet

Absolventinnen der Nördlinger Fachschule für Ernährung und Haushaltsführung mit AELF-Behördenleiter Dr. Reinhard Bader (1. v. l.) und Hauswirtschaftsoberrätin Bettina Stadler (1. v. r.) Bild: Patrizia Schallert
An der Nördlinger Landwirtschaftsschule wurden neue Fachkräfte für Ernährung und Haushaltsführung verabschiedet.

„Unser wirtschaftlicher Erfolg und Fortschritt liegt allein an der Bereitschaft der Gesellschaft, die Aus- und Weiterbildung zu fördern, und an den Menschen, die das vielfältige Bildungsangebot in Anspruch nehmen“, sagte Dr. Reinhard Bader. Auf der Abschlussfeier gratulierte der AELF-Chef den dreizehn Frauen, die diese Chance genutzt und an der hauswirtschaftlichen Teilzeitschule in Nördlingen erfolgreich die Ausbildung zur Fachkraft für Ernährung und Haushaltsführung absolviert haben.

Dass diese Ausbildung nicht nur für Teilnehmerinnen mit bäuerlichem Hintergrund attraktiv ist, zeigten die zuvor abgeschlossenen Berufsausbildungen der Studierenden. Die Teilzeitschule diene nicht nur der Wissensvermittlung, sondern sei gleichzeitig das Gesicht der Landwirtschaftsverwaltung, die das Fachwissen in die Gesellschaft tragen will. „Die Hauswirtschaft wird noch mehr an Bedeutung gewinnen, weil in der Bevölkerung viele Alltagskompetenzen verloren gegangen sind“, so Bader.

Neben den Absolventinnen begrüßte Dr. Reinhard Bader zusammen mit Hauswirtschaftsoberrätin Bettina Stadler etliche Ehrengäste, Lehrkräfte und Schulleiterin Brigitte Steinle, die online zugeschaltet war und die auf einen pandemiebedingt herausfordernden Schulbetrieb zurückblickte.

Wegen der durch Corona verzögerten Schulwerbung begann der Unterricht im Herbst 2020 mit 16 Studierenden vier Wochen später als geplant. „Wir versuchten uns auf die Anforderungen im Infektionsschutz einzustellen, wobei die Hygiene in der Hauswirtschaft ohnehin eine feste Regel ist.“, so Steinle in ihrem Rückblick. Dem erschwerten Präsenzunterricht mit Maske und Abstandsregeln bis kurz vor Weihnachten folgte schließlich der Lockdown. Niemand habe damit gerechnet, dass sich der teils mit Leihgeräten durchgeführte Online-Unterricht mit einer kurzen Unterbrechung von nur zwei Präsenztagen dann doch bis in den Mai hinziehen würde. „Einzelne Theoriestunden werden wir vielleicht auch in den kommenden Jahren online durchführen“, sagte Steinle. Zum Praxisunterricht in Präsenz gebe es jedoch keine wirkliche Alternative. Daher seien die Studierenden und Lehrkräfte erleichtert gewesen, als im Mai mit dem Präsenzunterricht endlich wieder Normalität in den Schulalltag eingezogen war. Zahlreiche Exkursionen, Seminare und außerschulische Unterrichtseinheiten, gleich ob in einer Krankenhausküche, Seniorenresidenz oder auf landwirtschaftlichen Betrieben, machten das Lernen wieder zu einem besonderen Erlebnis und bereiteten die Studierenden auf die Prüfungen vor.

Vizelandrätin Claudia Marb, die stellvertretende Nördlinger Bürgermeisterin Gudrun Gebert-Löfflad, die Vorsitzende der VLF-Frauengruppe Donau Ries, Marianne Weng, und der RVB-Kreisverbandsvorsitzende Paul W. Ritter zollten den Absolventinnen in ihren Grußworten Respekt und Anerkennung für den erfolgreichen Abschluss ihrer Ausbildung und überreichten Ehren- und Sachpreise.

Mit zahlreichen Fotos präsentierten Semestersprecherin Bettina Kapfer und ihre Stellvertreterin Silke Deffner die abwechslungsreichen und anspruchsvollen Stationen ihrer hauswirtschaftlichen Ausbildung. Anschließend durften die dreizehn Absolventinnen ihre Zeugnisse und Urkunden in Empfang nehmen. Mit der Durchschnittsnote 1,22 erzielte Silke Scharf (Mönchsdeggingen) das beste Prüfungsergebnis, gefolgt von Martina Färber (Wemding) mit 1,44 und Anja Kaußler (Auhausen) mit 1.50 (alle Landkreis Donau-Ries).

Weitere zehn Studierende aus den Landkreisen Donau-Ries, Dillingen, Heidenheim und Ostalbkreis haben die Teilzeitschule ebenfalls erfolgreich absolviert: Angelika Aiglstorfer (Schaffhausen), Silke Deffner (Nördlingen), Regina Glaß (Wittesheim), Svenja Hertle (Dürrenzimmern), Helga Kollmann (Mündling), Hermine Thum (Maihingen), Jasmin Behringer (Oberliezheim), Bettina Kapfer (Gremheim), Carmen Schweinstetter (Trugenhofen) und Maria Büttner (Neresheim).

Schulleiterin Steinle freute sich, dass acht der Absolventinnen an der staatlichen Prüfung zum Berufsabschluss „Hauswirtschafterin“ teilnehmen wollen.

Im neuen Semester „2022-2024“, das voraussichtlich Anfang September 2022 beginnt, sind noch Plätze frei. Interessierte sollten sich umgehend melden. Informationen zur Fachschule und der Aufnahmeantrag sind auf der Homepage des AELF Nördlingen-Wertingen:
https://www.aelf-nw.bayern.de/bildung/hauswirtschaft/275025/index.php . (pm)