4. Juni 2020, 09:48

Abschluss Teilzeitschule Hauswirtschaft

Hauswirtschaftsdirektorin Brigitte Steinle (hinten) freute sich mit den Prüfungsbesten der hauswirtschaftlichen Teilzeitschule Nördlingen, (von rechts).Eva-Maria Oswald, Gudrun Stumpf und Cornelia Funk. Bild: Patrizia Schallert
Ungewöhnliche Zeiten erfordern ungewöhnliche Maßnahmen. Trotz Corona-Krise wollten sich die Absolventinnen der hauswirtschaftlichen Teilzeitschule in Nördlingen ihre Abschlussfeier nicht nehmen lassen, aufgrund der Abstandsregeln mussten sie jedoch auf jegliche Begleitung und die sonst übliche Teilnahme und die Grußworte von Ehrengästen verzichten.

Unter Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften bildete die frühlingshaft geschmückte Aula der Landwirtschaftsschule in Nördlingen den würdigen Rahmen für einen stimmungsvollen Festakt im kleinen Kreis.

AELF-Chef Manfred Faber bekundete den neuen Fachkräften für Ernährung und Haushaltsführung seine Anerkennung für ihr Durchhaltevermögen und ihren Leistungswillen. "Jeder Schulabschluss ist etwas Besonderes. Eine Ära geht zu Ende, eine neue beginnt." Er legte den Frauen ans Herz, Werbung für die hauswirtschaftliche Ausbildung zu machen, weil sie sowohl einen persönlichen als auch beruflichen Mehrwert garantiere. Hauswirtschafterinnen seien in der Gesellschaft gefragter denn je. "Vergessen Sie nie, dass Sie einen anspruchsvollen Beruf erlernt haben, in dem Sie eine hohe Verantwortung tragen", mahnte Faber. "Denken Sie aber auch immer daran, dass mit dem Erhalt einer Urkunde und eines Zeugnisses die Bildung nicht endet."

Mit zahlreichen Fotos ließ Hauswirtschaftsdirektorin Brigitte Steinle die bewegte Schulzeit des Semesters 2018/20 Revue passieren. Die vergangen zwei Jahre seien für die Studierenden anstrengend und kein Spaziergang gewesen. Trotz Schwangerschaften, Krankheiten, beruflichen und familiären Verpflichtungen hätten sie sich redlich bemüht, keinen Unterrichtstag zu versäumen. Der einsemestrige Lehrgang bot ein reichhaltiges Programm an theoretischer und praktischer Wissensvermittlung, aber auch Schulfeiern fanden statt. Zum Leidwesen der Studierenden entfielen aufgrund der Corona-Beschränkungen einige Exkursionen, die ansonsten eine interessante Abwechslung in den Schulalltag bringen. Auch die fachpraktischen Prüfungen mussten deshalb verschoben werden.

Der Lockdown sei eine Herausforderung für die Lehrkräfte und Studierenden gewesen, sagte Steinle. "Als wir nach sechs Wochen den Schulunterricht mit Mund-Nasen-Schutz und strengen Hygiene- und Abstandsvorschriften wieder aufnehmen konnten, war das sehr gewöhnungsbedürftig." Mit dem Titel "Fachkraft für Ernährung und Haushaltsführung" haben die Absolventinnen sich nicht nur praktische Fertigkeiten und ein breites Fachwissen in den Bereichen Hauswirtschaft, Familien- und Haushaltsmanagement erworben. Der Titel bestätigt zusätzlich die Eignung, andere Menschen beruflich, pädagogisch und qualifiziert auszubilden.

Nachdem die Semestersprecherinnen Elke Jaumann und Gudrun Stumpf mit einem weinenden und einem lachenden Auge auf die Schulzeit zurückgeblickt hatten, überreichte Steinle den neuen Fachkräften die Abschlusszeugnisse und Urkunden sowie kleine Präsente, gesponsert von den Raiffeisen-Volksbanken Donau-Ries und vom VLF Kreisverband Donau-Ries. Mit einer Durchschnittsnote von 1,12 absolvierte Eva-Maria Oswald (Blossenau) die Prüfungen als Klassenbeste. Sie erhielt einen Gutschein der Stadt Nördlingen. Mit einem Schnitt von 1,22 schloss ihre Mitstreiterin Gudrun Stumpf (Harburg) ab. Sie bekam ein Präsent des Landkreises. Drittbeste war Cornelia Funk (Löpsingen) mit 1,33, die ein Geschenk vom BBV Kreisverband Donau-Ries überreicht bekam.

Einen erfolgreichen Abschluss erreichten auch die Absolventinnen Michaela Böllmann (Möttingen), Stefanie Denteler (Schmähingen), Johanna Dreger (Großsorheim), Hedwig Fink (Otting), Iris Fischer (Löpsingen), Monika Gerber (Asbach-Bäumenheim), Lisa Gnugesser (Reimertshof), Jasmina Jakupovic (Laub), Elke Jaumann (Oettingen), Heidi Meyer (Möttingen), Margit Seefried (Ehingen), Natalia Seefried-Kramska (Amerbach), Alexandra Singer (Utzmemmingen), Elisabeth Stegmüller (Kaisheim), Christine Strobl (Monheim) und Enikö Tapolcai (Gundelfingen).

Abschließend wies Steinle auf den Informationsabend zum neuen Lehrgang 2020-2022 der Fachschule für Ernährung und Haushaltsführung in Teilzeit hin, für den die Absolventinnen fleißig die Werbetrommel rühren sollen. Er findet am Dienstag, 23. Juni, um 19.30 Uhr in der Aula der Landwirtschaftsschule Nördlingen statt und dauert rund zwei Stunden. Bei der Veranstaltung wird über die Ziele und Unterrichtsinhalte der Schule, über Unterrichtszeiten, Kosten und Anmeldeformalitäten informiert. Damit ausreichend Sitzplätze mit Abstand vorhanden sind, bittet das AELF um telefonische Anmeldung unter 09081 2106-0 oder per E-Mail: poststelle@aelf-nd.bayern.de. Nähere Informationen finden Interessierte auch auf der Homepage unter www.aelf-nd.bayern.de  (pm)