29. November 2017, 12:20

Nördlingen: Bürger wehren sich gegen Kletterwald

Symbolbild Bild: pixabay
Weil Nördlingen noch attraktiver für Touristen, Jugendliche und Familien  werden soll, gibt es Pläne, auf der Marienhöhe in Nördlingen einen Kletterwald entstehen zu lassen. Dem Stadtrat Nördlingens wurde nun ein Konzept vorgestellt für einen Kletterwald, der "im Einklang mit der Natur" auf einer Fläche von einem Hektar gebaut werden soll. Bei der Bürgerversammlung der Kernstadt Nördlingen äußerten viele Bürger ihren Unmut über das Vorhaben. 
Nördlingen - Zentrales Thema der Bürgerversammlung am vergangenen Dienstag waren die Planungen eines Kletterwaldes auf der Marienhöhe in Nördlingen. Laut Oberbürgermeister Hermann Faul rechnen die Betreiber mit einer Frequenz von 10.000 Besuchern im Jahr. Faul betonte aber auch, dass "nichts gegen Vorschriften gemacht" werde.  Aktueller Stand der Dinge sei laut OB Faul, dass das Projekt zuerst einmal vom Landratsamt Donau-Ries überprüft werden müsse. "Die Vereinbarkeit des Landschaftsschutzes und der Marienhöhe" muss gegeben sein, sonst würde laut Hermann Faul der Kletterwald nicht gebaut werden. Der Klettergarten soll auf einer Fläche von einem Hektar ohne Begrenzungszäune entstehen.
Laut Faul ist es möglich einen solchen Kletterwald zu errichten, ohne, dass "eine Beschädigung der Bäume" erfolgt. Vor kurzem wurde dem Stadtrat Nördlingens ein Konzept eines Kletterwalds von einer Firma aus Plochingen vorgestellt. Nach intensiver Standortsuche legte sich der potenzielle Betreiber für den Standort an der Marienhöhe fest. Weitere Örtlichkeiten die zur Auswahl standen waren laut Oberbürgermeister der Stadtteil Holheim und die Alte Bürg. "Der Stadtrat wird es sich sicherlich nicht leicht machen eine Entscheidung zu fällen", argumentierte Oberbürgermeister Faul. Desweiteren erklärt Faul: "Ich verstehe die Bedenken der Naturfreunde".
In der anschließenden Diskussion war der Bau des Kletterwalds an der Marienhöhe das zentrale Thema des Abends. Viele Bürger sorgten sich über das Bild der Marienhöhe und stellten sich die Frage der Notwendigkeit einer solchen Anlage: "Wie kommt man auf die Idee ein Landschaftsschutzgebiet nun zu einem Kletterwald umzugestalten?" Oberbürgermeister Faul betonte noch einmal in seiner Antwort, dass der Stadtrat sich intensiv mit den Pros und Contras eines Kletterwaldes auseinandersetzten werde. Für einen Bürger war klar: "Für uns Nördlinger ist die Marienhöhe ein sehr schöner Ort".
Wie es mit den Planungen des Kletterwaldes weitergeht liegt also vorerst einmal beim Landratsamt Donau-Ries. Danach muss der Stadtrat in Nördlingen eine Entscheidung treffen, ob an der Marienhöhe ein Kletterwald entstehen soll.
Zentrales Thema der Bürgerversammlung in Nördlingen war die Errichtung eines Kletterwaldes an der Marienhöhe . Bild: Jennifer Wagner