Beim 7. Histo Revival auf dem Nördlinger Flugplatz kamen knapp 50 historische Fahrzeuge aus den verschiedensten Epochen zusammen, um gemeinsam den Rollout für die Saison 2026 zu begehen. Organisiert wurde die Veranstaltung von Johannes Dornhofer aus Dießen am Ammersee, der damit das einzige Flugplatz-Event in Süddeutschland etabliert hat.
Neben den geeigneten Örtlichkeiten auf dem Flugplatz ist dafür auch die Stadt Nördlingen verantwortlich, wie der Oldtimerfan, der selbst einen Alfa Romeo GT Junior 1972 fährt, betont: „Die Genehmigungen laufen ganz entspannt.“ Zudem werde es von den Leuten auch gut angenommen, da man bestrebt sei, „die Lärmbelästigung so gering wie möglich zu halten“.
Um möglichst vielen Interessierten die Fahrzeuge zu präsentieren, ist der Eintritt frei. Finanziert wird das Event über die Startgebühr. 285 Euro bezahlen die Fahrer und dürfen dafür – eingeteilt in vier Gruppen mit maximal 14 Autos – über den Tag verteilt viermal für 20 Minuten auf die Flugplatzpiste. Die letzte Gruppe geht gegen 17:00 Uhr auf die Strecke. Zudem unterstützen überregionale Sponsoren die Veranstaltung.
Ein Alfa Romeo mit echter Renngeschichte
„Hier hat man viel freie Fläche und kann auch mal etwas ausprobieren“, erklärt Marcel Renc im Gespräch mit unserer Redaktion den Reiz der Veranstaltung. „Man kennt auch viele andere Fahrer und es macht Spaß, mit ihnen auf der Strecke zu fahren.“ Renc selbst ist mit einem Alfa Romeo GTA 1300 am Start.
Das Auto stammt aus einem ehemaligen Werksteam und ist in den 60/70ern Rennen in der damaligen Tschechoslowakei gefahren. Heuer feiert das Auto das 50-jährige Jubiläum des CSSR-Titels von 1976. Insgesamt gibt es weltweit nur 500 Stück dieses Fahrzeugs. Renc hat es in liebevoller Kleinarbeit restauriert. Selbst die Aufkleber entsprechen den Aufklebern der damaligen Zeit.
Ein Veteran der Automobilgeschichte neben modernen Rennwagen
Einige Jahre mehr auf dem Buckel hat der Rally von 1930. Das Modell aus Frankreich ist zum zweiten Mal in Nördlingen. Bereits im vergangenen Jahr waren das Auto und sein Besitzer hier, konnte aber wegen technischer Probleme nicht an den Start gehen. Der Rally ist in der Vergangenheit in England, Schweden und Frankreich Rennen gefahren und war mit dem Doppelnockenwellenmotor seiner Zeit weit voraus. Im Jahr 2007 feierte er die Schweden-Vintage-Meisterschaft.
Nicht weit entfernt steht der Porsche 3,0 RS von Alfred Büchele aus Aichach. Er ist zum dritten Mal beim Histo Revival in Nördlingen dabei. In seinem Auto stecken nach eigenen Angaben über 200 Arbeitsstunden. „Es macht mir Freude, Autos aus dem Standard wieder aufzubauen“, erklärt er seine Motivation.
Und mit Dustech Motorsport Team hat es auch einen echten Rennstall nach Nördlingen verschlagen. Normalerweise ist der BMW bei Bergrennen daheim. Aber die Veranstaltung ist die perfekte Gelegenheit, um Messdaten für die neue Saison zu sammeln und Neuerungen zu testen.