1. März 2019, 10:37

Heinz Altmann in den Ruhestand verabschiedet

Nach vier Jahrzehnten geht Heinz Altmann, der Organisator des Polsinger Faschingsballs jetzt in den Ruhestand. Bild: Diakonie Neuendettelsau/ Matthias Rex
Beim Faschingsball der Polsinger Heime der Diakonie Neuendettelsau feierten rund 200 Menschen mit und ohne Behinderung aus dem Raum Polsingen, Oettingen und Gunzenhausen. Höhepunkt der Veranstaltung war die Verabschiedung des langjährigen Organisators, Heinz Altmann.

„Zugabe, Zugabe!“, riefen die Besucher des Polsinger Faschingsballs beim Auftritt der Funny Playbacks. Die Künstler aus Polsingen, Oettingen und Gunzenhausen traten diesmal als Queen mit Freddie Mercury und als Spider Murphy Gang auf. Aktuell stehen 16 Männer und Frauen mit Behinderung auf der Bühne. Sie schlüpfen in die Rollen der großen Stars. Neben Queen und der Spider Murphy Gang, gehören auch die Toten Hosen, Kiss, Heino und Helene Fischer zu ihrem Repertoire.

Die Playbackshow war einer der Höhepunkte der Veranstaltung, die seit 1982 jährlich veranstaltet wird. Ein weiterer Höhepunkt war eine Büttenrede und der Einmarsch vieler aktueller und ehemaliger Kolleginnen und Kollegen von Heinz Altmann. Der Heilerziehungspfleger hatte fast vier Jahrzehnte lang für einen reibungslosen Ablauf gesorgt und wurde jetzt in den Ruhestand verabschiedet. „Es fing klein an und ich hätte damals nicht gedacht, dass unser Fasching einmal so groß wird“, erinnert sich Heinz Altmann.

Vor rund 30 Jahren hat er zum Beispiel die Blaskapelle Dittenheim zum ersten Mal eingeladen. Was als einmaliger Gastauftritt geplant war, ist längst Tradition und mittlerweile gehört die Musik der Bläsergruppe zum festen Bestandteil des närrischen Treibens in den Polsinger Heimen.
„Das Fest lebt vom Herzblut aller Mitarbeiter, der Besucher und vom ganzen Team. Über die Jahre haben sich Freundschaften zwischen Bewohnern der Polsinger Heimen und Menschen, die aus den umliegenden Dörfern zu uns zum Feiern kommen, entwickelt. Das ist toll“, freut sich Heinz Altmann.

Er verspricht, dem Polsinger Fasching auch im Ruhestand treu zu bleiben: „Ab kommenden Jahr komme ich dann als Besucher und nicht mehr als Organisator“, sagt er. „Dann verfolge ich die Auftritte der Funny Playbacks nicht mehr aus der Küche heraus, sondern direkt an der Bühne.“ (pm)